E-Mail oder Benutzername: Passwort: Passwort vergessen?
ODER Login mit Google
  • Kostenlos registrieren
  • Hilfe & Service
Kostenlose Anfrage
Zurück zu allen Antworten

yourXpert:
(Steuerberater)


zertifiziert
Dieser Experte hat seine Qualifikation nachgewiesen und ist von uns zertifiziert!

Geld-Zurück-Garantie
Geld-Zurück-Garantie: Dieser Experte bietet Ihnen für X-Mails eine Geld-zurück-Garantie: War die Beratung inhaltlich nicht korrekt, erhalten Sie Ihr Geld zurück!
"Ihr Ansprechpartner bei: Vermietung, Immobilienbesteuerung, GmbH, Einkommensteuer, Erbschaft- und Schenkungsteuer, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer oder Finanzbuchhaltung: Ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich einfach!"
yourXpert wurde ausgezeichnet
ZDF WISO Testsieger
1. Platz Internetauftritt und Datensicherheit
Online-Rechtsberatung
Branchengewinner
"Erlebter Kundenservice"
DIE WELT
Service-Champions 2017
Im Test: 8 Anbieter
Veröffentl. in DIE WELT, 19.10.17
Kundenmeinungen
Qualifizierte Experten
Bereits 73.751 Beratungen bestätigen den hohen Beratungsstandard unserer Experten:
4,8 / 5,0
sehr gut
» Mehr dazu hier

erbschaftssteuer bei selbstbewohnter immobilie

| Preis: 50 € | Erbschaftssteuer
Beantwortet von Steuerberater Knut Christiansen in unter 1 Stunde

Tod des Erblassers Dez2018. kein Testament. Erbengemeinschaft aus Sohn und Tochter. Erbe: Haus A (500.000) seit 2007 selbstbewohnt durch Sohn, Haus B (400.000) vermietet, HausC (100.000) leerstehend/unbewohnt, Bankguthaben (160.000)

Erbauseinandersetzung im August2020:
Sohn überträgt seinen Anteil des Hauses A an Tochter
Tochter überträgt ihre Anteile von Haus B und C an Sohn. Guthaben wird geteilt.

Fall 1: Sohn zieht im sept2020 aus Haus A aus, Tochter zieht dauerhaft ein ( für mind 10jahre)

Fall 2: Sohn bleibt weiterhin die nächsten 10 Jahre im Haus A wohnen (obwohl es ihm nicht mehr anteilig gehört) und die Tochter zieht im sept 2020 ebenfalls in das Haus A dauerhaft ein.
Eigeninitiative Abgabe einer gemeinsamen Erbschaftssteuererklärung im Juli2020 (keine vorherige Aufforderung durch das FA)

Wer muss wieviel erbschaftssteuer zahlen?
Oder besteht steuerl. Befreiung aufgrund der Selbstnutzung der Immobilie (Haus A)? Welche Bedeutung hat die nachträgliche Erbauseinandersetzung für die Erbschaftssteuer?


Guten Tag und vielen Dank für die Beauftragung bei yourXpert!

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen gerne im Rahmen einer Erstberatung beantworten.

Grundsätzlich erben T und S jeweils 580.000 EUR. Die Auseinandersetzung des Erbes hat insofern keine Bedeutung, weil die Immobilien B+C mit 500.000 EUR den gleichen Wert haben wie Immobilie A.

Eine Befreiung des Familienheims (Immobilie A) kann steuerlich nur dann erfolgen, wenn der Erblasser die Immobilie vorab selbst bis zum Erbfall zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat. Das lag hier laut Sachverhalt meines Erachtens aber nicht vor, wenn ich Sie richtig verstehe. Insofern ist Immobilie A grundsätzlich steuerpflichtig.

Haus B wird aufgrund der Fremdvermietung lediglich mit 90% des Wertes angesetzt (§ 13d ErbStG), so dass 360.000 EUR steuerpflichtig sind. Damit müssen T+S folgende Werte der Besteuerung unterwerfen:

Haus A: 500.000 EUR
Haus B 360.000 EUR
Haus C: 100.000 EUR
Barvermögen: 160.000 EUR
Summe: 1.120.000 EUR
abzgl. Kosten des Nachlass - Pauschale 10.300 EUR
= steuerpflichtiger Erwerb = 1.109.700 EUR

Je Kind = 554.850 EUR
abzgl. Freibetrag § 16 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG: 400.000 EUR
= steuerpflichtiger Erwerb 154.850 EUR
Steuersatz § 19 ErbStG: 11%
festzusetzende Erbschaftsteuer je Kind: 17.033 EUR

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

War diese Antwort hilfreich?

Sie haben eine Frage? Holen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich Angebote unserer Experten ein!

Nach dem Einstellen Ihrer Frage erhalten Sie individuelle Preisangebote unserer Experten, aus welchen Sie einfach das für Sie passende Angebot auswählen können!

Unsere Experten stehen Ihnen jetzt zur Verfügung. Stellen Sie jetzt Ihre Frage!

Hier kostenlos und unverbindlich Angebote einholen!

Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare
Kunde
18.08.2020 12:24 Uhr
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Doch der Erblasser (verstorbener Vater) hat bis zum Tod gemeinsam mit dem Sohn das Haus A bewohnt
Knut Christiansen
18.08.2020 13:45 Uhr
Vielen Dank für die Ergänzung!

Zu Fall 1 ist es nach meiner Ansicht so, dass keine Steuerbefreiung gewährt wird. Gefordert wird vom Gesetzgeber eine unverzügliche Selbstnutzung durch den Erwerber. Hier wird eine Frist von etwa 6 Monaten nach dem Erbfall als angemessen gesehen. Diese Frist wäre im Juli 2020 abgelaufen.

Gleiches gilt für Fall 2: Tochter zieht erst später als 6 Monate nach dem Erbfall in die Wohnung. Die Selbst- bzw. Weiternutzung durch S wird ihr nicht angerechnet.

Schöne Grüße!
Kunde
18.08.2020 14:18 Uhr
ja danke. ich muss das wohl so hinnehmen obwohl es schwer nachvollziebar ist da der Sohn vor dem Tod des Vaters gemeinsam mit diesem in einem Haushalt in Haus A wohnte und nach dem Tod dieses Haus (nun alleine) weiter bewohnte und noch immer bewohnt. Der hat also zu keinem Zeitpunkt woanders gewohnt, die Selbstnutzung mithin unverzüglich und nachweislich erfolgte...
Knut Christiansen
18.08.2020 14:23 Uhr
Problematisch ist hier aus meiner Sicht, dass das Haus nach Teilung des Nachlasses nicht Ihnen, sondern Ihrer Schwester übertragen wird/wurde.