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Abrechnung mit Singapur (Umsatzsteuer)

| Preis: 64 € | Umsatzsteuer
Beantwortet von Steuerberater Bernd Thomas

Sehr geehrter Experte.

Mein Wohnsitz ist in Singapur und auch mein Unternehmen. Ich hatte mit einem deutschen Immobilienentwickler einen Agentenvertrag geschlossen, zwischen mir (persönlich) und dem Unternehmen (Anlage 1). Die Abrechnung nach erfolgreicher Vermittlung mit dem Unternehmen geschah allerdings mit meiner singapurischen Firma (Anlage 2), da das Unternehmen mein Rechtsträger ist.
Mittlerweilen wurden Inkassobüro und Rechtsanwalt eingeschalten um weitere Forderungen (Inkassobüro und Verzugszins) einzutreiben. Nun will mir Inkassobüro und Rechtsanwalt eine Rechnung mit Umsatzsteuer stellen, da diese angeben dass der Agentenvertrag auf mich persönlich (und nicht auf mein Unternehmen) läuft und es zu Problemen mit der Betriebsprüfung kommen könnte. Wie könnte ich diese Umsatzsteuer zurück erstattet bekommen?
Alternativ wurde mir angeboten die Rechnung auf mein Unternehmen (ohne ausgewiesener Umsatzsteuer) zu stellen, jedoch diese im Gesamtbetrag einzukalkulieren (für alle Fälle bei Betriebsprüfung und Nachzahlung USt). Auch dies finde ich nicht optimal, da ich dann 19% mehr zahle.
Alternativ könnte ich meine GmbH in Deutschland zur Abrechnung (mit USt) anbieten. Wäre dies noch ein gangbarer Weg?

Wie ist Ihre Empfehlung für die Abrechnung, sodass die Umsatzsteuer-Thematik korrekt für alle Seiten gelöst ist?


Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage aufgrund Ihrer Angaben im Rahmen einer Erstberatung auf yourXpert. Die Beantwortung erfolgt gemäß der von Ihnen gemachten Sachverhaltsangaben. Fehlende oder fehlerhafte Angaben können das rechtliche Ergebnis beeinflussen.

Die Leistung Ihres Anwalts an Sie ist nicht umsatzsteuerbar. Die Leistung des Inkassounternehmens ist gegebenenfalls steuerbar und steuerpflichtig.

Wenn Sie als Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes auftreten, ist der Ort der Leistung nach § 3a Abs. 2 Satz 1 UStG da, wo Sie als Leistungsempfänger Ihr Unternehmen betreiben (zumindestens solange nicht eine deutsche Betriebsstätte besteht), also in Singapur.

Wenn Sie als Nichtunternehmer zu behandeln sind, dann handelt es sich jedoch um eine sonstige Leistung aus der Tätigkeit als Rechtsanwalt (für die Rechtsanwaltsrechnung), bei der der Ort am Wohnsitz oder Sitz des Leistungsempfängers im Drittlandsgebiet liegt gemäß § 3a Abs. 4 Satz 2 Nr. 3 i.V.m. Satz 1 UStG liegt, somit auch in Singapur. Wenn der Ort in Singapur liegt, ist die Leistung in Deutschland nicht steuerbar.

Die Leistung des Inkassounternehmens an Sie als Nichtunternehmer wäre jedoch in Deutschland umsatzsteuerpflichtig, da sich aus § 3a Abs. 4 Satz 2 Nr. 6 Buchstabe a i.V.m. Satz 1 und i.V.m. § 4 Nr. 8 Buchstabe c letzter Halbsatz UStG ergibt, dass die Einziehung von Forderungen nicht unter die Ortsvorschrift des § 3a Abs 4 UStG zu subsumieren ist. Somit wäre bei der Inkassorechnung an Sie als Nichtunternehmer der Ort nach § 3a Abs. 1 Satz 1 UStG in Deutschland und damit steuerbar und auch steuerpflichtig.

Im Ergebnis ist also die Rechtsanwaltsrechnung auf jeden Fall ohne Umsatzsteuer abzurechnen.

In Bezug auf die Inkassorechnung sollten Sie Ihre Unternehmereigenschaft gegenüber dem Inkassounternehmen nachweisen, beispielsweise durch amtliche Bescheinigung aus Singapur. Allerdings erscheint es so, als hätten Sie die Forderung aus der singaporischen Ltd. entnommen oder übertragen, so dass unklar ist, ob dies nach der Entnahme oder Übertragung eine private oder eine unternehmerische Forderung ist. Somit sind die Befürchtungen des Inkassounternehmens nicht völlig gegenstandslos.

Gegebenenfalls kann mit dem Inkassounternehmen vereinbart werden, dass ohne Umsatzsteuer fakturiert wird, aber einer Rechnungsberichtigung für den Fall, dass im Rahmen einer Betriebsprüfung die Umsatzsteuerpflicht festgestellt wird, bereits jetzt zugestimmt wird.

Gegebenenfalls können Sie für die Umsatzsteuer des Inkassounternehmers Vorsteuervergütung beim Bundeszentralamt für Steuern nach § 18 Abs. 9 UStG i.V.m. § 61a UStDV beantragen, Dies ist jedoch nur möglich, wenn der Jahresbetrag mindesten 500 € beträgt und wenn die singaporische Unternehmereigenschaft nachgewiesen wird.

Gerne stehe ich Ihnen für eine Rückfrage zur Verfügung und im Übrigen würde ich mich, für den Fall, dass Sie mit meiner Beratung zufrieden waren, über eine positive Bewertung hier auf yourXpert sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Thomas

Steuerberater

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Bewertung des Kunden

Kompetente und umfangreiche Beantwortung meines Anliegens. Jederzeit wieder. Besten Dank

Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare
Kunde
15.06.2018 12:59 Uhr
Vielen Dank für Ihre Ausführungen. Diese sind hilfreich.

Wäre es möglich die Unklarheit der Entnahme / Forderung aus der Singapur LTD offiziell mit einem "Übertragungsschreiben" zu fundieren?
Kunde
20.06.2018 06:25 Uhr
Wann darf ich mit Ihrer Antwort zu meiner Rückfrage rechnen?
Ich möchte Ihnen gerne eine sehr gute Bewertung einstellen.
Bernd Thomas
20.06.2018 12:51 Uhr
Sehr geehrter Fragesteller,

ich hatte die Rückfrage leider übersehen, entschuldigen Sie bitte.

Ein Übertragungsschreiben würde wohl nichts ändern, da es ja nichts daran ändern würde, dass die Forderung aus dem Unternehmen entnommen wurde. Man müsste nachweisen, dass Sie als Unternehmer tätig werden.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Thomas
Steuerberater
Bernd Thomas
20.06.2018 15:29 Uhr
Vielen Dank!