E-Mail oder Benutzername: Passwort: Passwort vergessen?
ODER Login mit Google
Sicherer Server
Mehr Infos
Kundenservice: 0761 21 609 789-0
Nebenkostenabrechnung prüfen
Nebenkostenabrechnung prüfen
Prüfung + Schreiben an Vermieter
Empfohlen von Finanztip
finanztip
yourXpert wurde ausgezeichnet
1. Platz Internetauftritt und Datensicherheit
Online-Beratung
Testsieger
in der
ZDF-Sendung WISO
Im Test: 5 Anbieter
Sendung vom 28.10.2013
Online-Rechtsberatung
Branchengewinner
"Erlebter Kundenservice"
DIE WELT
Service-Champions 2017
Im Test: 8 Anbieter
Veröffentl. in DIE WELT, 19.10.17
Kundenmeinungen
Qualifizierte Experten
Bereits 14.215 Bewertungen bestätigen den hohen Beratungsstandard unserer Experten:
4,8 / 5,0
sehr gut
» Mehr dazu hier
Zahlungsarten
Zahlungsarten: Sofort, PayPal, VISA, MasterCard, Vorkasse
Nebenkosten prüfen
Fragen?
Rufen Sie uns an!
Mo - Fr 9:00 bis 18:00 Uhr:
0761 21 609 789-0

Oder schicken Sie uns eine E-Mail an
kundenservice@yourxpert.de

» Kundenservice / Häufige Fragen
Ab 64 €

Nebenkostenabrechnung prüfen

Nebenkostenabrechnung prüfen

Nebenkostenabrechnung / Betriebskostenabrechnung - Überprüfung lohnt sich!
Laut Deutschem Mieterbund ist fast jede zweite Nebenkostenabrechnung für Wohnraum fehlerhaft. Das liegt daran, dass es sich bei der Erstellung der Nebenkostenabrechnung um einen komplexen und fehleranfälligen Vorgang handelt. Durch eine anwaltliche Prüfung werden Mängel in Ihrer Nebenkostenabrechnung aufgedeckt. Dadurch sparen Sie als Kunde im besten Fall viel Geld, weil Sie gegebenenfalls deutlich weniger nachzahlen müssen, keine Nachzahlung leisten müssen oder sogar zu viel gezahlte Nebenkosten zurückfordern können.

Gehen Sie daher auf Nummer sicher.
Lassen Sie Ihre Abrechnung auf yourXpert von einem fachkundigen Anwalt prüfen. Sie erhalten innerhalb von nur 24 Stunden eine umfassende Prüfung Ihrer Nebenkostenabrechnung inklusive Hinweise zum weiteren Vorgehen. Bei Bedarf, zusätzlich mit einem anwaltlich formulierten Schreiben in Ihrem Namen, das Sie direkt an Ihren Vermieter weiterleiten können! Auf Wunsch übernimmt Ihr Anwalt auch die komplette Korrespondenz mit Ihrem Vermieter für Sie!

  • Sofort
    Antwort des Anwalts innerhalb von 24h garantiert! In dringenden Fällen: Beantwortung auch innerhalb von 12h oder 4h möglich!
  • Umfangreich
    Ihre Nebenkostenabrechnung wird von einem qualifizierten Anwalt auf sämtliche Fehlerquellen hin überprüft und Sie erhalten einen umfassenden und verständlichen Ergebnisbericht inklusive Hinweise zum weiteren Vorgehen.
  • Optional
    Bei Bedarf erhalten Sie ein anwaltlich formuliertes Schreiben in Ihrem Namen, das Sie direkt an Ihren Vermieter weiterleiten können. Auf Wunsch übernimmt Ihr Anwalt auch die komplette Korrespondenz mit Ihrem Vermieter für Sie.
  • Rechtssicher
    Ihre Nebenkostenabrechnung wird von zertifizierten Rechtsanwälten des ZDF-WISO Testsiegers yourXpert geprüft.
  • Preisgünstig
    Die umfassende Prüfung Ihrer Nebenkostenabrechnung durch Anwälte bei yourXpert ist preisgünstig und unkompliziert.
  • Datensicherheit
    Wir nehmen Datensicherheit ernst! Alle Informationen werden beim Upload mit SSL (Secure Socket Layer) geschützt und wir geben Ihre persönlichen Daten NICHT an Dritte weiter.
  • Kostenlose Rückfragen
    Bei Unklarheiten steht Ihnen unsere kostenlose Rückfrage-Möglichkeit zur Verfügung!
  • Festpreis
    Hinter dem Angebot verstecken sich keine zusätzlichen Kosten, Abos oder Mitgliedsbeiträge. Wir garantieren Transparenz. Nur wenn Sie es wünschen, wird der Anwalt über die Prüfung hinaus tätig.
  • Geld-zurück-Garantie
    Ihr Auftrag wurde inhaltlich nicht korrekt bearbeitet? Für diesen Fall bieten wir Ihnen die Geld-zurück-Garantie!

Leistungsumfang

Nebenkostenabrechnung prüfen
Rechtssichere Prüfung durch einen Anwalt
Prüfung nach aktueller Rechtsprechung
Prüfung aller formellen Anforderungen des Gesetzgebers an die Abrechnung
Prüfung auf rechnerische Richtigkeit der Abrechnung
Prüfung der Umlageschlüssel und deren Anwendung
Prüfung der Umlegbarkeit der Kostenpositionen im Abgleich mit dem Mietvertrag
Prüfung der Vorauszahlungen und deren korrekte Berücksichtigung
Prüfung der Heizkostenabrechnung
Überprüfung aller Fristen
Ausführlicher und verständlicher Ergebnisbericht zur Prüfung Ihrer Abrechnung
Hinweise zum weiteren Vorgehen
Anwaltlich formuliertes Schreiben an den Vermieter
 
Optional kann nach der Prüfung zu allen Beratungsprodukten die Übernahme der kompletten Korrespondenz mit dem Vermieter durch den Anwalt hinzugebucht werden. Hierzu können Sie sich kostenlos ein unverbindliches, individuelles Angebot Ihres Anwalts einholen.
 
Prüfung
64,00 €

zzgl. 3,00 € Einstellgebühr,
inkl. MwSt.
Prüfung + Schreiben an Vermieter 94,00 €
zzgl. 3,00 € Einstellgebühr,
inkl. MwSt.

Sie wollen Ihre Gewerbliche Nebenkostenabrechnung prüfen? Hier klicken!

Beim ZDF-WISO Testsieger yourXpert können Sie Ihre Nebenkostenabrechnung ganz unkompliziert zum Festpreis prüfen lassen. Die umfassende und rechtssichere Prüfung Ihrer Abrechnung wird von zertifizierten Rechtsanwälten für Mietrecht durchgeführt.

So einfach funktioniert's: Nebenkostenabrechnung prüfen

1. Benötigte Dokumente hochladen

  • Mietvertrag

  • Aktuelle Nebenkostenabrechnung

  • Eventuell vorliegende Abrechnungsbelege

2. Optional: Zusatzinfos angeben

  • Situation schildern.

  • Zusätzliche Informationen und Fragen formulieren.

3. Kontaktdaten angeben

  • E-Mail-Adresse zur Beantwortung Ihrer Anfrage angeben.

4. Zahlungsmodalität auswählen

  • Paypal, Klarna Sofortüberweisung (OnlineBanking), Kreditkarte (VISA, Mastercard), Vorkasse, Lastschrift, Rechnung.

5. Prüfung der Dokumente durch einen yourXpert-Anwalt

  • Bearbeitungszeit: 24h, auf Wunsch auch innerhalb von 12h oder 4h möglich.

  • Mitteilung des Prüfergebnisses auf schriftlichem Wege.

6. Rückfragen inklusive

  • Gerne beantwortet Ihnen Ihr Anwalt Rückfragen.

7. Anwaltlich formuliertes Schreiben

  • Bei Bedarf erstellt Ihr Anwalt zusätzlich ein Schreiben in Ihrem Namen, das Sie direkt an Ihren Vermieter weiterleiten können.

8. Übernahme der kompletten Korrespondenz mit Ihrem Vermieter

  • Auf Wunsch übernimmt Ihr Anwalt die komplette Korrespondenz mit Ihrem Vermieter für Sie.

Ratgeber: Nebenkostenabrechnung / Betriebskostenabrechnung prüfen

(Lesezeit: ca. 16 Minuten)

Die Abrechnung der Nebenkosten (auch: Betriebskosten) zählt zu den häufigsten Streitpunkten zwischen Mieter und Vermieter. Dabei kommt es vor allem auf die im Mietvertrag festgelegten Vereinbarungen an. Die klare Vorgabe, dass eine Nebenkostenabrechnung bzw. Betriebskostenabrechnung übersichtlich und nachvollziehbar sein muss, schlägt sich in der Realität oft nicht nieder. Ist diese Transparenz nicht gegeben oder erscheint die Rechnung als zu hoch, empfiehlt sich eine anwaltliche Beratung und Prüfung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ob und welche Nebenkosten vom Vermieter auf den Mieter umgelegt werden, bestimmt der Mietvertrag.
  • In der Betriebskostenverordnung (BetrKV) ist genau geregelt, welche Nebenkosten vom Vermieter umgelegt werden können und welche nicht.
  • Für die Umlage und Abrechnung von Heiz- und Warmwasserkosten gelten besondere Vorschriften.
  • Die Nebenkostenabrechnung muss übersichtlich und nachvollziehbar gestaltet sein.
  • Der Vermieter muss dem Mieter die Nebenkostenabrechnung spätestens zwölf Monate nach dem vereinbarten Abrechnungszeitraum zukommen lassen.
  • Nach Fristablauf ist keine Nachforderung mehr durchsetzbar.
  • Der Mieter hat ein Recht, die Abrechnungsbelege zur Nebenkostenabrechnung einzusehen.
  • Der Mieter hat das Recht innerhalb von 12 Monaten Einwendungen gegen die Nebenkostenabrechnung zu erheben.

Inhaltsverzeichnis

  1. Nebenkosten für Haus und Wohnung als „Zweite Miete“
  2. Welche Nebenkosten sind umlagefähig und wie können diese vom Vermieter auf den Mieter umgelegt werden?
    1. Umlagefähige Nebenkosten nach der Betriebskostenverordnung (BetrKV)
    2. Nicht umlagefähige Kosten nach der Betriebskostenverordnung (BetrKV)
    3. Wie darf der Vermieter die umlagefähigen Kosten auf den Mieter umlegen?
      1. Umlageschlüssel (auch: Verteilerschlüssel)
      2. Besonderheiten bei der Abrechnung der Heiz- und Warmwasserkosten
  3. Wie muss eine ordnungsgemäße Nebenkostenabrechnung aussehen?
  4. Welchen Abrechnungszeitraum muss der Vermieter einhalten?
  5. Innerhalb welchen Zeitraums muss der Vermieter dem Mieter die Nebenkostenabrechnung zukommen lassen?
  6. Wurde vom Vermieter der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit beachtet?
  7. Recht des Mieters auf Einsicht in die Abrechnungsunterlagen
  8. Möglichkeit des Mieters Einwendungen / Widerspruch gegen die Nebenkostenabrechnung geltend zu machen
    1. Frist für den Mieter Einwendungen zu erheben
    2. Form der Einwendungen
    3. Begründung der Einwendungen
    4. Frist des Mieters die geforderte Nachforderung zu begleichen
  9. Ist es dem Vermieter möglich, die Nebenkostenvorauszahlungen zu erhöhen?
  10. Nebenkostenabrechnung Frist (Fristen für Vermieter und Mieter)
  11. Fazit: Nebenkostenabrechnung online prüfen lassen

Nebenkosten für Haus und Wohnung als „Zweite Miete“

Zusätzlich zur monatlichen, im Mietvertrag festgelegten Mietzahlung, müssen die meisten Mieter eines Hauses oder einer Wohnung Nebenkosten, welche vielen auch als „zweite Miete“ bekannt sind, zahlen.

Ob ein Mieter jedoch tatsächlich Nebenkosten zu zahlen hat, welche dies genau sind, und in welcher Form er das tun muss, ob als Pauschale (Nebenkostenpauschale) oder als Vorauszahlung (Nebenkostenvorauszahlungen), muss im Mietvertrag, der zwischen Vermieter und Mieter abgeschlossen wurde, geregelt sein.

Sind im Mietvertrag neben der vereinbarten monatlichen Miete keine Nebenkosten aufgeführt, gilt die Bruttomiete (Inklusivmiete) und der Mieter muss, mit Ausnahme der Heiz- und Warmwasserkosten, zusätzlich keine Nebenkosten zahlen.

Sind Nebenkosten im Mietvertrag aufgeführt, müssen diese genau aufgelistet sein, oder es muss im Mietvertrag auf § 2 der Betriebskostenverordnung (BetrKV) verwiesen sein. Eine allgemeine Formulierung im Mietvertrag, die besagt, dass der Mieter alle Nebenkosten zu tragen hat, reicht nicht aus und ist rechtlich unwirksam.

Die Zahlung von Nebenkosten kann, je nachdem was im Mietvertrag vereinbart wurde, durch eine Pauschale oder durch monatliche Vorauszahlungen erfolgen (§ 556 Abs. 2 BGB).

Bei Vereinbarung einer Nebenkostenpauschale zahlt der Mieter einen festen Pauschalbetrag unabhängig von den tatsächlichen Kosten. Dies bedeutet, dass weder Vermieter noch Mieter Nach- oder Rückzahlungen verlangen können. Eine zusätzliche Nebenkostenabrechnung ist dann nicht zulässig. Eine Ausnahme gilt für die Heiz- und Warmwasserkosten, die nicht durch eine Nebenkostenpauschale abgedeckt werden dürfen.

Bei einer Vereinbarung von monatlichen Vorauszahlungen hingegen, ist der Vermieter gemäß § 556 Abs. 3 BGB dazu verpflichtet, über die tatsächlich verbrauchten, umlagefähigen Nebenkosten, jährlich eine Abrechnung (sog. Nebenkostenabrechnung bzw. Betriebskostenabrechnung) zu erstellen.

Fallen die tatsächlichen Kosten dann höher aus als die geleisteten Vorauszahlungen, kann der Vermieter vom Mieter Nachzahlungen verlangen und die Vorauszahlungen gemäß § 560 BGB für den nächsten Abrechnungszeitraum erhöhen.

Fallen die tatsächlichen Kosten hingegen niedriger aus, muss der Vermieter dem Mieter die zu viel gezahlten Vorauszahlungen zurückzahlen und der Mieter kann vom Vermieter die Zahlung eines geringeren Vorauszahlungsbetrags für den nächsten Abrechnungszeitraum verlangen.

Welche Nebenkosten sind umlagefähig und wie können diese vom Vermieter auf den Mieter umgelegt werden?

Grundsätzlich ist bei den Nebenkosten im eigentlichen Sinne zwischen den Nebenkosten und den Betriebskosten zu unterscheiden. Bei den Nebenkosten handelt es sich um alle Kosten, die dem Vermieter durch den Besitz, die Instandhaltung sowie die Verwaltung seines Wohneigentums entstehen.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ist in § 556 jedoch geregelt, dass der Vermieter nur einen Teil dieser Kosten, die sogenannten Betriebskosten, auf den Mieter umlegen darf. Diese sind in der Betriebskostenverordnung (BetrKV) explizit aufgeführt.

Da sich im Bereich des Mietrechts jedoch der Begriff Nebenkosten durchgesetzt hat, werden in der Praxis auch die Betriebskosten zumeist als Nebenkosten und deren Abrechnung als Nebenkostenabrechnung bezeichnet.

In § 556 Abs. 1 S. 2 BGB, sowie § 1 BetrKV ist definiert, das Betriebskosten die Kosten sind, die dem Eigentümer durch das Eigentum am Grundstück oder den bestimmungsgemäßen Gebrauch des Gebäudes laufend entstehen. Dies bedeutet, dass der Vermieter nur solche Kosten umlegen kann, die ihm laufend entstehen und einmalige Kosten nicht.

Welche Kosten das genau sind, ist in § 2 BetrKV geregelt. Dieser enthält eine abschließende Aufzählung aller umlagefähigen Kosten im Sinne des § 1 BetrKV. Dies bedeutet, dass der Vermieter Kosten, die dort nicht aufgeführt sind, auch nicht auf den Mieter umlegen kann.

Umlagefähige Nebenkosten nach der Betriebskostenverordnung (BetrKV)

Insgesamt sind in § 2 BetrKV siebzehn umlagefähige Kostenpositionen aufgeführt.

Dies sind unter anderem die laufenden öffentliche Lasten des Grundstücks, wie die jährlich anfallende Grundsteuer. Außerdem Versicherungsbeiträge für eine Gebäudeversicherung gegen Feuer-, Sturm-, Wasser- sowie sonstige Elementarschäden und Versicherungsbeiträge für eine Glasversicherung. Des Weiteren eine Haftpflichtversicherung für das Gebäude und den Aufzug. Ist eine Ölheizung vorhanden, ist auch eine Versicherung für den Öltank auf die Mieter umlegbar.

Ebenso sind Heizkosten als umlagefähige Kostenposition aufgeführt, für deren Abrechnung besondere rechtliche Vorgaben gelten, die in der Heizkostenverordnung (HeizkVO) festgehalten sind. Aufgrund der besonderen Vorschriften die für die Verbrauchserfassung und die Umlage von Heizkosten gelten, ist es weitgehend üblich, dass spezialisierte Dienstleister vom Vermieter damit beauftragt werden, die Heizkostenabrechnung für Mieter zu erstellen. Die durch solche Firmen in Rechnung gestellten Kosten, können ebenfalls als Nebenkosten aus dem Bereich Heizung auf den Mieter umgelegt werden.

Des Weiteren sind in § 2 BetrKV folgende umlagefähige Kostenpositionen aufgeführt:

  • Kosten der Wasserversorgung
  • Kosten der Entwässerung
  • Kosten des Betriebs des Personen- oder Lastenaufzugs
  • Kosten der Straßenreinigung und Müllbeseitigung
  • Kosten der Gebäudereinigung und Ungezieferbekämpfung
  • Kosten der Gartenpflege
  • Kosten der Beleuchtung
  • Kosten der Schornsteinreinigung
  • Kosten für den Hauswart
  • Kosten für den Betrieb der Gemeinschaftsantennenanlage oder Breitbandnetzes
  • Kosten des Betriebs der Einrichtungen für die Wäschepflege
  • Sonstige Betriebskosten

Unter die letzte Kostenposition „sonstige Kosten“ fallen gemäß § 2 BetrKV alle weiteren denkbaren Nebenkosten im Sinne des § 1BetrKV die nicht ausdrücklich in § 2 BetrKV genannt sind.

Bisher anerkannte umlagefähige Kosten im Sinne des § 1 BetrKV sind hierbei unter anderen die Reinigungskosten von Dachrinnen, die Wartungskosten von Alarmanlagen, Videoanlagen, Rauchmeldern, Lüftungsanlagen, Blitzableitern, und Aufzügen, sowie die Kosten für den Betrieb von Klimaanlagen oder Schwimmbädern.

Sonstigen Kosten dürfen jedoch nur vom Vermieter auf den Mieter umgelegt werden, wenn diese konkret im Mietvertrag aufgeführt sind. Eine pauschale Bezeichnung als „sonstige Kosten“, reicht nicht aus.

Grundsätzlich kann der Vermieter auch eigens erbrachte Leistungen abrechnen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass der Vermieter vom Mieter nur das verlangt, was er einer anderen Person oder Unternehmen für diese Leistung hätte bezahlen müssen.

Nicht umlagefähige Nebenkosten nach der Betriebskostenverordnung (BetrKV)

In § 1 Abs. 2 BetrKV ist definiert, welche Kosten nicht zu den auf einen Mieter umlegbaren Nebenkosten der Immobilienbewirtschaftung gehören. Dies sind Kostenpositionen wie Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen, Bankgebühren und Verwaltungskosten.

Wie darf der Vermieter die umlagefähigen Nebenkosten auf den Mieter umlegen?

Umlageschlüssel (auch: Verteilerschlüssel)

Die Kosten dürfen von dem Vermieter nicht beliebig, sondern nur nach dem Umlageschlüssel (auch: Verteilerschlüssel), der im Mietvertrag für die jeweiligen Kostenpositionen vereinbart wurde, umgelegt werden. Anhand des Umlageschlüssels legt der Vermieter fest, nach welchem Maßstab er die einzelnen Nebenkosten auf die Mieter umlegt.

Grundsätzlich kann der Vermieter diesen zu Beginn des Mietverhältnisses für die einzelnen Kostenpositionen frei wählen und im Mietvertrag festlegen. Hierbei muss er auch nicht den gerechtesten Umlageschlüssel auswählen. Nur bei manchen Kostenarten ist er gesetzlich verpflichtet nach einem bestimmten Umlageschlüssel, oder verbrauchsabhängig abrechnen.

Ebenfalls darf der Vermieter durch die Wahl des Umlageschlüssels keinen finanziellen Vorteil erlangen. Er ist beispielsweise nicht berechtigt, den Leerstand einer Wohnung auf die Mieter umzulegen, sondern muss diesen selbst tragen.

In der Praxis gängige Umlageschlüssel, welche vom Vermieter auch miteinander kombiniert werden können, sind:

  • Wohnfläche
  • Kubikmeteranzahl des umbauten Raums
  • Verbrauch
  • Personenzahl
  • Wohneinheit

Wurde im Mietvertrag kein Umlageschlüssel vereinbart, sind die Nebenkosten gemäß § 556a Abs. 1 BGB nach dem Anteil der Wohnfläche umzulegen, mit Ausnahme von Nebenkosten, die von einem erfassten Verbrauch oder einer erfassten Verursachung durch die Mieter abhängen. Diese sind gemäß § 556a Abs. 1 S. 2 BGB nach einem Maßstab umzulegen, der dem unterschiedlichen Verbrauch oder der unterschiedlichen Verursachung Rechnung trägt.

Besonderheiten bei der Abrechnung der Heiz- und Warmwasserkosten

Die freie Vereinbarung des Umlageschlüssels gilt nicht für die Abrechnung der Heiz- und Warmwasserkosten, die meistens den Großteil der Betriebskosten ausmachen, sondern für diese gelten die Vorschriften der Heizkostenverordnung (HeizKVO).

Nach dieser darf der Vermieter, wenn er die Umlage von Kosten für Heizung und Warmwasserbereitung im Mietvertrag vereinbart hat, den Umlageschlüssel nicht frei wählen, sondern muss ein Teil der Heiz- und Warmwasserkosten nach Verbrauch abrechnen. So sieht die Heizkostenverordnung vor, dass mindestens 50 %, höchstens 70 % der umgelegten Heizkosten als Verbrauchskosten zu berechnen sind und bei bestimmten älteren Gebäuden die Heizkosten zu 70 % nach Verbrauch umzulegen sind. Der andere, verbrauchsunabhängige Teil, ist nach der Wohnfläche zu verteilen. Auf der Abrechnung werden die Anteile als Verbrauchskostenanteil und als Grundkostenanteil ausgewiesen.

Durch diese Regelung soll der Mieter die Gelegenheit haben, durch das Einsparen von Heizenergie einen spürbaren wirtschaftlichen Vorteil zu erlangen.

Hat der Vermieter die Heiz- und Warmwasserkosten nicht verbrauchsabhängig abgerechnet, hat der Mieter gemäß § 12 der Heizkostenverordnung das Recht, die auf ihn anfallenden Heiz- und Warmwasserkosten um 15 % zu kürzen. Dabei darf der Mieter nicht die gesamten auf ihn entfallenden Heiz-und Warmwasserkosten kürzen, sondern nur die Kosten, die der Mieter entgegen der Heizkostenabrechnung nicht verbrauchsabhängig abgerechnet hat.

Wie muss eine ordnungsgemäße Nebenkostenabrechnung aussehen?

Eine Nebenkostenabrechnung muss übersichtlich und nachvollziehbar gestaltet sein, damit der Mieter dazu in der Lage ist, diese zu überprüfen.

Die Anforderungen an die Nachvollziehbarkeit einer Nebenkostenabrechnung hat der Bundesgerichtshof jedoch in seiner Entscheidung zum Aktenzeichen BGH VIII ZR 93/15, die am 20.01.2016 verkündet worden ist, gelockert. Dem Vermieter einer Wohnanlage wurde gestattet, nicht alle Zwischenschritte einer Berechnung zu dokumentieren, sodass der Mieter, um diese Berechnung prüfen zu können, Einsicht in die zugrundeliegenden Belege nehmen muss.

Zuvor hatten die obersten deutschen Zivilrichter in ständiger Rechtsprechung die Ansicht vertreten, dass alle Rechenschritte von der Summe der verbrauchten Gelder bis zur Umlage, für den einzelnen Mieter aus der Abrechnung erkennbar sein müssten.

Aufgrund der neuen Situation, ist die Beauftragung eines Experten, der die Nebenkostenabrechnung und die Fristen prüft, noch wichtiger geworden.

Grundsätzlich sollte aus der Nebenkostenabrechnung für den Mieter klar hervorgehen, wie hoch die Gesamtkosten sind, wie diese auf den Mieter umgelegt werden (Umlageschlüssel), welcher Anteil von dem Mieter zu tragen ist und wie die Nebenkostenvorauszahlungen angerechnet wurden.

Welchen Abrechnungszeitraum muss der Vermieter einhalten?

Der Vermieter muss den richtigen Abrechnungszeitraum eingehalten haben.

Gemäß § 556 Abs. 3 S. 1 BGB ist der Vermieter dazu verpflichtet, jährlich über die Nebenkosten eine Abrechnung zu erstellen. Der Abrechnungszeitraum beträgt somit höchstens zwölf Monate und darf nicht überschritten werden. Dieser muss jedoch nicht mit dem Kalenderjahr übereinstimmen, sondern es sind auch andere Abrechnungszeiträume zulässig. Ausschlaggebend ist der Abrechnungszeitraum, der im Mietvertrag vereinbart wurde.

Wurde der Abrechnungszeitraum von höchstens zwölf Monaten vom Vermieter überschritten, ist die Nebenkostenabrechnung unwirksam und der Vermieter kann eventuelle Nachzahlungsansprüche nicht mehr geltend machen.

Im Einzelfall kann der Vermieter jedoch einen kürzeren Abrechnungszeitraum wählen, beispielsweise dann, wenn der Mieter erst im Laufe und nicht zu Beginn der Abrechnungsperiode in das Mietobjekt eingezogen ist. In solch einem Fall kann der Abrechnungszeitraum dann ausnahmsweise weniger als zwölf Monate betragen.

Innerhalb welchen Zeitraums muss der Vermieter dem Mieter die Nebenkostenabrechnung zukommen lassen?

Gemäß § 556 Abs. 3 S. 2 BGB ist der Vermieter dazu verpflichtet, dem Mieter die Nebenkostenabrechnung spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des vereinbarten Abrechnungszeitraums mitzuteilen.

Wurden die Nebenkosten nach Kalenderjahr abgerechnet und endet der Abrechnungszeitraum somit am 31. Dezember, dann muss die Nebenkostenabrechnung dem Mieter spätestens zum 31. Dezember des Folgejahres zugegangen sein. Hierbei ist der Eingang beim Mieter ausschlaggebend und nicht die Postabgabe. Die Beweislast für den rechtzeitigen Zugang trägt der Vermieter.

Nach Ablauf dieser gesetzlich vorgeschriebenen Frist, kann der Vermieter keine eventuellen Nachzahlungsansprüche mehr geltend machen, es sei denn, er hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten, § 556 Abs. 3 S. 3 BGB.

Ein Nichtvertreten seitens des Vermieters liegt beispielsweise dann vor, wenn der Mieter an einen dem Vermieter unbekannten Ort verzogen ist und der Vermieter von diesem noch nicht über die neue Adresse informiert wurde. Liegt ein solcher Fall vor, ist die Nebenkostenabrechnung noch wirksam und der Vermieter kann Ansprüche aus dieser geltend machen.

Unberührt von einem fristgerechten Zugang der Nebenkostenabrechnung bleibt der Anspruch des Mieters auf Auszahlung eines Guthabens. Zudem kann dieser auch nach Fristablauf noch das Nachreichen der Nebenkostenabrechnung vom Vermieter verlangen.

Wurde vom Vermieter der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit beachtet?

Der Vermieter ist gemäß § 556 Abs. 3 S. 1 BGB dazu verpflichtet, bei der Abrechnung der Nebenkosten den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit (auch: Wirtschaftlichkeitsgebot) zu beachten. Dies bedeutet, dass er auf ein vernünftiges Kosten-Nutzen Verhältnis Rücksicht nehmen muss, damit dem Mieter keine unnötigen Kosten entstehen.

Der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit bedeutet jedoch nicht , dass der Vermieter immer auf das günstigste Angebot zurückgreifen muss (LG Hannover, Urteil vom 31.01.2002, 3 S 1268/01-81, WUM 2003 S. 450).

Grundsätzlich hat der Vermieter bei der Auswahl einen Ermessensspielraum, was bedeutet, dass er zwischen Preis und Qualität abwägen kann und beispielsweise aufgrund einer höheren Qualität durchaus auch der teurere Auftrag angemessen sein kann.

Die Darlegungs- und Beweislast für einen Verstoß des Vermieters gegen das Gebot der Wirtschaftlichkeit liegt jedoch beim Mieter, das heißt er muss einen Verstoß belegen können.

Hierbei reicht ein einfaches Bestreiten der Angemessenheit der Kosten sowie pauschale Behauptungen nicht aus, sondern der Mieter muss nachvollziehbar darlegen und beweisen können, dass gleichwertige Angebote und Leistungen zu einem geringeren Preis zur Verfügung gestanden hätten, beziehungsweise dass die Kosten unangemessen und nicht ortsüblich sind.

Recht des Mieters auf Einsicht in die Abrechnungsunterlagen

Damit der Mieter die Nebenkostenabrechnung richtig überprüfen kann, steht diesem ein Recht auf Einsicht in die Abrechnungsunterlagen (Rechnungen, Belege, Steuerunterlagen und Verträge) zu. Der Vermieter ist jedoch nicht verpflichtet, die Abrechnungsunterlagen für den Mieter der Nebenkostenabrechnung beizulegen. Er, oder die von ihm beauftragte Hausverwaltung, müssen dem Mieter, oder einem von ihm mitgebrachten Fachmann, die Einsichtnahme lediglich am Wohnsitz des Vermieters oder in den Räumen der Hausverwaltung gestatten.

Ist die Nebenkostenabrechnung für den Mieter ohne Einsicht in die Unterlagen anderer Mieter nicht nachvollziehbar, so darf er auch diese einsehen (BGH, Urteil vom 07.02.2018, VIII ZR 189/17).

Der Anspruch des Mieters auf Einsicht in die Abrechnungsunterlagen umfasst auch die Erstellung von Fotokopien der Abrechnungsunterlagen mit technischen Hilfsmitteln (Landgericht Potsdam, Urteil vom 17.08.2011, AZ: 4 S 31/11).

Der Vermieter hingegen ist grundsätzlich nicht zur Verfügungsstellung von Fotokopien der Abrechnungsunterlagen verpflichtet, auch dann nicht, wenn der Mieter hierfür die Kosten übernimmt (BGH, Urteil vom 08.03.2006, VIII ZR 78/05).

Nur in besonderen Ausnahmefällen hat der Mieter ein Recht auf die Verfügungsstellung von Fotokopien der Abrechnungsunterlagen und zwar dann, wenn diesem eine Einsichtnahme in die Abrechnungsunterlagen in den Räumen des Vermieters oder dessen Hausverwaltung, nicht zugemutet werden kann. Sei es, aufgrund Krankheit, Alter, Streitigkeiten mit dem Vermieter oder räumlicher Entfernung (BGH ZMR 2006, 361). In einem solchen Fall muss der Mieter jedoch die Kosten für die Kopien übernehmen. Aktuell wird von den Gerichten eine Erstattung von 0,25 Euro pro Kopie als angemessen angesehen (Landgericht Berlin, Urteil vom 11.06.2014, AZ: 65 S 233/13).

Möglichkeit des Mieters Einwendungen / Widerspruch gegen die Nebenkostenabrechnung geltend zu machen

Hat der Mieter Zweifel an der Fehlerfreiheit der Nebenkostenabrechnung kann er Einwendungen (Widerspruch) gegen diese geltend machen.

Frist für den Mieter Einwendungen zu erheben

Gemäß § 556 Abs. 3 S. 5 BGB kann der Mieter die Enwendungen innerhalb von zwölf Monaten nach Erhalt der Nebenkostenabrechnung geltend machen.

Die Frist Einwendungen zu erheben endet hierbei am Tag genau zwölf Monate nach Zugang der Nebenkostenabrechnung und nicht erst am Ende des Kalendermonats (LG Berlin, Urteil v. 25. 10. 2016, AZ: 63 S 35/16). Dies bedeutet, dass wenn dem Mieter die Nebenkostenabrechnung beispielsweise am 15.03.2017 zugegangen ist, die Einwendungsfrist am 15.03.2018 endet.

Diese Einwendungsfrist gilt jedoch nach der einheitlichen Rechtsprechung nur dann, wenn dem Mieter eine formell ordnungsgemäße Nebenkostenabrechnung vorliegt.

Nach Ablauf der Zwölfmonatsfrist kann der Mieter gemäß § 556 Abs. 3 S. 6 BGB keine Einwendungen gegen die Nebenkostenabrechnung mehr geltend machen, es sei denn der Mieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten.

Ein Nichtvertreten seitens des Mieters liegt dann vor, wenn diesen keine Schuld an der verspäteten Erhebung der Einwendungen trifft. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn dem Mieter vom Vermieter nicht rechtzeitig Einblick in die Abrechnungsbelege gewährt wurde, zur Prüfung der Nebenkostenabrechnung Drittbeauftragte dem Mieter diese verspätet zukommen haben lassen, oder dem Mieter aus gesundheitlichen Gründen eine fristgerechte Prüfung nicht möglich war.

Die Einwendungsfrist des § 556 Abs. 3 S. 5 BGB gilt auch dann, wenn der Mieter Einwendungen gegen die Nebenkostenabrechnung geltend macht, die er in den vergangenen Jahren schon erhoben hatte. Auch diese ist er verpflichtet, erneut und innerhalb der Einwendungsfrist des § 556 Abs. 3 S. 5 BGB zu erheben (BGH, Urteil vom 12.05.2010, AZ: VIII ZR 185/09).

Hat der Mieter Einwendungen gegen die Nebenkostenabrechnung erhoben, muss der Vermieter diese überprüfen. Sollten die Einwendungen berechtigt sein, hat der Vermieter die Nebenkostenabrechnung entsprechend zu korrigieren und die korrigierte Form der Nebenkostenabrechnung dem Mieter zukommen zu lassen.

Form der Einwendungen

Die Einwendungen des Mieters bedürfen keiner besonderen Form. Sie können sowohl mündlich, schriftlich, per E-Mail oder Fax erfolgen. Dennoch sollte der Mieter dem Vermieter die Einwendungen aus Beweissicherungsgründen schriftlich zukommen lassen, denn dieser trägt die Pflicht nachzuweisen, dass die Einwendungen fristgerecht beim Vermieter eingegangen sind.

Zu empfehlen ist ein Einschreibebrief oder die persönliche Übergabe an den Vermieter. Bei persönlicher Abgabe sollte sich der Mieter den Zugang zum Nachweis auf einer Kopie des Schreibens quittieren lassen.

Begründung der Einwendungen

Die vom Mieter im Schreiben an den Vermieter erhobenen Einwendungen, müssen genau begründet sein. Allgemeine Behauptungen sind nicht ausreichend (AG Berlin-Mitte, Urteil vom 21.01.2015, AZ: 17 C 247/14).

Frist des Mieters die geforderten Nachforderungen zu begleichen

Wichtig zu beachten ist, dass das Einlegen von Einwendungen den Mieter nicht von der Pflicht befreit, die geforderten Nachforderungen zu begleichen (BGH ZMR 2006, 358).

Die Frist für die Fälligkeit einer Nebenkostenabrechnung beträgt 30 Tage. Das bedeutet, dass die geforderten Nachforderungen spätestens ein Monat nach dem Erhalt der Nebenkostenabrechnung beglichen sein müssen, da der Mieter andernfalls in Zahlungsverzug gerät.

Auch der Vermieter muss dem Mieter einen eventuellen Rückzahlungsbetrag innerhalb der 30 Tage zurückzahlen.

Ist es dem Vermieter möglich, die Nebenkostenvorauszahlungen zu erhöhen?

Stellt sich bei der Erstellung der Nebenkostenabrechnung heraus, dass die vom Mieter monatlich geleisteten Vorauszahlungen nicht ausgereicht haben, kann der Vermieter diese gemäß § 560 Abs. 4 BGB nach der Abrechnung der Nebenkosten durch einseitige Erklärung in Textform auf eine angemessene Höhe anpassen. Der Vermieter kann die Anpassung sowohl in der Nebenkostenabrechnung als auch in einer extra Erklärung an den Mieter einfordern.

Begründen muss der Vermieter die Anpassung nicht und der Mieter muss dieser auch nicht zustimmen. Bezüglich der Angemessenheit, ist sich an der Nebenkostenabrechnung des Vorjahres zu orientieren.

Der Mieter schuldet die erhöhten Vorauszahlungen dann mit Beginn des auf die Erklärung des Vermieters folgenden übernächsten Monats. Eine rückwirkende Anpassung der Nebenkostenvorauszahlungen ist dem Vermieter nicht gestattet.

Nebenkostenabrechnung Frist (Fristen für Vermieter und Mieter)

Im Folgenden sind noch einmal die wichtigsten Fristen (für Vermieter und Mieter) zur Nebenkostenabrechnung zusammengefasst und anschaulich in einer Grafik dargestellt.

Fristen für den Vermieter:

  • Abrechnungszeitraum für die Nebenkostenabrechnung: Maximal 12 Monate (Als Maßstab wird oft das Kalenderjahr genommen).
  • Abrechnungsfrist für den Vermieter: Innerhalb 12 Monate nach Ablauf des Abrechnungszeitraums. Innerhalb dieser Frist darf der Vermieter die Nebenkostenabrechnung auch noch im Nachhinein (auch nach Abgabe an den Mieter) verbessern. Die verbesserte Nebenkostenabrechnung ersetzt dann die vorherige Nebenkostenabrechnung.
  • Verjährungsfrist für Ansprüche des Vermieters aus der Nebenkostenabrechnung: 3 Jahre.

Fristen für den Mieter:

  • Frist des Mieters Einwendungen gegen die Nebenkostenabrechnung zu erheben (Widerspruchsfrist): Ab Zugang der Nebenkostenabrechnung 12 Monate. Sinnvoll ist es für den Mieter dann Einwendungen zu erheben, wenn die Abrechnungsfrist des Vermieters abgelaufen ist, denn zu diesem Zeitpunkt darf der Vermieter die Nebenkostenabrechnung nicht mehr zu seinem Vorteil verbessern, ist aber zugunsten des Mieters dazu verpflichtet, diese nachzubessern.

Infografik: Fristen für Nebenkostenabrechnungen

Fazit: Nebenkostenabrechnung online prüfen lassen

Nebenkostenabrechnungen bzw. Betriebskostenabrechnungen enthalten oft Fehler. Dadurch können nicht nur dem Mieter widerrechtlich Kosten entstehen. Eine mangelhafte Nebenkostenabrechnung / Betriebskostenabrechnung kann auch dem Vermieter schaden und das Mietverhältnis unnötig belasten.

Gehen Sie daher auf Nummer sicher und lassen Sie Ihre Nebenkostenabrechnung / Betriebskostenabrechnungen zum Festpreis von unseren Experten online prüfen!

Interessante Informationen zum Thema gewerbliche Nebenkostenabrechnung (Betriebskostenabrechnung) entnehmen Sie auch unserem Ratgeber "Besonderheiten der Nebenkostenabrechnung (auch: Betriebskostenabrechnung) im Gewerbemietverhältnis".

Nebenkostenabrechnung prüfen lassen ab 64 €

zzgl. 3,00 € Einstellgebühr, inkl. MwSt.

Bereits beantwortete Fragen Bereich Datum Bewertung
Nebenkostenabrechnung prüfen + Schreiben an Vermieter Mietrecht 12.11.2019
Gewerbemietvertrag prüfen Mietrecht 12.11.2019
Entfernung von Deckenplatten bei Auszug Mietwohnung Mietrecht 10.11.2019
Nebenkostenabrechnung prüfen Mietrecht 10.11.2019
Mietrecht,Abwasserkosten,Heizung Wartung,Gerichtsurteile Mietrecht 10.11.2019
Renovierung und Schönheitsreparaturen bei Auszug - Prüfung durch Anwalt Mietrecht 09.11.2019
Mietvertragsregelung Mietrecht 06.11.2019
grobe Mängel an kürzlich bezogenem gemieteten Häuschen Mietrecht 06.11.2019
Mietwohnung - Wohnungsrückgabe - Welche Foderung vom Vermieter gerechtfertigt? Mietrecht 04.11.2019
Mietvertrag prüfen Mietrecht 04.11.2019
4,8 von 5 Sterne auf der Grundlage von 9988 Bewertungen Mehr...

Häufige Fragen

Weshalb macht es Sinn, meine Nebenkostenabrechnung von einem Anwalt prüfen zu lassen?

Laut Deutschem Mieterbund ist fast jede zweite Nebenkostenabrechnung fehlerhaft. Häufig missachten Vermieter die vom Gesetzgeber gestellten Anforderungen an eine solche Abrechnung. Formelle und materielle Abrechnungsmängel führen dazu, dass Sie als Mieter mit zu hohen und ungerechtfertigten Nachzahlungsbeträgen konfrontiert werden.

Durch eine rechtssichere Prüfung der Nebenkostenabrechnung von einem Anwalt, können Sie möglicherweise erwirken, dass Sie den Nachzahlungsbetrag deutlich kürzen können, ggf. keine Nachzahlung leisten müssen oder sogar zu viel gezahlte Nebenkosten zurückfordern können.

Bei einer Prüfung auf yourXpert erhalten Sie neben der Prüfung und dem Auflisten der Abrechnungsfehler auch Handlungsempfehlungen sowie, falls gewünscht, ein anwaltlich formuliertes Schreiben an Ihren Vermieter.

Bei Bedarf übernimmt Ihr Anwalt auch die komplette Korrespondenz mit Ihrem Vermieter für Sie.

Durch wen wird die Überprüfung meiner Nebenkostenabrechnung vorgenommen?

Ihre Nebenkostenabrechnung wird von zertifizierten Rechtsanwälten des ZDF-WISO Testsiegers yourXpert vorgenommen. Sie können alle Anwaltsprofile und deren Qualifikationen hier einsehen.

Welche Leistungen sind in den Beratungsprodukten "Nebenkostenabrechnung prüfen" und "Nebenkostenabrechnung Prüfen + Schreiben an Vermieter" enthalten?

Die Beratungsprodukte "Nebenkostenabrechnung prüfen" und "Nebenkostenabrechnung prüfen + Schreiben an Vermieter" beinhalten folgende Leistungen:

  • Prüfung aller formellen Anforderungen des Gesetzgebers an die Abrechnung. Ihr Rechtsanwalt überprüft, ob die Abrechnung den gesetzlichen Anforderungen entspricht, so z.B. die Einhaltung der Abrechnungsfrist, korrekte Auflistung und Aufteilung der einzelnen Nebenkostenpositionen, Abrechnungszeitraum etc.
     
  • Prüfung auf rechnerische Richtigkeit der Abrechnung.
    Ihr Rechtsanwalt überprüft, ob die Abrechnung rechnerisch korrekt durchgeführt wurde. So. z.B. die korrekte prozentuale Aufteilung bei Teilabrechnungen.
     
  • Prüfung der Umlageschlüssel und deren Anwendung.
    Ihr Rechtsanwalt überprüft die Richtigkeit der angewandten Umlageschlüssel und gleicht diese mit den im Mietvertrag festgelegten Verteilerschlüsseln ab.
     
  • Prüfung der Umlegbarkeit der Kostenpositionen im Abgleich mit dem Mietvertrag.
    Ihr Rechtsanwalt überprüft die einzelnen Nebenkostenpositionen und deren Umlegbarkeit unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtssprechung. Es wird überprüft, ob die Nebenkostenbeträge in der Abrechnung korrekt aufgelistet sind.
     
  • Prüfung der Vorauszahlungen und deren korrekte Berücksichtigung.
     
  • Ausführlicher und verständlicher Ergebnisbericht zur Prüfung Ihrer Abrechnung.
    Am Ende der Prüfung erhalten Sie einen umfassenden aber verständlichen Ergebnisbericht mit Hilfe dessen Sie Ihrem Vermieter ggf. vorhandene Abrechnungsmängel nachweisen können und Hinweise zum weiteren Vorgehen.
     
  • Bei Bedarf, erhalten Sie zudem ein anwaltlich formuliertes Schreiben in Ihrem Namen, das Sie direkt an Ihren Vermieter weiterleiten können.
     
  • Auf Wunsch übernimmt Ihr Anwalt auch die komplette Korrespondenz mit Ihrem Vermieter für Sie.
     
  • Sie haben zudem die Möglichkeit Ihrem Anwalt kostenlos Nachfragen zu stellen. So haben Sie auch nach der Prüfung Ihrer Nebenkostenabrechnung noch die Möglichkeit, offene Fragen zu klären.

Welche Unterlagen werden zur Prüfung benötigt und wie kann ich sie übermitteln?

Für die Prüfung wird Ihre aktuelle Nebenkostenabrechnung sowie Ihr Mietvertrag und ggf. vorliegende Abrechnungsbelege Ihres Vermieters benötigt. Bei Differenzen zur Abrechnung des Vorjahres legen Sie diese ebenfalls zum Vergleich vor.

Die Übermittlung der Unterlagen funktioniert absolut sicher (SSL-verschlüsselt) und völlig unkompliziert über die Upload-Funktion. Hier können Sie Ihre Unterlagen ganz einfach hochladen und diese können dann direkt von Ihrem Anwalt eingesehen werden.

Was kostet die Überprüfung der Nebenkostenabrechnung?

Die Kosten für die Prüfung Ihrer Nebenkostenabrechnung sind in Abhängigkeit des von Ihnen ausgewählten Beratungsproduktes:

  • Beratungsprodukt "Nebenkostenabrechnung prüfen": 64 €
  • Beratungsprodukt "Nebenkostenabrechnung + Schreiben an Vermieter": 94 €

zzgl. 3,00 € Einstellgebühr, inkl. MwSt.

Bei den Preisen für die Beratungsprodukte handelt es sich um Festpreise ohne Mitgliedschaft oder Abo.

In dringenden Fällen ist eine Prüfung, gegen Zahlung eines Aufpreises, auch innerhalb von 12h oder 4h möglich!

Beim Beratungsprodukt "Nebenkostenabrechnung prüfen" kostet eine Prüfung innerhalb von 12 h, 79 € und eine Prüfung innerhalb von 4h, 89 €.

Beim Beratungsprodukt "Nebenkostenabrechnung + Schreiben an Vermieter" kostet eine Prüfung innerhalb von 12h, 109 € und eine Prüfung innerhalb von 4h, 119 €.

In manchen Fällen überschreitet eine Anfrage, z.B. aufgrund ihres Umfangs, den Wert des hier angegebenen Festpreises. Dann ist es dem Experten vorbehalten, Ihnen einen neuen Preis vorzuschlagen. Selbstverständlich liegt die Entscheidung, ob Sie das neue Angebot annehmen möchten, bei Ihnen.

Welche Zahlungsmöglichkeiten habe ich?

Auf yourXpert stehen Ihnen folgende Zahlungsarten zur Verfügung:

  • Klarna Sofort Überweisung (Online Banking)
  • Kreditkarte (VISA, MasterCard)
  • PayPal
  • Vorkasse
  • Lastschrift
  • Rechnung

Sie können am Ende des Bestellprozesses Ihre gewünschte Zahlungsart auswählen. Für die einzelnen Zahlungsarten fallen keine zusätzlichen Gebühren für Sie an.

Bitte beachten Sie, dass die Zahlungsarten Vorkasse, Lastschrift und Rechnung nicht für alle Aufträge geeignet sind. Sollten Sie eine dieser drei Zahlungsarten bevorzugen, wenden Sie sich bitte VOR der Beauftragung an unseren Kund*innenservice unter 0761 21 609 789-0 oder kundenservice@yourxpert.de. Dieser steht Ihnen Mo-Fr von 9-18 Uhr zur Verfügung. Hierbei können Sie klären, ob die gewünschte Zahlungsart für Ihren Auftrag geeignet ist, beziehungsweise ob wir Ihnen diese in Ihrem Fall anbieten können.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Infoseite zu den Zahlungsarten.

Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten für die Prüfung?

Welche Leistungen von Ihrer Versicherung abgedeckt werden, entnehmen Sie am besten Ihrer Police oder erfragen sie bei Ihrer Versicherung. Hier finden Sie weitere Informationen zur Kostenübernahme durch Ihre Versicherung.

Wann kann ich mit einem Prüfbericht rechnen?

Garantiertes Prüfergebnis innerhalb von 24h. In dringenden Fällen ist es auch möglich, den Prüfbericht gegen Zahlung eines Aufpreises, innerhalb von 12h oder 4h zu erhalten!

Wie gehe ich nach Erhalt des Prüfungsberichts vor?

Mit den aus dem Prüfungsbericht ersichtlichen Abrechnungsmängeln sollten Sie sich an Ihren Vermieter wenden. Sie erhalten von uns konkrete Handlungsempfehlungen und falls gewünscht ein anwaltlich formuliertes Schreiben, welches die strittigen Positionen erläutert und Ihnen ein rechtssicheres Auftreten gegenüber Ihrem Vermieter ermöglicht.

Ich habe das Beratungsprodukt "Nebenkostenabrechnung prüfen" gekauft. Kann ich das Schreiben an den Vermieter auch separat nachbuchen, wenn die Prüfung der Nebenkostenabrechnung ein für mich positives Ergebnis ergibt?

Ein Schreiben an Ihren Vermieter kann nach positivem Prüfergebnis auch nachträglich gebucht werden. Die entsprechende Auswahlmöglichkeit finden Sie in Ihrem Kundenaccount unter der Rubrik "Erweiterungen und Zusatzprodukte buchen". (Bitte beachten Sie: Sie zahlen dann lediglich die Kostendifferenz von 30 €, die sich zum Beratungsprodukt "Nebenkostenabrechnung prüfen & Schreiben an den Vermieter" ergibt. Weitere Kosten kommen nicht auf Sie zu.)

Ich habe das Beratungsprodukt "Nebenkostenabrechnung prüfen + Schreiben an Vermieter" gekauft – was passiert, wenn das Prüfergebnis negativ ausfällt?

Sollte Ihre Nebenkostenabrechnung nach anwaltlicher Prüfung nicht fehlerhaft sein und somit kein Schreiben an den Vermieter benötigt werden, werden wir Ihnen die Kostendifferenz für die anwaltliche Erstellung des Schreibens in Höhe von 30 € an Sie zurückerstatten. Bitte wenden Sie sich hierzu schriftlich an unseren Kundenservice (kundenservice@yourxpert.de), der diese Zahlung an Sie veranlassen wird.

Ich möchte eine Rundumbetreuung zum jeweiligen Beratungsprodukt haben. Welche Leistungen gibt es und wie gehe ich vor?

Zu den Beratungsprodukten "Nebenkostenabrechnung prüfen" und "Nebenkostenabrechnung prüfen + Schreiben an Vermieter" kann optional die "Übernahme der kompletten Korrespondenz mit dem Vermieter" hinzugebucht werden.

Die entsprechende Auswahlmöglichkeit finden sie in Ihrem Kundenaccount unter der Rubrik "Erweiterungen und Zusatzprodukte buchen".

Wer kann meinen Prüfauftrag lesen? Wird meine Anfrage öffentlich sichtbar gemacht?

Lediglich Sie und Ihr Anwalt können Ihre Anfrage lesen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist Ihre Anfrage zu keiner Zeit öffentlich einsehbar.

Was muss ich zur Einwendungs- und Zahlungsfrist der Nebenkostenabrechnung wissen?

Die Frist Einwände gegen die Nebenkostenabrechnung zu erheben, beginnt mit dem Erhalt der Nebenkostenabrechnung. Ab diesem Zeitpunkt haben Sie 12 Monate Zeit dieser zu widersprechen.
Ergibt sich aus der Nebenkostenabrechnung eine (fehlerhafte) Nachzahlung, sind Sie als Mieter jedoch vorerst verpflichtet dieser Zahlungsaufforderung innerhalb von 30 Tagen nachzukommen.
Daher empfiehlt es sich, die geforderte Nachzahlung unter Vorbehalt zu leisten. Hierauf können Sie auf dem Überweisungsträger, oder in einem Schreiben an den Vermieter verweisen, indem Sie angeben, dass die Nachzahlung  ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und unter Vorbehalt der Rückzahlung erfolgt.

Nebenkostenabrechnung prüfen lassen ab 64 €

zzgl. 3,00 € Einstellgebühr, inkl. MwSt.

Bildnachweis: © fotolia.com – Kaesler Media