E-Mail oder Benutzername: Passwort: Passwort vergessen?
ODER Login mit Google
  • Kostenlos registrieren
  • Hilfe & Service
Kostenlose Anfrage
Zurück zu allen Antworten

yourXpert:
(Steuerberater)
Termin?





zertifiziert
Dieser Experte hat seine Qualifikation nachgewiesen und ist von uns zertifiziert!

Geld-Zurück-Garantie
Geld-Zurück-Garantie: Dieser Experte bietet Ihnen für X-Mails eine Geld-zurück-Garantie: War die Beratung inhaltlich nicht korrekt, erhalten Sie Ihr Geld zurück!
"Sie erhalten Auskünfte im Bereich Buchhaltung, Jahresabschluss und Umsatzsteuer. Für Beratung bei Ihrer Steuererklärung, Abfindungen oder Erbschaftssteuer stehe ich ebenso gerne zur Verfügung. "
yourXpert wurde ausgezeichnet
ZDF WISO Testsieger
1. Platz Internetauftritt und Datensicherheit
Online-Rechtsberatung
Branchengewinner
"Erlebter Kundenservice"
DIE WELT
Service-Champions 2017
Im Test: 8 Anbieter
Veröffentl. in DIE WELT, 19.10.17
Kundenmeinungen
Qualifizierte Experten
Bereits 15.239 Bewertungen bestätigen den hohen Beratungsstandard unserer Experten:
4,8 / 5,0
sehr gut
» Mehr dazu hier

steuerliche Behandlung von Immobilen Tauschvertrag

| Preis: 62 € | Einkommensteuererklärung
Beantwortet von Steuerberater Björn Balluff

Hier mein Fall:
- Geschieden seit Mai 2017
- Gemeinsames Eigentum mit Exfrau, Eigentumswohnung und Einfamilienhaus jeweils zu 50% im Grundbuch
- Eigentumswohnung erworben in 2002, keine Restschuld (abbezahlt), Wert 2019 laut Gutachten: ca. 150.000 Euro, ist in Vermietung
- Haus gebaut in 2011, noch Restschulden vorhanden, Wert 2019 laut Gutachten: ca. 320.000 Euro, ist in Eigennutzung
- Tauschvertrag der Immobilen in 2019 geschlossen
- Exfrau bekommt das Haus, ich die Wohnung
- Notarieller Tauschvertrag ergab unter Berücksichtigung der Immobilienwerte, siehe oben, und der Restschulden noch eine Ausgleichszahlung von ca. 20.000 Euro an mich

Fragen:
- Wie ist hier die steuerliche Behandlung des Tauschvertrages? Können Steuern anfallen und wenn ja welche?
- Kann ich meine anteiligen Notarkosten für den Tauschvertrag bei der Einkommensteuer 2019 absetzen?

Danke! Ändern


Sehr geehrter Ratsuchender,

der Tauschvertrag führt zu einer Veräußerung des 50 % Anteils des Einfamilienhauses an Ihre Frau. Weiterhin veräußert Ihre Frau ihren 50 % Anteil an der Eigentumswohnung an Sie.

Die Gegenleistung für die Übertragung liegt in der erhaltenen Gegenleistung (Verkehrswert Anteil) zzgl. der von der Gegenseite übernommenen Verbindlichkeiten sowie einem Barausgleich. Aufgrund der Angabe über den Barausgleich lässt sich eine Gegenleistung i.H. v. 160.000 Euro ermitteln:

Verkehrswert Wohnung 75.000 Euro + übernommene Verbindlichkeit 65.000 Euro + Barausgleich 20.000 Euro = 160.000 Euro

Grundsätzlich würde in der Übertragung des 50 % Anteils an dem Einfamilienhaus ein privates Veräußerungsgeschäft gem. § 23 EStG liegen. Wenn das Einfamilienhaus bis zur Übertragung des Anteils ununterbrochenen zu eigenen Wohnzwecken genutzt worden ist, ist die Veräußerung steuerfrei. Dies gilt auch, wenn das Einfamilienhaus in den letzten drei Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt worden ist. Eigene Wohnzwecke meint, dass Sie dort einen eigenen Haushalt, z.B. im Rahme der Ehe, geführt hatten.

Sie haben angegeben, dass das Einfamilienhaus in Eigennutzung ist. Daher gehe ich von einer steuerfreien Veräußerung aus.

Die Übernahme des 50 % Anteils an der Eigentumswohnung führt zum Beginn einer 10-jährigen Veräußerungsfrist. Wenn Sie ununterbrochen die Eigentumswohnung (seit Kauf des Anteils) zu eigenen Wohnzwecken genutzt haben, weil Sie dort einen eigenen Haushalt führen, wäre die Veräußerung auch innerhalb der Veräußerungsfrist steuerfrei.

Die anteiligen Notarkosten für die Übertragung des Einfamilienhaus können nicht steuerlich geltend gemacht werden, weil die Veräußerung von der Einkommensteuer befreit ist. Diejenigen Notarkosten die auf die Übernahme des 50 % Anteils an der Eigentumswohnung entfällt können möglicherweise zukünftig geltend gemacht werden. Dafür müsste es zu einer steuerpflichtigen Veräußerung kommen. Dies wäre der Fall, wenn Sie die Wohnung zunächst vermieten und anschließend bis 2030 (2020 - 2030 = 10 Jahre; tagegenaue Berechnung!) veräußern.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen Ausführungen weiterhelfen konnte. Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gerne per Kommentarfunktion zur Verfügung. Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Björn Balluff

War diese Antwort hilfreich?

Sie haben eine Frage? Holen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich Angebote unserer Experten ein!

Nach dem Einstellen Ihrer Frage erhalten Sie individuelle Preisangebote unserer Experten, aus welchen Sie einfach das für Sie passende Angebot auswählen können!

Unsere Experten stehen Ihnen jetzt zur Verfügung. Stellen Sie jetzt Ihre Frage!

Hier kostenlos und unverbindlich Angebote einholen!

Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare
Kunde
03.02.2020 08:14 Uhr
Sehr geehrter Herr Balluff,
die Antwort ht mir schon einmal sehr weitergeholfen.
Eine letzte klärende Frage wäre noch, wenn ich die die Wohnung innerhalb der 10 Jahre für z.B. 170.000 Euro verkaufen würde. Welchen Betrag müsste ich dann versteuern?
Die kompletten 20.000 Euro (Wertgutachten 2019 = 150.000 Euro), nur die Hälfte, da ich ja nur 50% der Wohnung erworben habe, oder die Differenz zum Kaufpreis von 2002? Oder einen ganz anderen Betrag?

Danke&Gruß
Kunde
03.02.2020 08:21 Uhr
ach ja, und das Haus war leider nicht in Eigennutzung sondern bis Dez 2018 vermietet
Björn Balluff
14.02.2020 14:18 Uhr
Guten Tag,

die Übertragung der Anteile an dem Einfamilienhaus sind aufgrund der Vermietung des Hauses steuerpflichtig. Die Frist war noch nicht abgelaufen (2011-2021). In diesem Fall sind die Notarkosten für die Übertragung auch als Verkaufskosten abzugsfähig. Insoweit können Sie diese steuerlich geltend machen.

Für den späteren Verkauf der Wohnung würde nur 50 % des Verkaufspreises (50 % - Anteil) den Anschaffungskosten von 160.000 Euro (meine Berechnung) gegenübergestellt werden.
Die schon in 2002 erworbenen 50% sind wegen Ablauf der Veräußerungsfrist steuerfrei.

Mit freundlichen Grüßen,
Björn Balluff