E-Mail oder Benutzername: Passwort: Passwort vergessen?
ODER Login mit Google
  • Kostenlos registrieren
  • Hilfe & Service
Kostenlose Anfrage
Zurück zu allen Antworten

yourXpert:
(Rechtsanwältin)
online




zertifiziert
Dieser Experte hat seine Qualifikation nachgewiesen und ist von uns zertifiziert!

Geld-Zurück-Garantie
Geld-Zurück-Garantie: Dieser Experte bietet Ihnen für X-Mails eine Geld-zurück-Garantie: War die Beratung inhaltlich nicht korrekt, erhalten Sie Ihr Geld zurück!
"Ich bin seit 28 Jahren mit Schwerpunkt im ARBEITSRECHT tätig (Leiterin Personal und Recht eines Verlages; Geschäftsführerin von Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden; RAin für Arbeitsrecht) und berate Sie gern umfassend in Ihren rechtlichen Fragen."
yourXpert wurde ausgezeichnet
1. Platz Internetauftritt und Datensicherheit
Online-Beratung
Testsieger
in der
ZDF-Sendung WISO
Im Test: 5 Anbieter
Sendung vom 28.10.2013
Online-Rechtsberatung
Branchengewinner
"Erlebter Kundenservice"
DIE WELT
Service-Champions 2017
Im Test: 8 Anbieter
Veröffentl. in DIE WELT, 19.10.17
Kundenmeinungen
Qualifizierte Experten
Bereits 14.244 Bewertungen bestätigen den hohen Beratungsstandard unserer Experten:
4,8 / 5,0
sehr gut
» Mehr dazu hier

Gewünschte Eigenkündigung zum 30.05.2019

| Preis: 70 € | Arbeitsrecht
Beantwortet von Rechtsanwältin Uta Ordemann

Hallo Frau Ordemann,

Ich bin derzeit Bereichsleiter für Logistik und Produktionsplanung. Bin seit Juni 2017 im Unternehmen und muss leider sagen das der Zustand für mich unerträglich ist und ich gern mit einer langen Frist zum Ende Mai 2020 meine Kündigungsabsicht einreichen würde. Die Frist benötige ich um einen neuen Job zu finden. Kann der Arbeitgeber das als klare Absichtserklärung vertragsrechtlich nutzen um mich sofort dann eigenständig zu kündigen ? Das wäre dann für mich nicht tragbar.

Peter Assmann, 47 Jahre alt 2 Kinder verheiratet
Im Rechtschutz ( Arag )
P.Assmann@gmx.de


Sehr geehrter Mandant,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der Folgendes anzumerken ist:

1.

Eine Kündigung muss immer schriftlich erfolgen. Sie ist auch "bedingungsfeindlich". Das bedeutet, dass eine Kündigung nicht mit einer dahingehenden Bedingung, dass sie erst zu einem bestimmten Termin wirksam werden soll, ausgesprochen werden kann. Wenn eine Kündigung ausgesprochen wird, sie dem Arbeitgeber also schriftlich zugegangen ist, gilt die ordentliche Kündigungsfrist, die im Arbeitsvertrag vereinbart ist. Zu diesem Termin würde sie damit auch wirksam werden.

2.

Falls Sie nur eine Kündigungsabsicht aussprechen, ohne eine wirksame schriftliche Kündigung auszusprechen, signalisieren Sie damit, dass Sie das Unternehmen in absehbarer Zeit verlassen möchten, und zwar dann, sobald Sie etwas Neues gefunden haben. Ich rate dringend davon ab, diese innere Absicht gegenüber dem Arbeitgeber zu kommunizieren, da er dann davon ausgeht, dass er ohnehin nicht mehr langfristig mit Ihnen planen kann. Er wird Ihnen dann u.U. mangelnde Motiviation vorhalten oder Sie versuchen, in anderer Weise etwas unter Druck zu setzen. Das muss nicht passieren, ist aber auch nicht gänzlich ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund rate ich davon ab, gegenüber dem Arbeitgeber zu kommunizieren, dass Sie die Absicht haben, das Unternehmen im nächsten Frühjahr zu verlassen. Ich empfehle vielmehr, dass Sie Ihre Aufmerksamkeit dann auf die berufliche Neuorientierung richten und eine Kündigung erst dann aussprechen, sobald Sie etwas Neues haben. Ggfls. kann man dann auch noch einen Aufhebungsvertrag mit dem Arbeitgeber schließen, der es Ihnen ermöglicht, vor Abauf der ordentlichen Kündigungsfrist aus dem Arbeitsverhältnis herauszukommen. Dies setzt aber das Einverständnis des Arbeitgebers voraus.

3.

Falls Sie eine lange Kündigungsfrist von z.B. 6 Monaten haben sollten, können Sie natürlich das Arbeitsverhältnis mit dieser Vorlaufzeit kündigen, wenn Sie das Unternehmen definitiv im Frühjahr verlassen möchten. Von dem Ausspruch einer Kündigung würde ich aber grundsätzlich abraten, solange Sie noch keinen neuen Arbeitsvertrag geschlossen haben. Falls Sie sonst ALG 1 bantragen müssten, würde die Arbeitsagentur im Falle einer Eigenkündigung von einer freiwilligen Arbeitaufgabe ausgehen, so dass dann im Falle eines Bezugs von ALG1 auch eine Sperrzeit von 12 Wochen verhängt werden würde. Etwas anderes würde nur dann gelten, wenn ein wichtiger Grund für die Arbeitaufgabe vorliegen würde, wie z.B. massives Mobbing oder Bossing oder auch gesundheitliche Gründe. Wenn der Arbeitnehmer das Vorliegen solcher Gründe nachweisen kann, wird in der Regel von der Verhängung einer Sperrzeit abgesehen.

4.

Wenn der Arbeitgeber Ihnen kündigen möchte, muss er dafür einen personen-, verhaltens- oder betriebsbedingten Grund haben. Allein die Erklärung Ihrer Absicht, das Unternehmen in absehbarer Zeit verlassen zu wollen, würde keinen Kündigungsgrund darstellen. Es ist aber - wie oben ausgeführt - nicht ausgeschlossen, dass der Arbeitgeber dann Gründe suchen oder vorschieben wird, um Ihnen kündigen zu können. In diesem Fall könnte dann aber in jedem Fall Kündigungsschutzklage erhoben werden. Ich empfehle aber, es gar nicht erst zu einer solchen Situation kommen zu lassen, sondern in Ruhe eine adäquate neue Stelle zu suchen und dann nach Unterzeichnung des neuen Vertrages zu kündigen. Falls Sie dann vorzeitig - vor Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist  - aus dem Vertrag rauskommen möchten, können Sie immer noch versuchen, mit dem Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag zu schließen, der eine vorzeitige einvernehmliche Beendigung vorsieht.

Falls Sie noch weitere Fragen hierzu haben, melden Sie sich jederzeit gern.

Mit freundlichen Grüßen

Uta Ordemann

Rechtsanwältin

War diese Antwort hilfreich?

Sie haben eine Frage? Holen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich Angebote unserer Experten ein!

Nach dem Einstellen Ihrer Frage erhalten Sie individuelle Preisangebote unserer Experten, aus welchen Sie einfach das für Sie passende Angebot auswählen können!

Unsere Experten stehen Ihnen jetzt zur Verfügung. Stellen Sie jetzt Ihre Frage!

Hier kostenlos und unverbindlich Angebote einholen!