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Erbfall

| Preis: 86 € | Immobilienrecht
Beantwortet von Rechtsanwalt Dr. Andreas Neumann

Wir haben Schenkungen von unserem Onkel bekommen. Durch Überweisungen von seinem Girokonto. Es ist nicht notariell bestätigt. Sondern nur über sein Girokonto bestätigt.

Zeugen gibt es aber nur im verwandschaftlichen Verhältnis.

Seine Ehefrau ist Alleinerbin von der seit 2002 vollständig getrennt lebt.

Bitte teilen Sie uns mit wie dies von Gesetz bewertet wird. Und welche Forderungen eventl. auf uns Zukommen.



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Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

zunächst einmal mein herzliches Beileid zum Verlust Ihres Onkels und vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich einer vor seinem Tod erfolgten und vollzogenen Geld-Schenkung.

Grundsätzlich haben Sie mit Ihrer Intuition Recht: 

Gem. § 518 Abs. 1 BGB ist zur Gültigkeit eines solchen Schenkungsvertrags eigentlich die notarielle Beurkundung erforderlich.

Allerdings wird gem. § 518 Abs. 2 BGB der Mangel der Form durch die Bewirkung der versprochenen Leistung geheilt. Dadurch also, dass Ihr Onkel Ihnen das Geld überwiesen hat, ist der Schenkungsvertrag voll wirksam geworden, auch wenn er lediglich mündlich abgeschlossen worden war. Das Fehlen eines notariellen Schenkungsvertrags ist also unschädlich, da Ihnen das Geld bereits zugekommen ist und dadurch die Schenkung bewirkt wurde.

Einziges Problem könnte der Nachweis der damaligen Schenkungsabrede sein, wenn die Alleinerbin Ihnen gegenüber behaupten sollte, die Überweisung sei aufgrund eines Ihnen gewährten Darlehens erfolgt. Anhand der Zeugenaussagen würde ein solcher Vortrag aber voraussichtlich als falsch widerlegt werden können.

Dass es sich bei den Zeugen um Verwandte handelt, macht deren Aussage nicht unverwertbar. Zudem gibt es auch keine Vermutung dafür, dass hingegebenes Geld stets ein Darlehen ist. Das bedeutet, dass die Alleinerbin die Beweislast für das Vorliegen eines Darlehens tragen würde. Ein solcher Nachweis würde ihr aber nicht gelingen.

Bitte beachten Sie noch, dass ein solche Geld-Schenkung auch dann dem Finanzamt angezeigt werden muss, wenn die Freibeträge nicht überschritten sind. Ein entsprechendes Formular können Sie bei dem für Sie zuständigen Finanzamt oder über Ihre Steuerberaterin bzw. Ihren Steuerberater anfordern.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Auskunft weiterhilft. Sollte etwas unklar sein oder Sie eine Vertiefung wünschen, so fragen Sie gerne ohne Mehrkosten nach, damit ich Sie auf jeden Fall rundum zufriedenstellen kann. Über eine positive Bewertung mit der vollen Punktzahl würde ich mich abschließend sehr freuen.

Mit den besten Grüßen aus Münster in Westfalen

Dr. Andreas Neumann

Rechtsanwalt

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Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare
Kunde
09.08.2018 11:52 Uhr
Dies war versehentlich. Bitte teilen Sie mir mit wie das Korrekturen kann.
Dr. Andreas Neumann
09.08.2018 12:11 Uhr
Alles klar, gerne per Mail an den Support unter kundenservice@yourxpert.de wenn es Ihnen nichts ausmacht. Vielen Dank schonmal und beste Grüße, Andreas Neumann

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