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Ratgeber: Arbeitszeugnis Bewertung – Alle Infos rund um das Thema Arbeitszeugnis prüfen

(Lesezeit: 8 Minuten)

Der alte Job stellt Sie nicht mehr zufrieden oder Sie wollen neue Erfahrungen in einem anderen Unternehmen sammeln? Dann ist es Zeit für einen Stellenwechsel. Mit Kündigung am alten Arbeitsplatz sollten Sie auch gleich Ihren Arbeitgeber nach einem Arbeitszeugnis fragen. Ein Arbeitszeugnis ist eine von Ihrem Arbeitgeber ausgestellte Urkunde, die das Dienstverhältnis beschreibt. Eine Erteilung in elektronischer Form ist mithin ausgeschlossen!

Das Wichtigste in Kürze:

  • Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Allerdings muss er seinen Arbeitgeber zur Erstellung des Zeugnisses auffordern.
  • Ein Arbeitszeugnis muss in wohlwollender Form formuliert sein, um dem Arbeitsnehmer sein berufliches Fortkommen nicht zu erschweren.
  • Arbeitszeugnisse werden üblicherweise nach dem Schulnotensystem verfasst.
  • Jede Schulnote wird auf eine andere Art und Weise formuliert. Der Ausdruck bleibt dabei jedoch weitestgehend positiv.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wer hat Anspruch auf ein Arbeitszeugnis? Was ist ein faires Arbeitszeugnis?
  2. Verschiedene Arten von Arbeitszeugnissen
  3. Was muss ein Arbeitszeugnis enthalten?
  4. Zeugniscodes: Wie können mangelhafte und fehlerhafte Formulierungen in einem Arbeitszeugnis entlarvt werden?
  5. Notenskala
  6. Umwandlung der Zeugnissprache in das Schulnotensystem
  7. Übliche Fehlerquellen in einem Arbeitszeugnis
  8. Wie kann gegen ein fehlendes oder mangelhaftes Arbeitszeugnis vorgegangen werden?
  9. Praxistipps

1. Wer hat Anspruch auf ein Arbeitszeugnis? Was ist ein faires Arbeitszeugnis?

Bereits Mitte des 16. Jahrhundert hatten Dienstboten schon einen Anspruch gegen ihren Dienstherren auf ein Arbeitszeugnis. Bei Verweigerung dessen, drohten stets Geldstrafen. Auch heute steht jedem Arbeitnehmer, der ein Unternehmen verlässt, ein Anspruch auf ein vom Arbeitgeber ausgestellten Arbeitszeugnis zu. Dies ist ausdrücklich im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 630 BGB mit Verweis auf § 109 GewO) normiert. Allerdings muss der Arbeitgeber aktiv von dem Betroffenen dazu aufgefordert werden, da er sonst keine Pflicht hat ein solches zu erstellen.

Nach den Rechtsgrundsätzen sollte das Zeugnis „wahrheitsgemäß und wohlwollend“ sein. Dies verfolgt den Zweck, dass dem Arbeitnehmer das berufliche Fortkommen nicht erschwert wird. In dem Zeugnis sollen Führung und Leistung beurteilt werden, sodass Dritte (potenziell neue Arbeitgeber) sachgerecht darüber informiert werden, über was für Qualifikationen der Mitarbeiter verfügt und wie sein Verhalten in einem Arbeitsumfeld bewertet wurde.

Die Wahrheitspflicht erstreckt sich nicht auf alle möglichen negativen Beurteilungen. Der Arbeitgeber ist nur dann zur Offenbarung von ungünstigen Vorkommnissen verpflichtet, wenn diese charakteristisch für die gesamte Zeit des Arbeitsverhältnis waren.

Darüber hinaus sollte dem Arbeitgeber bewusst sein, dass er gegenüber seinen Arbeitern eine andauernde Fürsorgepflicht hat. Dem folgend sollte auch sein Maßstab für das Verständnis von einem „wohlwollenden“ Arbeitszeugnis sein.

Schließlich ist für ein faires Arbeitszeugnis wichtig, dass es keine Lücken aufweist. Entsprechend des Berufsfeldes ist es notwendig darauf zu achten, dass nichts ausgelassen wird, was der Zeugnisleser üblicherweise erwarten darf. Zum Beispiel wird von Kassierern erwartet, dass sie ehrlich sind. Falls das auch bei dem Betroffenen der Fall war, sollte dies in jedem Fall im Zeugnis erwähnt werden. Das gleiche gilt für das Arbeitszeugnisses eines Vorgesetzten, in dem stehen sollte, dass er auch von seinen Mitarbeitern als solcher anerkannt und respektiert wurde.

2. Verschiedene Arten von Arbeitszeugnissen

Es gibt drei verschiedene Arten von Arbeitszeugnissen auf die man Anspruch erheben kann:

  • Zwischenzeugnis:
    Dauert das Arbeitsverhältnis noch an, kann nur dann ein Zwischenzeugnis verlangt werden, wenn ein triftiger Grund vorliegt. Der Arbeitnehmer daher ein berechtigtes Interesse an einem Zeugnis hat. Anerkannte wichtige Gründe sind beispielsweise, wenn der alte Vorgesetzte durch einen neuen Vorgesetzten ersetzt wurde oder es zu einer Versetzung des Arbeitsplatzes kommt. Aber auch bei tarif- oder arbeitsrechtlichen Vereinbarungen kann ein Anspruch darauf bestehen. Hinsichtlich Form und Inhalt gelten dennoch die allgemeinen Regelungen für ein Arbeitszeugnis.
  • Einfaches Zeugnis:
    In einem einfachen Zeugnis wird lediglich die Art und Dauer der Tätigkeit beschrieben. Es enthält keinerlei Wertungen des Arbeitgebers. Es werden daher lediglich die Mindestanforderungen an ein Zeugnis erfüllt. Dies hat zur Folge, dass das Arbeitszeugnis eher einer Bescheinigung der bisherigen Beschäftigung gleicht.
  • Qualifiziertes Zeugnis:
    Das qualifizierte Arbeitszeugnis vermerkt vertieft die fachlichen Leistungen und Qualifikationen des Arbeitnehmers. Darüber hinaus wird auch das Sozialverhalten des Betroffenen bewertet. Letzteres ist besonders für neue Arbeitgeber von hohem Interesse. Sofern möglich sollte man stets auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis bestehen

3. Was muss ein Arbeitszeugnis enthalten?

Für ein qualifiziertes Arbeitszeugnis sind folgende Angaben erforderlich:

  • das Datum der Ausstellung des Zeugnisses
  • Angaben zum Arbeitnehmer (Name,Vorname, Geburtstag und -ort)
  • Angaben zum Arbeitgeber (vollständige Bezeichnung der Firma, inklusive Anschrift)
  • die Dauer des Arbeitsverhältnisses
  • detaillierte Beschreibung der Tätigkeit des Arbeitnehmers
  • Bewertung der Leistungen und Verhalten im Arbeitsverhältnis durch den Arbeitgeber
  • Optional: die Gründe für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses
  • Ausfallzeiten, wie zum Beispiel wegen Elternzeit, dürfen nur in einigen Fällen genannt werden. So, wenn die Ausfallzeit zu einer „wesentlichen“ Beeinträchtigung der Arbeitszeit geführt hat. „Wesentlich“ ist eine Unterbrechung dann, wenn ihr Nichterwähnen einen falschen Eindruck über das beurteilte Beschäftigungsverhältnis vermitteln würde. Ausfallzeiten dürfen dann keine Erwähnung im Zeugnis finden, wenn sie keinerlei Auswirkungen auf die Leistungen und Aufgaben des Arbeitnehmers haben.
  • Ein Anspruch auf eine Abschlussfloskel („Wir bedauern das Ausscheiden des Herrn Müllers sehr, wünschen ihm für seinen weiteren Werdegang jedoch alles Gute.“) besteht nach Entscheidung des Bundesarbeitsgerichtss nicht. Dennoch hat sich nach gängiger Praxis durchgesetzt, dass ein Ausbleiben dieser Floskel durchaus einen negativen Eindruck vermitteln kann.

4. Zeugniscodes: Wie können mangelhafte und fehlerhafte Formulierungen in einem Arbeitszeugnis entlarvt werden?

Eindeutig aus gängiger Rechtsprechung geht hervor, dass das Arbeitszeugnis keine doppeldeutigen Formulierungen enthalten darf. Die Aussagen müssen klar, eindeutig und gut verständlich formuliert werden. Geheimcodes, wie beispielsweise doppelte Verneinungen oder zweideutige Aussagen, sind demnach unzulässig.

In Arbeitszeugnissen werden Lob und Kritikpunkte oft in Noten ausgedrückt. Welche Note sich hinter welcher Formulierung versteckt ist teilweise nur mit viel Mühe zu entschlüsseln.

5. Notenskala:

Note 1 Sehr gut
Note 2 gut
Note 3 befriedigend
Note 4 ausreichend
Note 5 mangelhaft
Note 6 ungenügend

Ausgangsnote bei den Zeugnissen ist üblicherweise die Note 3. Erhalten Sie ein Arbeitszeugnis mit einer befriedigenden Note und sind damit nicht einverstanden, ist es Ihre Pflicht den Arbeitgeber zu überzeugen, dass Sie ein besseres Zeugnis verdient haben. Sofern der Arbeitgeber Ihnen ein Zeugnis schlechter als die Note 3 ausstellt, liegt es jedoch in seinem Verantwortungsbereich zu beweisen, wie es zu dieser schlechten Beurteilung gekommen ist.

Bewertungen, die einem mangelhaft gleichen, werden von dem Arbeitgeber oft vollständig weg gelassen („beredetes Schweigen“). Deswegen nochmals der Hinweis: Achten Sie stets auf Vollständigkeit Ihres Arbeitszeugnis! Der Arbeitgeber sollte zu jedem Punkt eine Bewertung vornehmen.

6. Umwandlung der Zeugnissprache in das Schulnotensystem

Anders als in beispielsweise Hochschulzeugnissen stehen in einem Arbeitszeugnis wie bereits gesagt keine ausdrücklichen Noten. Fakt ist, dass die niedergeschriebenen Aussagen jedoch in Noten umgewandelt werden können. Vielen Arbeitgebern ist diese Tatsache bekannt und sie sind in der Lage die Noten aus den Formulierungen anderer Arbeitgeber herauszulesen.

Im Folgenden finden Sie Beispiele für Formulierungen entsprechend der anerkannten Notenskala:
(Hierbei handelt es sich lediglich um beispielhafte pauschale Ausdrücke. Diese können nicht einfach für ein eigenes Zeugnis übernommen werden, da die Aussagen stets auf das jeweilige Berufsfeld abgestimmt werden müssen.)

Bewertung der Arbeitsweise:

  • Note 1: Die Aufgaben führte sie immer äußerst sorgfältig, effizient und eigenständig aus.
  • Note 2: Die ihm erteilten Aufgaben führte er immer sorgfältig, effizient und eigenständig aus.
  • Note 3: Die Aufgaben führte sie sorgfältig, effizient und eigenständig aus.
  • Note 4: Die Aufgaben wurden mit Sorgfalt und Genauigkeit ausgeführt.
  • Note 5: Die Aufgaben wurden im Großen und Ganzen mit Sorgfalt und Genauigkeit ausgeführt.

Bewertung des Sozialverhalten:

  • Note 1: Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war jederzeit vorbildlich.
  • Note 2: Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war jederzeit einwandfrei.
  • Note 3:Sein Verhalten gegenüber Kollegen war einwandfrei.
  • Note 4: Ihr Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten war korrekt und ohne Beanstandung.
  • Note 5: Es erübrigt sich zu betonen, dass sein Betragen gegenüber Vorgesetzten und Kollegen unbelastet war.

Gesamtbewertung (Leistungszusammenfassung am Ende des Zeugnisses):

  • Note 1: Seine Leistungen fanden stets unsere vollste Zufriedenheit.
  • Note 2: Ihre Leistungen fanden stets unsere volle Zufriedenheit.
  • Note 3: Seine Leistungen fanden unsere volle Zufriedenheit.
  • Note 4: Ihre Leistungen fanden unsere Zufriedenheit.
  • Note 5: Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte er in der Regel zu unserer Zufriedenheit.

Schweigen bezüglich eines Bewertungsabschnittes wird als mangelhaft gewertet (= Note 5).

7. Übliche Fehlerquellen in einem Arbeitszeugnis

  • Formale und stilistische Fehler:
    Es ist besonders wichtig, dass in dem Zeugnis eine professionelle Schreibweise benutzt wird. Neben dem formalen Aufbau ist dies entscheiden für den Gesamteindruck des ganzen Zeugnisses. Augenmerk sollte auch auf Rechtschreib- und Grammatikfehler gelegt werden. Dies sind Punkte, die oft als selbstverständlich angesehen werden, die aber wenn sie nicht eingehalten werden, von dem Arbeitnehmer leicht beanstandet werden können.
  • Arbeitszeugnis via E-Mail:
    Es ist nicht zulässig ein Arbeitszeugnis in elektronischer Form auszustellen. Mit dem digitalen Zeitalter werden Zeugnisse vermehrt als PDF-Anhang versendet. Diese Arbeitszeugnisse sind jedoch nicht gültig.
  • Unvollständigkeit:
    Es ist durchaus bei Arbeitgebern beliebt sich des „beredeten Schweigens“ zu bedienen. Würde ein Arbeiter in einem Punkt eigentlich eine schlechte Bewertung erhalten, streicht der Zeugnisverfasser diesen Bewertungspunkt einfach ganz aus dem Zeugnis. Dieses Mittel grenzt an die Eigenschaften von Geheimcodes und ist daher verboten.
  • Fragwürdige Formulierungen:
    Das Gesetz fordert, dass die Formulierung stets klar und gut verständlich sind. Sobald Formulierungen bei den Lesern unterschiedliche Vorstellungen hervorrufen können, handelt es sich nicht um eine eindeutige und rechtssichere Aussage. Es sollte sich daher der üblichen Zeugnissprache bedient werden.
  • Übertriebene Lobpreisungen:
    Reihen sich die überschwänglichen Bewertungen aneinander ohne eine persönliche Würdigung zu den Punkten, wird der Leser ebenfalls schnell wachsam. Üblich lässt sich bei diesen Dokumenten auf ein „Gefälligkeitszeugnis“ schließen, dessen Wahrheitsgehalt leicht anzuzweifeln ist.
  • Abweichungen vom Zwischenzeugnis:
    Die Beurteilung vom Endzeugnis darf grundsätzlich, sofern sich die Beurteilungsgrundlage nicht geändert hat, nicht schlechter ausfallen als beim Zwischenzeugnis. Es muss daher darauf geachtet werden, dass Zwischen- und Endzeugnis im Einklang stehen.
  • Adressierung:
    Auf dem Arbeitszeugnis darf keine Adresse des Arbeitnehmers zu lesen sein. Diese muss, sofern das Zeugnis per Post geschickt wird, auf einem Beiblatt vorgenommen werden.

8. Wie kann gegen ein fehlendes oder mangelhaftes Arbeitszeugnis vorgegangen werden?

Zunächst ist es essentiell wichtig, dass mögliche Fristen beachtet werden. Der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis steht dem Arbeitnehmer nämlich nicht uneingeschränkt zu. Es gelten die jeweiligen Ausschlussfristen. Je nach Fall verwirkt man seinen Anspruch innerhalb von fünf bis zehn Monaten nach Ausstellung des Zeugnisses.

Nach Erhalt des Zeugnisses sollte daher zügig überprüft werden, ob das Dokument den allgemeinen Anforderungen entspricht.

Sofern man unzufrieden mit dem Zeugnis ist und die persönliche Einschätzungen weit von den Aussagen im Arbeitszeugnis entfernt sind, sollte in einem ersten Schritt stets der Unterzeichner des Zeugnisses, oft also der Arbeitgeber, aufgesucht werden. In den meisten Fällen sind diese durchaus bereit Änderungswünschen nachzukommen, sofern diese auch gerechtfertigt sind und sich im Rahmen des möglichen bewegen. Ein Recht auf Bestimmung der Formulierungen steht dem Betroffen jedoch nicht zu.

Erst wenn der Arbeitgeber sich weigert Änderungsvorschlägen generell nachzukommen, sollte ein Gang vor das Arbeitsgericht in Betracht gezogen werden.

Entscheidend bei Vornahme von Änderungen ist auch, dass ein komplett neues Arbeitszeugnis ausgestellt wird, ohne Hinweis darauf, dass es sich nicht um die erste Fassung des Dokumentes handelt. Die Passagen, die von dem Arbeitnehmer nicht bemängelt wurden, sind uneingeschränkt vom Arbeitgeber in die neue Fassung zu übernehmen. Das heißt so lange keine neuen Fakten auftauchen, die gegenteiliges behaupten lassen könnten, ist der Aussteller an die ursprüngliche Fassung des Zeugnisses gebunden.

In den Fällen, in denen der Arbeitgeber sich vollständig weigert überhaupt ein Arbeitszeugnis auszustellen, kann ebenfalls das Arbeitsgericht aufgesucht werden. Durch eine Nichtausstellung des Zeugnisses verletzt der Arbeitgeber gegen seine Rechtspflichten und kann daher von dem Betroffenen auf Erteilung des Arbeitszeugnisses verklagt werden.

Ein Anwalt von yourXpert kann Sie auch in solchen Fällen bestens auf Ihre Rechte und Möglichkeiten hinweisen und Ihnen im weiteren Vorgehen zur Seite stehen.

9. Praxistipps

Auf diese Punkte sollten Sie, neben den allgemeinen Grundsätzen, bei Arbeitszeugnissen achten:

  • Rückdatierung zur Kündigung:
    Vergewissern Sie sich, dass zwischen Ihrer Kündigung und dem Datum des Arbeitszeugnisses kein all zu großer zeitlicher Abstand besteht. Dies ist wichtig, da sonst schnell der Eindruck entstehen kann, dass Sie sich möglicherweise mit Ihrem Arbeitgeber über den Inhalt des Zeugnisses gestritten haben oder sonstige negative Gründe vorliegen, die eine solche Verzögerung erklären könnten. Nach gängiger Rechtspraxis steht es Ihnen sogar zu, Ihren Arbeitgeber zur Rückdatierung des Arbeitszeugnisses aufzufordern, sofern Sie das Arbeitszeugnis nicht erst nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses angefordert haben.
  • Keine Knicke oder Löcher:
    Achten Sie darauf, dass Ihr Arbeitszeugnis keine Löcher, Knicke oder ähnliches aufweist. Sicherlich kann aus Kostengründen ein Falten des Zeugnisses durch Sendung per Post nicht verhindert werden, da nicht vom Arbeitgeber verlangt werden kann, ein Kuvert zu benutzen, das groß genug ist. Daher ist es ratsam, wenn Sie Ihr Arbeitszeugnis einfach persönlich bei dem jeweiligen Unternehmen abholen.
  • Schlussfloskel:
    Auch wenn Sie, wie bereits weiter oben im Ratgeber dargestellt, keinen rechtlichen Anspruch auf eine solche Floskel haben, ist es ratsam, wenn Sie vor ihrem Arbeitgeber auf eine Schlussformel bestehen. Ein Ausbleiben vermittelt einen negativen Eindruck und lässt den potenziell neuen Arbeitgeber womöglich stutzen warum ein solcher Abschluss nicht im Arbeitszeugnis aufgenommen wurde. Möglicherweise ist dies ein Hinweis darauf, dass das Arbeitsverhältnis nicht im Guten oder im Einvernehmen beendet wurde.

Gehen Sie daher auf Nummer Sicher und lassen Sie Ihr Arbeitszeugnis von einem auf Arbeitsrecht spezialisierten yourXpert-Anwalt überprüfen.

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Häufige Fragen

Warum sollte ich mein Arbeitszeugnis von einem Anwalt überprüfen lassen?

Laien ist es nur mit sehr viel Mühe und großem Aufwand möglich, Mängel oder Fehler in Arbeitszeugnissen zu erkennen. Auch eine Online-Analyse des Arbeitszeugnisses durch eine standardisierte Software kann nicht die professionelle Beratung durch einen Rechtsanwalt ersetzen. Das Programm übernimmt keine Haftung für die Ergebnisse und kann keine über die Analyse hinausgehende rechtliche Beratung bieten.

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Nicht mit inbegriffen ist die Prüfung der persönlichen Daten, die Überprüfung der Informationen zum Arbeitgeber oder der im Arbeitszeugnis enthaltenen Tätigkeitsbeschreibung.

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Für die Prüfung wird das Ihnen überreichte Arbeitszeugnis benötigt. Falls vorhanden sollten auch frühere Leistungsbeurteilungen oder Zwischenzeugnisse dem Anwalt übermittelt werden. Die Übermittlung der Unterlagen funktioniert absolut sicher (SSL-verschlüsselt) und völlig unkompliziert über die Upload-Funktion. Hier können Sie Ihre Unterlagen ganz einfach hochladen, sodass diese dann direkt von Ihrem Anwalt eingesehen werden können.

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