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Eingruppierung BAT AOK-neu als Firmenkundenberaterin

25.01.2018 | Preis: 36 € | Arbeitsrecht
Beantwortet von Rechtsanwältin Uta Ordemann

Fragestellung

Guten Tag,

ich arbeite seit fünf Jahren in einer Bezirksdirektion der AOK als Firmenkundenberaterin,
und bin in der Vergütungsgruppe 6 (BAT AOK-neu) eingestuft.
Bei anderen Direktionen bei der AOK werden
Kollegen mit exakt gleicher Tätigkeit in BAT 7 bezahlt.
Nun wollte ich von Ihnen wissen,
wie die Chancen auf eine Höhergruppierung stehen?
Könnten sie mein Tätigkeitsprofil mit der Vergütungsordnung
abgleichen, und mich informieren.
Vielen Dank.
Julia Lang


Meine Tätigkeiten sind.
Sie beraten und betreuen unsere Firmenkunden umfassend, fallabschließend und kundenorientiert zu allen Fragen im Versicherungs- und Beitragsmanagement
• Schriftlich sowie telefonisch kommunizieren Sie mit unseren Firmenkunden
• Das Führen der Beitragskonten einschließlich der Beitragserstattung fällt in Ihren Aufgabenbereich
• Meldevorgänge und Inboxeinträge (Meldungen, AAG Freigaben, Betriebsprüfungen) bearbeiten Sie eigenverantwortlich
• Sie gewinnen und halten Kunden und nutzen die vertrieblichen Chancen im Rahmen Ihrer Tätigkeit
Sie sind persönliche/r und telefonische/r Ansprechpartner/in für unsere Kunden und fungieren als Lotse im Gesundheitssystem.
• Dazu beraten Sie unsere Versicherten und Firmenkunden vollumfänglich zu allen leistungs- beitrags- und versicherungsrechtlichen Fragen.
• Sie berücksichtigen individuelle Kundenbedürfnisse und nutzen unsere attraktiven Zusatzangebote für eine effiziente Beratung.


Vergütungsgruppe 6
Beschäftigte mit Tätigkeiten, die gründliche und vielseitige Fachkenntnisse und mindestens zu einem Drittel selbstständige Leistungen erfordern
zum Beispiel:
1. Beschäftigte im Leistungs- oder Versicherungs- oder Beitrags- oder Vertragsbereich, die
- Sachverhalte bearbeiten oder
- Abrechnungen sachlich prüfen oder
- Zahlungen sachlich feststellen,
wenn sie sich durch ihre Leistungen aus der Vergütungsgruppe 5 herausheben (Proto-kollnotiz)
2. Vollziehungsbeamte/Vollziehungsbeamtinnen nach zwölf Monaten *)
3. Beschäftigte im Außendienst in der Mitgliederbestandspflege für längstens sechs Mona-te
4. Beschäftigte im Schreibdienst mit umfassenden Sekretariatsaufgaben
5. Gruppenleiter/Leiter/Gruppenleiterinnen/Leiterinnen der Datenerfassung
6. Operatoren in der DV-Produktion spätestens nach sechs Monaten
7. Arbeitsvorbereiter/-vorbereiterinnen in der DV-Produktion spätestens nach sechs Mona-ten
8. Anwendungsprogrammierer/-programmiererinnen in der Einarbeitung für längstens sechs Monate
Protokollnotiz zu Ziff. 1:
Die tarifschließenden Parteien sind sich einig, dass dieses Merkmal in der Regel nach zwei-jähriger Tätigkeit erfüllt ist.
*) Wegen der Regelungen des Vollstreckungsgesetzes für das Saarland gilt Ziffer 4 auch für Vollstre-ckungsbeamte/Vollstreckungsbeamtinnen.
Anlage 1 a
5
Vergütungsgruppe 7
Beschäftigte mit Tätigkeiten, die gründliche und umfassende Fachkenntnisse und selbst-ständige Leistungen erfordern
zum Beispiel:
1. Beschäftigte, die im Leistungs- und Versicherungs- und Beitragsbereich Kun-den/Kundinnen betreuen, oder Beschäftigte im Vertragsbereich, die auch Prüfanträge vorbereiten
2. Beschäftigte der Vergütungsgruppe 6 Ziffer 1 mit zusätzlichen Aufgaben (Protokollnotiz) oder mit umfassenden Aufgaben
3. Beschäftigte in der Gesundheitsberatung (u. a. Ernährungs-, Diät-, Bewegungs-, Stress-beratung)
4. Beschäftigte im Außendienst in der Mitgliederbestandspflege nach spätestens sechs Monaten
5. Beschäftigte im Außendienst in der Betriebsberatung für längstens sechs Monate
6. Sachbearbeiter/Sachbearbeiterinnen bei den Landesverbänden und beim Bundesver-band
7. Beschäftigte im Schreibdienst mit Sekretariatsaufgaben, die sich durch das Maß der Verantwortung aus der Vergütungsgruppe 6 herausheben
8. Leiter/Leiterinnen der Datenerfassung, denen mindestens drei Beschäftigte der Vergü-tungsgruppe 5 unterstellt sind
9. Operatoren in der DV-Produktion, wenn sie sich durch die Bedeutung ihres Aufgaben-gebiets aus der Vergütungsgruppe 6 herausheben
10. Arbeitsvorbereiter/-vorbereiterinnen in der DV-Produktion, die selbstständig die Auslas-tung der Produktionsabläufe sicherstellen
11. Anwendungsprogrammierer/-programmiererinnen spätestens nach sechs Monaten
12. Organisationsprogrammierer/-programmiererinnen in der Einarbeitung für längstens sechs Monate
Protokollnotiz zu Ziff. 2:
Zusätzliche Aufgaben sind u. a.
- die wiederkehrende Vertretung anderer Beschäftigter auf anderen Arbeitsplätzen (§ 18 BAT/AOK-Neu bleibt unberührt),
- Unterstützung von Führungskräften bei Sonderaufgaben

Antwort des Experten

Sehr geehrte Mandantin,

vielen Dank nochmals für Ihre Anfrage, die wie folgt zu beantworten ist:

1. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz darf der Arbeitgeber dieselben Sachverhalte grundsätzlich nicht unterschiedlich behandeln. Das heißt, dass er einzelne Arbeitnehmer, die genau dieselbe Tätigkeit wie andere Arbeitnehmer ausüben, nicht schlechter stellen darf, es sei denn, dass es für diese Schlechterstellung sachliche Gründe gibt.

Sie erwähnen, dass die Kollegen in den anderen Direktionen mit exakt derselben Tätigkeit nach der Vergütungsgruppe 7 bezahlt werden. Damit hätten Sie grundsätzlich aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz den Anspruch, genau so wie Ihre Kollegen behandelt und nach BAT 7 vergütet zu werden.

2. Bei der Beurteilung der Frage, ob genau dieselbe Tätigkeit ausgeübt wird, müssten die folgenden Aspekte besonders beachtet werden:

Sie betreuen und beraten Kunden in allen Fragen des Versicherungs- und Beitragsmanagements. Die Vergütungsgruppe 6 stellt insoweit darauf ab, dass die Kunden entweder im Leistungs- oder Versicherungs- oder Beitragsbereich beraten werden. Es handelt sich somit um eine alternative Aufzählung- Das heißt, dass Sie den Leistungsbereich nicht abdecken müssen, um in die Vergütungsgruppe 6 eingruppiert zu werden. Es würde aufgrund der alternativen Aufzählung auch ausreichen, wenn Sie in einem der genannten Bereiche tätig wären.

Die Vergütungsgruppe 7 enthält hingegen eine kumulative Aufzählung. Das bedeutet, dass Voraussetzung für die Eingruppierung nach BAT 7 grundsätzlich ist, dass der Mitarbeiter in allen 3 genannten Bereichen (Leistungs-, Versicherungs- und Beitragsbereich) berät.

Da Sie nach dem Stellenprofil offensichtlich in allen 3 genannten Bereichen tätig sind, haben Sie damit grundsätzlich auch einen Anspruch darauf, nach BAT 7 vergütet zu werden. Das gilt insbesonder dann, wenn die Kollegen in den anderen Direktionen exakt dieselben Tätigkeiten ausüben. Ihr Arbeitgeber darf Sie dann nicht schlechter stellen, es sei denn, dass es sachliche Gründe hierfür gibt.

In Betracht käme sonst auch eine Höhergruppierung gemäß BAT 7 Ziffer 2, wenn Sie regelmäßig die in der Protokollnotiz aufgeführten zusätzlichen Aufgaben übernehmen, Sie also regelmäßig Führungskräfte bei Sonderaufgaben unterstützen oder immer wiederkehrend andere Beschäftigte vertreten.

Insegsamt bestehen daher aus meiner Sicht gute Chancen auf eine Höhergruppierung. Falls Sie noch Fragen haben, melden Sie sich jederzeit gern.

Mit freundlichen Grüßen

Uta Ordemann

Rechtsanwältin

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Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare
Kunde - 04.02.2018 22:36:

Hallo Frau Ordemann,
Habe ich das richtig verstanden;dass ich auch (und) im Leistungsbereich beraten muss?
Aber grundsätzlich muss ich keine Sonderausgaben übernehmen,um bat 7 zu bekommen?
Dankeschön

Uta Ordemann - 04.02.2018 23:02:

Hallo Frau Lang,

ja, das ist richtig. Nach Ziffer 1 der Vergütungsgruppe 7 müssten Sie auch im Leistungsbereich sein, da dies eine kumulative Aufzählung ist. Oder Sie müssten (alternativ) gemäß Ziffer 2 der Vergütungsgruppe 7 mit Sonderaufgaben betraut sein. Die Ziffer 2 müssen Sie nicht zusätzlich erfüllen, falls Sie bereits die Kriterien der Ziffer 1 erfüllen.

Mit besten Grüßen

Uta Ordemann