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Laut einer Schätzung des Bundes für Steuerzahler sind ca. 30 Prozent aller Steuerbescheide fehlerhaft. Etwa zwei Drittel aller Einspruche gegen Steuerbescheide verlaufen jedoch erfolgreich.

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Leistungsumfang

Im Festpreis enthaltene Leistungen
Prüfung Ihres Steuerbescheids durch einen spezialisierten Steuerberater von yourXpert.
Prüfung der Erfolgsaussichten eines Einspruchs/Antrags auf schriftliche Änderung für den Steuerbescheid.
Stellungnahme zur Überprüfung Ihres Steuerbescheids durch den Berater mit Hinweisen auf eventuelle Fehler etc.
Zwei kostenlose Rückfragen sind bei Bedarf inbegriffen.

So einfach funktioniert's: Steuerbescheid prüfen

1. Benötigte Dokumente hochladen

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Ist mein Steuerbescheid korrekt?

Laut einer Schätzung des Bundes für Steuerzahler sind ca. 30 Prozent aller Steuerbescheide fehlerhaft. Etwa zwei Drittel aller gegen Steuerbescheide erhobenen Einsprüche verlaufen erfolgreich.

Fakten, die den Steuerzahler von heute zum Nachdenken anregen.

Doch wie kann ich prüfen, ob mein Steuerbescheid ebenfalls betroffen und Teil der hohen Fehler-Quote ist?

Oftmals sind die Fehler in Steuerbescheiden ein und dieselben. Verschaffen Sie sich anhand nachfolgender Auflistung einen Überblick über die wesentlichen Fehlerquellen.

Häufige Fehlerquellen in Steuerbescheiden

(Lesezeit ca. 6 min.)

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer Einspruch einlegen möchte, muss dies innerhalb der einmonatigen Frist des Finanztamts tun.
  • Selbst wenn Einspruch eingelegt wird, muss eine etwaige Steuerforderung zunächst beglichen werden.
  • Bei eingelegtem Einspruch wird der komplette Bescheid erneut geprüft, was zu einem schlechteren Ergebnis (sog. "Verböserung") führen kann.
  • Oft bietet sich daher ein Antrag auf schriftliche Änderung an, bei dem nur ein bestimmter Teil des Bescheids erneut geprüft wird.
  • Fehler im Bescheid lassen sich aufgrund des immer komplizierter werdenden Steuerrechts nichts ausschließen - im Jahr 2015 waren daher 65% aller Einsprüche erfolgreich!

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeine Prüfung des Bescheids

1.1 Steuerabzug
1.2 Einkünfte und Werbungskosten
1.3 Aufwendungen für Ihre Altersvorsorge
1.4 Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen
1.5 Steuerfreie Leistungen

2. Einspruch einlegen

2.1 Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand
2.2 Möglichkeit der Verböserung
2.3 Alternative: Schlichte Änderung

1. Allgemeine Prüfung des Bescheids

Bevor Sie Einspruch einlegen, sollten Sie Ihren Steuerbescheid selbst erneut prüfen. Wenn Sie für die Erstellung Ihrer Steuererklärung eine handelsübliche Software oder ELSTER genutzt haben, ist eine Analyse Ihres Bescheids einfach möglich. Diese Programme berechnen ein vorläufiges Ergebnis Ihrer Steuererklärung bereits und stellen das daraus folgende Ergebnis oft wie im endgültigen Steuerbescheid dar. Gibt es hier bereits deutliche Abweichungen, lohnt es sich meist, den Bescheid erneut genauer zu prüfen. Wenn Sie bereits hier auf Ungereimtheiten stoßen, lohnt es sich anhand der Erklärungsformulare den Bescheid noch weiter zu überprüfen. Bei größeren Kostenblöcken, wie beispielsweise bei Werbungskosten ist es vor allem sinnvoll, die eigenen Aufzeichnungen zur Hand zu nehmen, um nachzuvollziehen, ob der Fiskus alle angegebenen Kosten berücksichtigt hat.
Zudem sollten Sie Ihre generellen Angaben auf Richtigkeit prüfen. Stimmen die Angaben zu Ihrer Person, Ihres Ehepartners und Ihre Steuernummer? Wurde die korrekte Kirchenzugehörigkeit angegeben?

1.1 Steuerabzug

Wenn Sie Ihren Steuerbescheid im Detail analysieren, prüfen Sie zunächst die Höhe der Steuer, die Ihnen vom Finanzamt erstattet oder vom Fiskus gefordert wird. Ziehen Sie auch Ihre Lohnsteuerbescheide vom Arbeitgeber zu Rate und schauen Sie, ob Ihre gezahlte Steuer (Lohnsteuer und Kirchensteuer) sowie der Solidaritätszuschlag korrekt ausgewiesen wurden. Vergleichen Sie die Zahlen aus den Lohnsteuerbescheinigungen mit dem Steuerbescheid. Gibt es Übertragungsfehler oder haben Sie zu viel Lohnsteuer gezahlt? Sind eventuelle vermögenswirksame Leistungen korrekt ausgewiesen? Besonders aufpassen müssen Sie hier, wenn Sie innerhalb eines Abrechnungsjahres verschiedene Arbeitgeber hatten.

1.2 Einkünfte und Werbungskosten

Folgende Einkünfte tragen wesentlich zur Berechnung Ihrer Steuer bei:

  • Ist der Bruttolohn korrekt ausgewiesen?
  • Wurden alle Werbungskosten anerkannt?
  • Sind alle Aufwendungen und Sonderausgaben von meiner Seite geltend gemacht worden?
  • Einkünfte aus selbstständiger Arbeit, Mieteinkünfte

Als nächstes sollten Sie die Angaben zu Ihren Einnahmen überprüfen. Stimmen die Angaben in Ihrem Steuerbescheid? Wenn Sie über Ihre Einkünfte geschaut haben, werfen Sie einen Blick auf Ihre Werbungskosten. Hier gilt es zu prüfen, ob das Finanzamt alle als Werbungskosten angegebenen Punkte akzeptiert hat. Sollten Ihre Werbungskosten unter 1000€ liegen, achten Sie darauf, dass der Arbeitnehmer Pauschbetrag abgezogen wurde. Sollten Sie Kinder haben, achten Sie darauf, dass die Betreuungskosten für Ihre Schützlinge korrekt erfasst wurden. Hierbei können Sie 2/3 der Kosten, jedoch maximal 4000€ aufführen.

Sollte das Finanzamt einige Werbungskosten nicht anerkannt haben, finden Sie genauere Informationen hierzu in den Erläuterungen zum Steuerbescheid. Wenn Sie hierbei Fragen haben, besteht natürlich stets die Möglichkeit, das zuständige Finanzamt via Telefon zu kontaktieren. In einigen Fällen versäumt es das Finanzamt jedoch auch, gestrichene Positionen zu erläutern. Haken Sie hier nach.
Eventuelle Vorläufigkeitsvermerke in den Erläuterungen beziehen sich auf im Steuerrecht noch laufende Musterverfahren. Manche Sachverhalte, die auch Ihre Steuererklärung betreffen, können an den Ausgang dieser Verfahren gekoppelt sein. Sollte das Verfahren sich positiv für Sie entwickeln, kann das Finanzamt Ihren Bescheid noch zu Ihren Gunsten enden, ohne dass erneut Einspruch Ihrerseits eingereicht werden muss. Durch diese Vorläufigkeitsvermerke hat der Fiskus die Gelegenheit, zahlreiche Einsprüche zu vermeiden.

1.3 Aufwendungen für Ihre Altersvorsorge

In diesem Bereich sollte geprüft werden, ob alle Aufwendungen für die Altersvorsorge angerechnet wurden. Schauen Sie, ob die Beiträge für Riesterverträge mit aufgenommen wurden. Am besten können Sie dies mit Ihren eigenen Unterlagen tun. Hier zieht das Finanzamt maximal 2100€ einschließlich der Zulagen ab.

1.4 Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten für Ihre Angaben. Stellen Sie sicher, dass eventuelle Ausbildungskosten mit Ihren eigenen Daten übereinstimmen. Falls Sie gespendet haben, prüfen Sie ebenfalls, ob diese Beträge sich in diesem Teil des Bescheids wiederfinden. Eventuelle Aufwendungen für Haushaltshilfen oder Heimunterbringung sowie Unterhaltskosten sollten sich hier wiederfinden. Das gleiche gilt für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerksleistungen. Diese finden Sie auf der zweiten Seite des Steuerbescheids. Abzugsposten spiegeln sich hier in der Berechnung der Einkommenssteuer wider.

1.5 Steuerfreie Leistungen

Sollten Sie steuerfreie Leistungen erhalten haben, lohnt es sich, diese Passage ebenfalls zu überprüfen. Auch wenn Einnahmen wie Kurzarbeitergeld, Elterngeld sowie Krankengeld steuerfrei sind, wirken sie sich doch auf die Höhe Ihres Steuersatzes aus. Im Zweifelsfall ist es hier auch sinnvoll, die Erläuterungen des Finanzamts zu kontrollieren. Ebenso sollten Sie prüfen, ob eventuelle Frei- und Pauschbeträge bei Ihnen berücksichtigt wurden. Beispiele wären hier Kinderfreibeträge oder Ausbildungsfreibeträge.

2. Einspruch einlegen

Wenn Sie Fehler vermuten oder sich derer sogar sicher sind, können Sie binnen eines Monats Einspruch gegen Ihren Steuerbescheid einlegen. Natürlich besteht aber auch die Möglichkeit, dass Sie selbst einen Fehler gemacht oder etwas vergessen haben. In diesem Fall bietet sich ein Antrag auf eine schlichte Änderung an, damit nicht der komplette Bescheid erneut geprüft wird. Sollten Sie sich dafür entscheiden, Einspruch zu erheben, müssen Sie dies in schriftlicher Form tun, d.h. persönlich beim Amt, per Fax, Mail (sofern Ihr Finanzamt eine Emailadresse angegeben hat) oder im ELSTER Portal. Wichtig ist dabei auch, den jeweils angefochtenen Bescheid eindeutig zu benennen und Ihren Einspruch genauer zu erläutern. Zudem sollten Sie hier Ihre Steuernummer oder Ihre Steuer-ID angeben.

Auch wenn Sie Einspruch einlegen, muss das Finanzamt den angefochtenen Steuerbescheid zunächst vollziehen. Sollten Sie dem entgegenwirken wollen, müssen Sie eine Aussetzung der Vollziehung beantragen. Wird dem Antrag stattgegeben, müssen Sie den geforderten Betrag (sollte dies der Fall sein) noch nicht zahlen.

Die Einspruchsfrist beginnt nach der Bekanntgabe des Bescheids. Als Bekanntgabe gilt der dritte Tag nach dem Datum, das auf dem Bescheid vermerkt ist. Übrigens gilt das Datum ebenfalls, wenn Sie Ihren Bescheid auch früher erhalten haben sollten. Somit gilt die einmonatige Frist ab dem vierten Tag nach Bekanntgabe. Eventuell greift hier die Sa-So-Fei-Regelung, denn fällt der Tag für den Fristbeginn auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, verlängert sich die Frist bis zum Ablauf des nächstfolgenden Werktags.

2.1 Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand

Gelegentlich versäumt die Behörde es, Erläuterungen zum Steuerbescheid mitzuschicken, wenn sie von Ihrer eingereichten Steuererklärung abgewichen sind. Dadurch bemerken Sie einen möglichen Fehler eventuell erst später. Vergisst das Finanzamt die Rechtsbehelfsbelehrung beim Erlassen eines Steuerbescheids, verlängert sich Ihre Frist automatisch um ein Jahr. Es kann auch die Situation auftreten, in der Sie nachweisbar unverschuldet keinen Einspruch einlegen konnten. Sollten Sie in dem Monat vor Fristablauf verhindert gewesen sein, beispielsweise durch einen längeren Krankenhausaufenthalt, können Sie auf diesem Wege ebenfalls eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand erwirken.

2.2 Möglichkeit der Verböserung

Sollten Sie sich tatsächlich für einen Einspruch entscheiden, müssen Sie sich der Tatsache bewusst sein, dass das Finanzamt eine erneute und vollständige Prüfung Ihrer Steuererklärung vornimmt. Damit entsteht die Möglichkeit einer "Verböserung", d.h. der danach erlassene Steuerbescheid kann sich zu Ihrem Nachteil entwickeln. Trotzdem muss das Finanzamt Sie auf diese Möglichkeit hinweisen und Ihnen Gründe für eine "Verböserung" geben. Damit lässt Ihnen das Finanzamt ebenso die Chance, sich zu möglichen Änderungen zu äußern und gegebenenfalls den Einspruch zurück zu ziehen.

2.3 Alternative: Schlichte Änderung

Nicht immer ist es notwendig, Einspruch einzulegen. Alternativ kann man auch schriftlich eine schlichte Änderung beantragen. Dabei wird nur eine Änderung in einem bestimmten Teils des Steuerbescheids erwirkt. Ein solcher Antrag kommt beispielweise in Frage, wenn man vergessen hat, einen Teil der Werbungskosten anzumelden oder das Finanzamt gewisse Werbungskosten fälschlicherweise nicht anerkannt hat. Ein Antrag auf schlichte Änderung ist dabei nicht an eine besondere Form gebunden und kann schriftlich, per Email oder telefonisch eingereicht werden. Die einzige Bedingung für eine schlichte Änderung ist, dass sie vor Ablauf der Einspruchsfrist eingereicht werden muss. Gegebenenfalls lässt sich dieser Antrag vor Ablauf der Einspruchsfrist sogar noch ausweiten.

Erscheint Ihnen ihre Steuerschuld zu hoch oder sind Sie der Auffassung Ihr Steuerbescheid ist fehlerhaft, dann holen Sie sich Gewissheit. Beauftragen Sie einen unserer zertifizierten Steuerberater und lassen Sie ihren Steuerbescheid noch heute auf seine Richtigkeit prüfen. Ihr Geldbeutel wird es Ihnen unter Umständen danken.

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Häufige Fragen

Durch wen wird die Steuerbescheid-Prüfung durchgeführt?

Ihr Steuerbescheid wird von zertifizierten Steuerberatern des ZDF-WISO Testsiegers yourXpert geprüft. Sie können alle Steuerberaterprofile und deren Qualifikationen hier einsehen.

Welche Leistungen enthält die Überprüfung meines Steuerbescheids?

Nach Angabe aller notwendigen Informationen Ihrerseits führt ein spezialisierter Steuerberater die von Ihnen beauftragte Prüfung des Steuerbescheids durch. Ihr persönlicher Experte überprüft dabei Ihren Steuerbescheid auf die Erfolgsaussichten eines Einspruchs beim Finanzamt. Sie erhalten eine schriftliche Stellungnahme und können daraufhin weitere kostenlose Nachfragen an Ihren Experten stellen. Die Durchführung eines Einspruchsverfahrens ist in dieser Beratung nicht enthalten.

Welche Informationen / Dokumente benötigt der Steuerberater für eine korrekte Prüfung?

Folgende Unterlagen helfen Ihrem Experten bei der Prüfung Ihres Steuerbescheids:

  • Eingereichte Steuererklärung
  • Erhaltener Steuerbescheid

(Kopien genügen)

Was kostet die Prüfung meiner Anfrage?

Die Prüfung Ihrer Anfrage durch einen unserer Steuerberater kostet 74 € zzgl. 2,00 € Einstellgebühr, inkl. MwSt.

In manchen Fällen überschreitet eine Anfrage, z.B. aufgrund ihres Umfangs, den Wert des hier angegebenen Festpreises. Dann ist es dem Experten vorbehalten, Ihnen einen neuen Preis vorzuschlagen. Selbstverständlich liegt die Entscheidung, ob Sie das neue Angebot annehmen möchten, bei Ihnen.

Wann kann ich mit der Prüfung rechnen?

Garantiertes Prüfergebnis innerhalb 24h – durchschnittlich in 4h!

Wer kann meine Anfrage lesen? Wird meine Anfrage öffentlich sichtbar sein?

Lediglich Sie und Ihr Steuerberater können Ihre Anfrage lesen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist Ihre Anfrage zu keiner Zeit öffentlich einsehbar.

Welche Zahlungsmöglichkeiten habe ich?

Auf yourXpert stehen Ihnen alle relevanten Zahlungsweisen zur Verfügung, u.a.:

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Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten für meine Beratung?

Welche Leistungen von Ihrer Versicherung abgedeckt werden, entnehmen Sie am besten Ihrer Police oder erfragen sie bei Ihrer Versicherung. Hier finden Sie weitere Informationen zur Kostenübernahme durch Ihre Versicherung.

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