Passwort vergessen?
ODER Login mit Google
  • Meine Beratungen
  • Kostenlos registrieren
  • Hilfe & Service
Kostenlose Ersteinschätzung

Grunderwerbssteuer Befreiung Erbauseinandersetzung

| Preis: 66 € | Erbrecht
Beantwortet von Rechtsanwalt Dr. Holger Traub

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine drei Geschwister und ich haben 2006 von meinen Eltern ein Haus geerbt (Wert: 120.000 Euro). Im Grundbuch stehen wir vier "in Erbengemeinschaft". Ich möchte meinen drei Geschwistern das Haus abkaufen. Ist der Erwerb der Anteile meiner Geschwister (drei mal 30.000 Euro) nach § 3 Nr. 3 GrEStG von der Grunderwerbssteuer befreit oder gilt die Befreiung nur für Fälle, in denen Nachlasswerte gegeneinander aufgerechnet werden?

Viele Grüße
A. Bock

Sie haben eine Frage im Bereich Erbrecht? Nutzen Sie unsere Anwaltshotline:
0900-1010 999 * anrufen
Kennung eingeben: 18537
» Sie werden sofort mit einem*einer Anwält*in verbunden!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage über yourXpert.

Gerne will ich Ihre Frage beantworten. Bitte beachten Sie, dass nicht im Sachverhalt genannten Angaben nicht bei der rechtlichen Beurteilung berücksichtigt werden können.

Der Erwerb des Grundstücks Ihrerseits aus der Erbengemeinschaft heraus ist von der Grunderwerbsteuer befreit.

Nach § 1 GrEStG löst der Kauf eines Grundstückes Grunderwerbsteuer aus.

In Ihrem Fall hilft jedoch § 3 Nr. 3 GrEStG weiter. Dort heißt es:

" Von der Besteuerung sind ausgenommen ... der Erwerb eines zum Nachlaß gehörigen Grundstücks durch Miterben zur Teilung des Nachlasses."

Nach § 3 Ziff. 3 GrEStG wird ein Grundstückserwerb von der Grunderwerbsteuer befreit, wenn das Grundstück

  1. zum Nachlass gehört und
  2. ein Miterbe das Grundstück durch Nachlassteilung
  3. von der Erbengemeinschaft erhält.

Ein Vermögensgegenstand gehört, wenn der Erblasser mehrere Erben hinterlässt, zum Nachlass, wenn er den Erben in dieser Eigenschaft zur gesamten Hand zusteht. Voraussetzung dafür ist, dass das betreffende Grundstück zum ungeteilten Nachlass gehört.

Wenn Sie für Ihren Fall absolute Rechtssicherheit erhalten wollen, können Sie beim zuständigen Finanzamt eine sog. verbindliche Auskunft stellen (vgl. § 89 AO). Hierdurch beurteilt das Finanzamt Ihren Steuerfall vorab und hält sich auch bei der Veranlagung sodann hieran.

Eine solche Abfrage würde ich Ihnen auf jeden Fall anraten, da insbesondere bei der GrESt selbst kleinste Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen können.

Ich hoffe ich konnte Ihre Frage zufriedenstellend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

War diese Antwort hilfreich?

Sie haben eine Frage im Bereich Erbrecht?

Raten Sie nicht weiter!

Unsere Rechtsanwält*innen geben Ihnen gerne eine kostenlose
Ersteinschätzung zu Ihrem Anliegen.

Jetzt kostenlose Ersteinschätzung einholen


yourXpert:
(Rechtsanwalt)
Termin?
Frage ab 72 €
Chat 2,49 € / Min
Termin vereinbaren
94 Bewertungen

"Herr Rechtsanwalt Dr. Traub ist spezialisiert auf die Beratung von komlexen und/oder umfangreiche rechtliche Fragestellungen durch Unternehmer und Privatpersonen."
448 Antworten
ZDF WISO Testsieger

    So funktioniert's

  1. Kostenlose anwaltliche Ersteinschätzung
  2. Unverbindliches Festpreisangebot
  3. Angebot annehmen und Rechtsberatung erhalten
Anliegen schildern
Jetzt zum Newsletter anmelden und die besten Rechts-Tipps erhalten
+ exklusive Gutscheinaktionen für alle Beratungsbereiche