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Gewerbliche Nebenkostenabrechnung prüfen + Schreiben an Vermieter
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Gewerbliche Nebenkostenabrechnung prüfen

Gewerbliche Nebenkostenabrechnung

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    Bei Bedarf erhalten Sie ein anwaltlich formuliertes Schreiben in Ihrem Namen, das Sie direkt an Ihren Vermieter weiterleiten können.

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Leistungsumfang

Gewerbliche Nebenkostenabrechnung prüfen + Schreiben an Vermieter
Prüfung aller formellen Anforderungen des Gesetzgebers an die Abrechnung
Prüfung auf rechnerische Richtigkeit der Abrechnung
Prüfung der Umlageschlüssel und deren Anwendung
Prüfung der Umlegbarkeit der Kostenpositionen im Abgleich mit dem Mietvertrag
Prüfung der Vorauszahlungen und deren korrekte Berücksichtigung
Ausführlicher und verständlicher Ergebnisbericht zur Prüfung Ihrer Abrechnung
Hinweise zum weiteren Vorgehen
Anwaltlich formuliertes Schreiben an den Vermieter
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Ratgeber: Besonderheiten der gewerblichen Nebenkostenabrechnung (auch: gewerbliche Betriebskostenabrechnung)

(Lesezeit: Ca. 9 Minuten)

Ebenso wie im Wohnraummietrecht, zählt auch im Gewerbemietrecht, die Abrechnung der Nebenkosten (auch: Betriebskosten) zu den häufigsten Streitpunkten zwischen Mieter und Vermieter. Bei der Nebenkostenabrechnung im Gewerbemietverhältnis, gibt es im Vergleich zur Nebenkostenabrechnung im Wohnraummietverhältnis, jedoch einige Besonderheiten zu beachten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Eine Nebenkostenumlage muss vertraglich festgelegt werden, ansonsten ist keine geschuldet.
  • Die vertraglichen Vereinbarungen unterliegen dem Transparenzgebot und Bestimmtheitsgrundsatz: Der Mieter muss erkennen können, welche Nebenkosten umgelegt werden. 
  • Im gewerblichen Mietverhältnis bestehen weitaus weniger Begrenzungen der Umlagefähigkeit als bei Wohnraummiete.
  • Die Ausschlussfrist für die Nebenkostenabrechnung aus dem Wohnraummietverhältnis gilt nicht im gewerblichen Mietverhältnis.
  • Der Mieter hat ein Druckmittel, um den Vermieter zur Abrechnung zu bewegen: Das Zurückbehaltungsrecht gemäß §273 BGB.

Inhaltsverzeichnis

  1. Nebenkostenabrechnungen bei Gewerbemietverträgen
  2. Fristen der gewerblichen Nebenkostenabrechnung
  3. Inhaltliche Prüfung der Nebenkostenabrechnung für gewerbliche Mieter
    3.1 Grundsätzliches zur Prüfung der gewerblichen Nebenkostenabrechnung
    3.2 Prüfung der Heizkostenabrechnung
    3.3 Grundsteuern und Versicherung
  4. Handlungsmöglichkeiten des gewerblichen Mieters
  5. Fazit: Gewerbliche Nebenkostenabrechnung online prüfen lassen

1. Nebenkostenabrechnung bei Gewerbemietverträgen

Im Gegensatz zu Wohnmietverträgen wird bei Mietverträgen, die zur gewerblichen Nutzung abgeschlossen werden, vom Gesetzgeber nicht von einer schwächeren und einer stärkeren Partei ausgegangen. Im Wohnraummietrecht ist der Mieter typischerweise bereits wissensmäßig benachteiligt - er muss daher (im Auge des Gesetzgebers) stärker geschützt werden. Damit sind stärkere Regeln bezüglich der Rechte des Mieters, Ausschlussfristen und Auskunftsansprüche verbunden - und vor allem: Nur begrenzt umlagefähige Nebenkosten.

Gerade dieser letzte Punkt ist aber entscheidend in der Abgrenzung der gewerblichen Miete und der Wohnraummiete. Denn bei gewerblichen Mietverträgen wird vom Gesetzgeber davon ausgegangen, dass sich gleichberechtigte Parteien gegenüberstehen - zwei Unternehmer, die beide gleich schutzbedürftig sind. Dass dieser Umstand meist eher die Ausnahme als die Regel ist, ist zwar Gegenstand einer rechtspolitischen Diskussion, hier allerdings unangebracht.

Durch die Annahme des Gesetzgebers ergeben sich einige Besonderheiten, besonders im Bezug auf die gewerbliche Nebenkostenabrechnung. So sind mehr Posten umlagefähig und die Fristen verändern sich. Allerdings ist auch der gewerbliche Mieter seinem Vermieter keinesfalls schutzlos ausgeliefert. Dazu mehr unter Punkt 4.

Bezüglich der gewerblichen Nebenkostenabrechnung im Ganzen ergeben sich folgende Punkte:

- Bei der Vermietung von Gewerberaum sind mehr Nebenkostenarten umlagefähig, als die Betriebskostenverordnung eigentlich zulässt. Beispielsweise darf der Vermieter im Gewerbemietrecht auch Verwaltungs- und Instandhaltungskosten als "sonstige Kosten" umlegen, was in der Wohnraummiete nicht möglich ist.

- Um Nebenkosten überhaupt umlegen zu können, muss im Gewerbemietvertrag eine Vereinbarung zu diesen Nebenkosten vorliegen. Ansonsten ist es dem Vermieter nicht erlaubt, die Nebenkosten umzulegen bzw. eine monatliche Vorauszahlung zu verlangen.

- Es sind zwei Wege möglich, die Nebenkosten wirksam zu vereinbaren: Entweder verweist der Vermieter pauschal auf § 2 Betriebskostenverordnung (BetrKV), womit fast sämtliche dort angegebenen Posten automatisch umgelegt werden.  

Oder der Vermieter listet die einzelnen umgelegten Posten im Detail auf.

Gemäß § 2 Ziffern 1 bis 16 BetrKV gehören zu den umlagefähigen Nebenkosten u.a. die Entwässerungkosten, die Straßenreinigungs- und Müllbeseitigungskosten, die Kosten der Wasserversorgung, die Kosten für den Hauswart, die Kosten der Beleuchtung, die Kosten des Betriebs des Personen- oder Lastenaufzugs, die Kosten der Heizungsversorgung oder auch die Kosten der Schornsteinreinigung.

- Die in der Betriebskostenverordnung aufgezählten Posten beziehen sich allerdings nur auf die Wohnraummiete. Im Gewerbemietrecht fallen jedoch stets weitere Kosten an. Möchte der Vermieter diese, wie zum Beispiel die Verwaltungs- und Instandhaltungskosten, umlegen (im Sinne der Nr. 17. des § 2 BetrKV "sonstige Kosten"), muss er diese auf jeden Fall detaillierter angeben. Hier greifen zwei wichtige Grundsätze: Der Bestimmtheitsgrundsatz und das Transparenzgebot. Das heißt, die weiteren Posten müssen so bestimmt angegeben werden, dass der Mieter erkennen kann, was genau abgerechnet wird und gleichzeitig so transparent sein, dass der Mieter sie nachvollziehen und kalkulieren kann. Ein einfacher Verweis auf die "sonstigen Kosten" im Sinne der BetrKV reicht nicht aus.

2. Fristen der gewerblichen Nebenkostenabrechnung

Bezüglich der Erstellung der Nebenkostenabrechnung besteht, anders als im Wohnraummietverhältnis, keine Ausschlussfrist (BGH, Urteil vom 27.01.2010, XII ZR 22/07).

Zwar wurde inzwischen auch im gewerblichen Mietverhältnis die 12-Monats-Frist des § 556 Abs. 3 S. 2 BGB, welche im Wohnraummietverhältnis gilt, zur Erstellung der Abrechnung als "angemessen" anerkannt, allerdings entfällt bei Überschreiten dieser Frist nicht der Anspruch auf Nachforderungen, wie es im Wohnraummietverhältnis gemäß § 556 Abs. 3 S. 3 BGB der Fall ist. Das bedeutet, der Vermieter kann im Gewerbemietrecht auch noch nach Ende der 12 Monate die Abrechnung erstellen und etwaige Nachforderungen verlangen.

Verjährung der Ansprüche aus der gewerblichen Nebenkostenabrechnung

Ansprüche aus der gewerblichen Nebenkostenabrechnung unterliegen der Verjährungsfrist des § 195 BGB. Somit verjähren Ansprüche wegen Nebenkostenvorauszahlungen oder Nebenkostennachforderungen, ebenso wie Ansprüche auf Erstattung von zu viel gezahlter Nebenkosten, innerhalb von 3 Jahren. Gemäß § 199 Abs. 1 BGB beginnt die Verjährungsfrist, soweit nicht ein anderer Verjährungsbeginn bestimmt ist, mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste.

3. Inhaltliche Prüfung der Nebenkostenabrechnung für gewerbliche Mieter

3.1 Grundsätzliches zur Prüfung der gewerblichen Nebenkostenabrechnung

Um eine Nebenkostenabrechnung effektiv überprüfen zu können, benötigt der Mieter Erfahrung und Überblick. Die Hilfe eines Experten zeigt häufige Schwachstellen solcher Berechnungen auf. Die praktische Kenntnis des Mietraumumfelds kann allerdings auch eine wichtige Rolle spielen. Bei größeren Gebäudeanlagen werden manchmal mehrere Gebäude eines Vermieters verwaltet. Falls nicht in allen Gebäuden der gleiche Standard herrscht, muss dies bei der Abrechnung beachtet werden. Fahrstuhlkosten dürfen beispielsweise nur dann umgelegt werden, wenn in dem Gebäude, in dem die eigene Wohnung gelegen ist, ein Fahrstuhl vorhanden ist. Dasselbe gilt für die Kosten der Gartenpflege. Eine Kostenumlage für den Hausmeister setzt voraus, dass ein solcher im Bedarfsfall angesprochen werden kann. Es ist nicht notwendig, dass seine Dienste in der Abrechnungsperiode von jedem Mieter in Anspruch genommen worden sind. Anders ist es, wenn Kosten der Ungezieferbeseitigung in der Nebenkostenabrechnung mit aufgeführt werden. Hier ist der konkrete Befall des eigenen Mietkomplexes mit Ungeziefer Voraussetzung. Die im Einzelnen aufzuführenden Maßnahmen müssen konkret durchgeführt worden sein. Zur Prüfung steht dem Mieter ein Recht auf Belegeinsicht zu. Der Vermieter oder die von ihm beauftragte Hausverwaltung müssen die Einsichtnahme in Verträge, Rechnungen und Steuerunterlagen nicht nur dem Mieter selbst, sondern auch einem von ihm mitgebrachten Fachmann gestatten.

3.2 Prüfung der Heizkostenabrechnung

Auch in gewerblichen Mietverhältnissen sind die Kosten von Zentralheizung und Warmwasserversorgung meist große Posten. Für deren Abrechnung gelten, genau wie im Wohnraummietverhältnis, die Vorschriften der Heizkostenverordnung (HeizKVO). Auf der Abrechnung werden die Anteile als Verbrauchskostenanteil und als Grundkostenanteil ausgewiesen. Die Heizkostenverordnung sieht vor, dass mindestens 50 % der umgelegten Kosten als Verbrauchskosten berechnet werden müssen.

Hält der Abrechnungsmaßstab der Überprüfung stand, widmet sich der Prüfexperte den Wertangaben. Die Heizkosten setzen sich aus dem Brennstoffverbrauch und den speziellen, mit dem Betrieb einer Zentralheizung und eines Warmwasserbereiters verbundenen Kosten zusammen. Hier gelten aufgrund der Heizkostenverordnung teilweise Sonderregelungen. Im Bereich von Heizung und Warmwasser dürfen beispielsweise die Kosten für das Ablesen von Verbrauchsmessanlagen und für das Erstellen von Abrechnungen, die eine Drittfirma geltend macht, vollständig auf den Mieter umgelegt werden. Hinzu kommen Kosten für speziell von der Heizungsanlage und vom Warmwasserbereiter verbrauchten Strom, für Wartung, Säuberung und Reparaturen.

3.3 Grundsteuern und Versicherungen

Wenn der Mietvertrag eine entsprechende Klausel enthält, können öffentliche Lasten als Nebenkosten auf die Mieter umgelegt werden. Die bekannteste „öffentliche Last“ ist die jährlich fällige Grundsteuer. Im Zusammenhang mit der Grundsteuerumlage gibt es in der Praxis zwei wiederkehrende Problemstellungen: Zum einen können die Grundsteuern von der Gemeinde nachträglich erhöht werden. Die Umlage der Differenz für bereits abgerechnete Jahre stößt auf Schwierigkeiten, weil die Nebenkostenabrechnung nur solche Positionen enthalten darf, die in der aktuellen Abrechnungsperiode entstanden sind. Vermieter müssen, wenn eine nachträgliche Grundsteuererhöhung zu erwarten ist, einen ausdrücklichen Vorbehalt der späteren Nachforderung in ihre Abrechnung aufnehmen.

Der zweite praktische Prüfpunkt bei der Umlage von Grundsteuern betrifft die Nutzung des Gebäudes. Sind außer Gewerbeeinheiten auch Wohneinheiten vorhanden, steigert die gewerbliche Nutzung den Ertragswert, was zur Erhöhung der Grundsteuer führt. Ein Mietrechtsexperte kann darüber beraten, ob hier ordnungsgemäß abgerechnet wurde. Weitere umlagefähige öffentliche Lasten können Beiträge zum Wasser- und Bodenverband sein. Anlieger- und Erschließungsgebühren gehören nicht in die Nebenkostenabrechnung.

Umlagefähig sind neben Grundsteuern auch Versicherungsbeiträge für eine Gebäudeversicherung und eine Haftpflichtversicherung für Immobilieneigentümer. Ist eine Ölheizung vorhanden, ist auch eine Versicherung für den Öltank auf die Mieter umlegbar. Bei einer ausführlichen Überprüfung ist darauf zu achten, dass der Vermieter keine Rechtsschutzversicherungsbeiträge und keine Privatversicherungen mit berechnet.

Prüfung bei Mischnutzung der Immobilie

Bei einer gemischt genutzten Immobilie (Immobilie die gleichzeitig aus Gewerbeeinheiten und Wohneinheiten besteht) ist bei Prüfung der Nebenkostenabrechnung zu beachten, dass der Vermieter nach der Rechtssprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) dazu verpflichtet ist eine Kostentrennung vorzunehmen, wenn dem Mieter der Wohneinheit eine erhebliche Mehrbelastung durch eine gemeinsame Nebenkostenabrechnung entstehen würden (BGH, Urteil vom 8. März 2006, Az. VIII ZR 78/05).

Eine erhebliche Mehrbelastung des Mieters der Wohneinheit liegt nach der Rechtsprechung dann vor, wenn dieser wegen der Gewerbeeinheit im Haus mehr als 15 % mehr an Nebenkosten an Nebenkosten zu zahlen hat.

Die Darlegungs-und Beweislast dafür, dass eine erhebliche Mehrbelastung vorliegt und damit die Voraussetzungen für eine getrennte Kostenerfassung gegeben sind, liegt jedoch beim Wohnnungsmieter.

4. Handlungsmöglichkeiten des gewerblichen Mieters

Eine wichtige Frage ist, welche Handlungsmöglichkeiten man als gewerblicher Mieter hat.

Geht es dabei darum, dass der Vermieter dem Mieter keine Nebenkostenabrechnung vorlegt, gibt es das so genannte Zurückbehaltungsrecht gemäß § 273 BGB, welches dem Mieter in dieser Situation zusteht (BGH NZM 2005, 373) und ein effektives Druckmittel darstellt. Vorausetzung hierfür ist jedoch zum einen, dass die oben beschriebene Jahresfrist abgelaufen ist und der Vermieter immer noch keine Abrechnung über die Nebenkosten erstellt hat. Zum anderen, dass die zurückbehaltenen Nebenkostenvorauszahlungen in der Summe nicht höher sind als die Summe der Nebenkosten, über die noch keine Abrechnung gestellt wurde (KG Berlin GE 2002, 1129). Des Weiteren muss der Mieter den Vermieter zuvor aufgefordert haben eine Nebenkostenabrechnung zu erstellen und darüber in Kenntnis gesetzt haben, dass er bei Nichterstellung von seinen Zurückbehaltungsrecht Gebrauch machen wird.

Liegen diese Voraussetzungen vor, ist es dem Mieter erlaubt, die folgenden monatlichen Nebenkostenvorauszahlungen zurückzuhalten, bis der Vermieter seiner Pflicht zur Abrechnungsvorlage nachkommt. Nicht dazu berechtigt ist der Mieter im Rahmen des Zurückbehaltungsrechts auch seine Mietzahlungen einzustellen. Diese muss er weiter bezahlen.

Sobald der Vermieter die Nebenkostenabrechnung jedoch erstellt hat, ist der Mieter wieder verpflichtet die Nebenkostenvorauszahlungen zu leisten.

Geht es darum, dass die Nebenkostenabrechnung dem Mieter fehlerhaft erscheint, muss zwischen formellen und materiellen Abrechnungsfehlern unterschieden werden.

Ist die Nebenkostenabrechnung formell fehlerhaft, darf der Mieter sein Zurückbehaltungsrecht an den zukünftigen Nebenkostenvorauszahlungen geltend machen und eine neue Nebenkostenabrechnung verlangen. Zudem ist eine etwaige Nachzahlungsforderung des Vermieters hinfällig, was bedeutet, dass der Mieter bei einer formell fehlerhaften Nebenkostenabrechnung auch eine Nachzahlung verweigern kann.

Ist die Nebenkostenabrechnung formell einwandfrei, beinhaltet aber materielle (inhaltliche) Fehler, kommt es darauf an, ob es sich bei diesen um einfache, leicht korrigierbare Fehler (bspw. Zahlendreher, die der Mieter selbst beheben kann), oder schwerwiegende Mängel handelt. Erstere berechtigen den Mieter nicht vom Vermieter eine neue Nebenkostenabrechnung zu verlangen oder die Nachforderungen zurückzubehalten, im Gegenteil: Der Mieter bleibt zur Zahlung der Nachforderungen verpflichtet. Bei letzteren ist der Mieter hingegen berechtigt, vom Vermieter eine neue Nebenkostenabrechnung zu verlangen und eine Nachzahlung zu verweigern.

5. Fazit: Gewerbliche Nebenkostenabrechnung online prüfen lassen

Da Gewerbliche Nebenkostenabrechnungen bzw. Betriebskostenabrechnungen oft Fehler enthalten, ist eine rechtlich sichere Einschätzung nahezu unerlässlich.

Daher sollten Sie Ihre gewerbliche Nebenkostenabrechnung jetzt online von einem der zertifizierten Anwälte bei yourXpert prüfen lassen, beziehungsweise sich, wenn Ihre Mietfläche mehr als 300 m² beträgt, ein kostenloses und unverbindliches Angebot von diesen einholen.

Weitere interessante Informationen zum Thema Nebenkostenabrechnung / Betriebskostenabrechnung entnehmen Sie auch unserem Ratgeber "Nebenkostenabrechnung (auch. Betriebskostenabrechnung) prüfen".

 

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Häufige Fragen

Weshalb macht es Sinn meine gewerbliche Nebenkostenabrechnung von einem Anwalt prüfen zu lassen?

Laut Deutschem Mieterbund ist fast jede zweite Nebenkostenabrechnung fehlerhaft, dies gilt insbesondere auch für gewerbliche Nebenkostenabrechnungen. Häufig missachten Vermieter die vom Gesetzgeber gestellten Anforderungen an eine solche Abrechnung. Formelle und materielle Abrechnungsmängel führen dazu, dass Sie als Mieter mit zu hohen und ungerechtfertigten Nachzahlungsbeträgen konfrontiert werden.

Durch eine rechtssichere Prüfung der gewerblichen Nebenkostenabrechnung von einem Anwalt können Sie möglicherweise erwirken, dass Sie den Nachzahlungsbetrag deutlich kürzen können, ggf. keine Nachzahlung leisten müssen oder sogar zu viel gezahlte Nebenkosten zurückfordern können.

Bei einer Prüfung auf yourXpert erhalten Sie neben der Prüfung und dem Auflisten der Abrechnungsfehler auch Handlungsempfehlungen sowie, falls gewünscht, ein anwaltlich formuliertes Schreiben an Ihren Vermieter.

Durch wen wird die Überprüfung meiner gewerblichen Nebenkostenabrechnung vorgenommen?

Ihre gewerbliche Nebenkostenabrechnung wird von zertifizierten Rechtsanwälten des ZDF-WISO Testsiegers yourXpert vorgenommen. Sie können alle Anwaltsprofile und deren Qualifikationen hier einsehen.

Welche Leistungen sind in dem Beratungsprodukt "Gewerbliche Nebenkostenabrechnung prüfen" enthalten?

Das Beratungsprodukt "Gewerbliche Nebenkostenabrechnung prüfen" beinhaltet folgende Leistungen:

  • Prüfung aller formellen Anforderungen des Gesetzgebers an die Abrechnung.
    Ihr Rechtsanwalt überprüft, ob die Abrechnung den gesetzlichen Anforderungen entspricht, so z.B. die Einhaltung der Abrechnungsfrist, korrekte Auflistung und Aufteilung der einzelnen Nebenkostenpositionen, Abrechnungszeitraum etc.
     
  • Prüfung auf rechnerische Richtigkeit der Abrechnung.
    Ihr Rechtsanwalt überprüft, ob die Abrechnung rechnerisch korrekt durchgeführt wurde. So. z.B. die korrekte prozentuale Aufteilung bei Teilabrechnungen.
     
  • Prüfung der Umlageschlüssel und deren Anwendung.
    Ihr Rechtsanwalt überprüft die Richtigkeit der angewandten Umlageschlüssel und gleicht diese mit den im Mietvertrag festgelegten Verteilerschlüsseln ab.
     
  • Prüfung der Umlegbarkeit der Kostenpositionen im Abgleich mit dem Mietvertrag.
    Ihr Rechtsanwalt überprüft die einzelnen Nebenkostenpositionen und deren Umlegbarkeit unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtssprechung. Es wird überprüft, ob die Nebenkostenbeträge in der Abrechnung korrekt aufgelistet sind.
     
  • Prüfung der Vorauszahlungen und deren korrekte Berücksichtigung.
     
  • Ausführlicher und verständlicher Ergebnisbericht zur Prüfung Ihrer Abrechnung.
    Am Ende der Prüfung erhalten Sie einen umfassenden aber verständlichen Ergebnisbericht mit Hilfe dessen Sie Ihrem Vermieter ggf. vorhandene Abrechnungsmängel nachweisen können und Hinweise zum weiteren Vorgehen.
     
  • Bei Bedarf, erhalten Sie zudem ein anwaltlich formuliertes Schreiben in Ihrem Namen, das Sie direkt an Ihren Vermieter weiterleiten können.
     
  • Sie haben zudem die Möglichkeit Ihrem Anwalt kostenlos Nachfragen zu stellen. So haben Sie auch nach der Prüfung Ihrer gewerblichen Nebenkostenabrechnung noch die Möglichkeit, offene Fragen zu klären.

Welche Unterlagen werden zur Prüfung benötigt und wie kann ich sie übermitteln?

Für die Prüfung wird Ihre aktuelle gewerbliche Nebenkostenabrechnung sowie Ihr Mietvertrag benötigt und ggf. vorliegende Abrechnungsbelege Ihres Vermieters. Die Übermittlung der Unterlagen funktioniert absolut sicher (SSL-verschlüsselt) und völlig unkompliziert über die Upload-Funktion. Hier können Sie Ihre Unterlagen ganz einfach hochladen, so dass Ihr Anwalt diese direkt einsehen kann.

Was kostet die Prüfung meiner gewerblichen Nebenkostenabrechnung?

  • Beratungsprodukt "Gewerbliche Nebenkostenabrechnung prüfen": 169,00 €

zzgl. 3,00 € Einstellgebühr, inkl. MwSt.

In dringenden Fällen ist eine Prüfung, gegen Zahlung eines Aufpreises, auch innerhalb von 12h oder 4h möglich! Eine Prüfung innerhalb von 12 h, kostet 189 € und eine Prüfung innerhalb von 4h, 209 €.

In manchen Fällen überschreitet eine Anfrage, z.B. aufgrund ihres Umfangs, den Wert des hier angegebenen Festpreises. Dann ist es dem Experten vorbehalten, Ihnen einen neuen Preis vorzuschlagen. Selbstverständlich liegt die Entscheidung, ob Sie das neue Angebot annehmen möchten, bei Ihnen.

  • Ab einer Fläche von 300 m² oder mehr als 3 Abrechnungen erstellen wir Ihnen gerne ein individuelles Angebot.

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Bitte beachten Sie, dass die Zahlungsarten Vorkasse, Lastschrift und Rechnung nicht für alle Aufträge geeignet sind. Sollten Sie eine dieser drei Zahlungsarten bevorzugen, wenden Sie sich bitte VOR der Beauftragung an unseren Kund*innenservice unter 0761 21 609 789-0 oder kundenservice@yourxpert.de. Dieser steht Ihnen Mo-Fr von 9-18 Uhr zur Verfügung. Hierbei können Sie klären, ob die gewünschte Zahlungsart für Ihren Auftrag geeignet ist, beziehungsweise ob wir Ihnen diese in Ihrem Fall anbieten können.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Infoseite zu den Zahlungsarten.

Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten für meine Beratung?

Welche Leistungen von Ihrer Versicherung abgedeckt werden, entnehmen Sie am besten Ihrer Police oder erfragen sie bei Ihrer Versicherung. Hier finden Sie weitere Informationen zur Kostenübernahme durch Ihre Versicherung.

Wann kann ich mit einem Prüfbericht rechnen?

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Wie gehe ich nach Erhalt des Prüfungsberichts vor?

Mit den aus dem Prüfungsbericht ersichtlichen Abrechnungsmängeln sollten Sie sich an Ihren Vermieter wenden. Sie erhalten von uns konkrete Handlungsempfehlungen und falls gewünscht ein Schreiben, welches die strittigen Positionen erläutert und Ihnen ein rechtssicheres Auftreten gegenüber Ihrem Vermieter ermöglicht.

Wer kann meine Anfrage bzw. meine Dokumente lesen? Wird meine Anfrage öffentlich sichtbar sein?

Lediglich Sie und Ihr Anwalt können die Dokumente lesen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist Ihre Anfrage zu keiner Zeit öffentlich einsehbar.

Was tun, wenn meine Mietfläche größer als 300 m² ist oder ich mehr als 3 Abrechnungen habe?

Wenn Ihre Mietfläche mehr als 300 m² beträgt oder Sie mehr als 3 Abrechnungen haben, können Sie ein kostenloses und unverbindliches Angebot einholen, um die gewerbliche Nebenkostenabrechnung prüfen zu lassen. Nach einer kostenlosen Vorabprüfung wird Ihnen Ihr Anwalt einen individuellen und fairen Preisvorschlag machen, der genau auf Ihre Abrechnung bzw. Abrechnungen zugeschnitten ist.

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