E-Mail oder Benutzername: Passwort: Passwort vergessen?
ODER Login mit Google
  • Kostenlos registrieren
  • Hilfe & Service
Kostenlose Anfrage
Zurück zu allen Antworten

yourXpert:
(Rechtsanwältin, Schlichterin)
Termin?





zertifiziert
Dieser Experte hat seine Qualifikation nachgewiesen und ist von uns zertifiziert!

"Familienrecht ist nicht nur eine rechtliche Beratung, sondern es steckt eine Geschichte dahinter. Ich höre Ihnen zu und führe Sie in schwierigen Situationen zu Ergebnissen. Ich berate Sie auch gerne in den anderen genannten Rechtsgebieten. "
yourXpert wurde ausgezeichnet
ZDF WISO Testsieger
1. Platz Internetauftritt und Datensicherheit
Online-Rechtsberatung
Branchengewinner
"Erlebter Kundenservice"
DIE WELT
Service-Champions 2017
Im Test: 8 Anbieter
Veröffentl. in DIE WELT, 19.10.17
Kundenmeinungen
Qualifizierte Experten
Bereits 14.772 Bewertungen bestätigen den hohen Beratungsstandard unserer Experten:
4,8 / 5,0
sehr gut
» Mehr dazu hier

Mietminderung

| Preis: 82 € | Mietrecht
Beantwortet von Rechtsanwältin, Schlichterin Brigitte Draudt

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hätte folgende Frage:

Anfang November 2019 wurde in meiner Wohnung Schimmel durch den Wasser/Dachschaden festgestellt. Da mein Sohn an Asthma Bronchiale leidet, wurde er sofort zu seiner Großmutter gebracht und wohnt/übernachtet dort bis heute.
Ich habe mich sofort nach einer neuen Wohnung umgeschaut und einen Mietvertrag ab dem 01.01.2020 unterzeichnet.
An meinen Vermieter habe ich sowohl die ordentliche als auch die fristlose Kündigung gesendet. Die ordentliche Kündigung wurde mit dem Kündigungsdatum 29.02.2020 bestätigt. Die außerordentliche Kündigung wurde nicht beantwortet.

Dadurch, dass es sich um einen Schaden am Haus handelt, trägt die Hausverwaltung die Kosten.

Im Zeitraum vom 04.12.2019 bis 20.12.2019 wurde in einem Zimmer ein Luftentfeuchter aufgestellt. Am 20.12.2019 wurde mitgeteilt, dass der Maler erst Mitte Januar einen voraussichtlichen Termin für das Streichen der beschädigten Wände mitteilen kann.

Meine Anfragen an die Hausverwaltung und an den Vermieter bzgl. der Übernahme der evtl. Hotelkosten blieben unbeantwortet.

Meine Frage: Besteht für mich die Möglichkeit, die Miete für Dezember rückwirkend erstatten zu lassen und die Mieten für Januar und Februar bis zu dem Termin, an dem der Schaden komplett behoben werden kann, zu mindern?

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrte Fragestellerin, 

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Sie sollten den Vermieter anschreiben und die Miete für Januar und Februar mindern. Je nach Ausmaß der Schadens und Bewohnbarkeit der Wohnung ist eine Mietminderung möglich. Hierzu kann ich leider ohne nähere Angaben keinen Prozentsatz mitteilen. Sicherlich sind gemäß Ihren Angaben aber 30 % gerechtfertigt, ggf. auch mehr. Das müsste man anhand von näheren Angaben prüfen. Bei einer absoluten Unbewohnbarkeit können es bis zu 100 % sein.

Die Dezember Miete können Sie entsprechend zurückfordern. Der Grundsatz, dass man dem Vermieter erst vom Schaden mitteilen muss, gilt hier nicht, da er bereits Bescheid weiß. 

Schadensersatz für Hotelkosten u.a. ist allerdings nur insoweit möglich, wie eine Hotelunterbringung notwendig ist und auch nur, wenn tatsächlich Kosten entstehen. Wenn Ihr Sohn bei der Oma ist, so fallen keine Hotelkosten an und können auch nicht geltend gemacht werden. Sie bräuchten zumindest ein ärztliches Attest, das bescheinigt, dass der Sohn nicht in der Wohnung sein kann. Im Rahmen Ihrer Schadensminderungspflicht müssten Sie dann aber auch begründen können, warum er nicht mehr bei der Oma bleiben kann. 

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für 2020. Nutzen Sie ggf. gerne die kostenlose Nachfragefunktion. 

Brigitte Draudt 

Rechtsanwältin 

War diese Antwort hilfreich?

Sie haben eine Frage? Holen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich Angebote unserer Experten ein!

Nach dem Einstellen Ihrer Frage erhalten Sie individuelle Preisangebote unserer Experten, aus welchen Sie einfach das für Sie passende Angebot auswählen können!

Unsere Experten stehen Ihnen jetzt zur Verfügung. Stellen Sie jetzt Ihre Frage!

Hier kostenlos und unverbindlich Angebote einholen!

Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare
Kunde
27.12.2019 18:59 Uhr
Sehr geehrte Frau Draudt,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ich hätte nur eine Rückfrage:
Kann ich bei der Überweisung der Januar- Miete jeweils 30% der Januar sowie der Dezember -Miete abziehen (60%) oder soll ich 30% der Dezember- Miete zurückfordern und bei der Überweisung der Januar-Miete nur 30% abziehen?

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

M. H.
Brigitte Draudt
27.12.2019 20:37 Uhr
Sehr geehrte Fragestellerin,
eigentlich müssten Sie zurück fordern, doch dann ist es unwahrscheinlich, dass Sie Ihr Geld wieder bekommen.
Daher sollten Sie mit Ankündigung 60% einbehalten.
Mit freundlichen Grüßen
Draudt Rechtsanwältin

Ähnliche Fragen