Passwort vergessen?
ODER Login mit Google
  • Meine Beratungen
  • Kostenlos registrieren
  • Hilfe & Service
Kostenlose Ersteinschätzung

Verbuchung von Selfpublishing-Tantiemen aus E-Book-Verkäufen

| Preis: 59 € | Umsatzsteuer
Beantwortet von Steuerberater Knut Christiansen in unter 2 Stunden

Ich habe einen kleinen Verlag als Einzelunternehmen und verkaufe u.a. meine Romane als E-Books.
Die E-Book-Tantiemen berechnen sich aus dem Brutto-Verkaufspreis abzüglich der vom Leser / Käufer zu zahlenden Mehrwertsteuer und der von der jeweiligen E-Book-Plattform einbehaltenen Gebühr (quasi eine Art Vermittlungsgebühr).
Meine Fragen dazu:
1. Muss ich in der EÜR als Einnahme
a) den Bruttoumsatz (also den summierten Verkaufspreis der E-Books) angeben oder
b) das, was ich letztendlich an Tantieme ausgezahlt bekommen habe oder
c) die Tantieme zuzügl. der einbehaltenen Gebühr?
2. Falls ich den Brottumsatz (Fall a)) oder die Tantieme zuzügl. der einbehaltenen Gebühren (Fall c)) angeben muss: In welcher Position der EÜR muss ich die von der jeweiligen Plattform einbehaltenen Beträge als Ausgabe erfassen? Ich bitte um genaue Angabe der Zeile(n) bzw. des Begriffs.
3. Richtet sich die Einordnung als Kleinunternehmer (bis 17.500 EUR Umsatz) nach dem o.g. Fall a), b) oder c)? Der Bruttopreis ist ja eigentlich nicht "mein" Umsatz, sondern der der verkaufenden Plattform. Mein Umsatz müsste doch eigentlich die Tantieme zuzügl. der einbehaltenen Gebühr sein, oder? Dies ist sehr entscheidend für mich!
4. Wenn ich demnächst in die Regelbesteuerung falle: Was ist in der Umsatzsteuervoranmeldung bei den steuerpflichtigen Umsätzen als Bemessungsgrundlage zu erfassen? Bruttoumsatz oder ausgezahlte Tantieme? Ich würde z.B. von der Plattform Tolino die Tantieme zuzügl. 19% ausgezahlt bekommen und muss ja diese 19% weiterleiten. Also müsste ich die Tantieme als Bemessungsgrundlage angeben. Ist das richtig?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Sie haben eine Frage an eine*n Steuerberater*in? Nutzen Sie unsere Steuerhotline:
0900-1010 999 * anrufen
Kennung eingeben: 17716
» Sie werden sofort mit einem*einer Steuerberater*in verbunden!

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

1. Muss ich in der EÜR als Einnahme
a) den Bruttoumsatz (also den summierten Verkaufspreis der E-Books) angeben oder
b) das, was ich letztendlich an Tantieme ausgezahlt bekommen habe oder
c) die Tantieme zuzügl. der einbehaltenen Gebühr?

Antwort: Sie müssen die Tantieme zzgl. der einbehaltenen Gebühr als Umsatz angeben. Wobei ich in Ihrer hochgeladenen Abrechnung keine Gebühr erkennen kann. Ihr Umsatz ist das Nettohonorar (auf der Rechnung = Bruttohonorar aufgrund der Kleinunternehmerregelung).

2. Falls ich den Bruttoumsatz (Fall a)) oder die Tantieme zuzügl. der einbehaltenen Gebühren (Fall c)) angeben muss: In welcher Position der EÜR muss ich die von der jeweiligen Plattform einbehaltenen Beträge als Ausgabe erfassen? Ich bitte um genaue Angabe der Zeile(n) bzw. des Begriffs.

Wenn Sie Kleinunternehmer sind: Die Einnahme bitte in Zeile 11 der Anlage EÜR 2018 eintragen. Die Gebühr bitte in Zeile 51 eintragen.


3. Richtet sich die Einordnung als Kleinunternehmer (bis 17.500 EUR Umsatz) nach dem o.g. Fall a), b) oder c)? Der Bruttopreis ist ja eigentlich nicht "mein" Umsatz, sondern der der verkaufenden Plattform. Mein Umsatz müsste doch eigentlich die Tantieme zuzügl. der einbehaltenen Gebühr sein, oder? Dies ist sehr entscheidend für mich!

Richtig: Ihr Umsatz ist die Tantieme ("Honorar" in der Aufstellung von Tolino).


4. Wenn ich demnächst in die Regelbesteuerung falle: Was ist in der Umsatzsteuervoranmeldung bei den steuerpflichtigen Umsätzen als Bemessungsgrundlage zu erfassen? Bruttoumsatz oder ausgezahlte Tantieme? Ich würde z.B. von der Plattform Tolino die Tantieme zuzügl. 19% ausgezahlt bekommen und muss ja diese 19% weiterleiten. Also müsste ich die Tantieme als Bemessungsgrundlage angeben. Ist das richtig?

Korrekt. Ihre Umsatz ist der Nettoumsatz (Tantieme) ohne Umsatzsteuer. Sie führen dann die Umsatzsteuer ab, die Tolino Ihnen im Rahmen der Honorarabrechnung mit auszahlt.

Ich hoffe Ihre Fragen damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen über die Kommentarfunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

War diese Antwort hilfreich?

Sie haben eine Frage im Bereich Umsatzsteuer?

Raten Sie nicht weiter!

Unsere Rechtsanwält*innen geben Ihnen gerne eine kostenlose
Ersteinschätzung zu Ihrem Anliegen.

Jetzt kostenlose Ersteinschätzung einholen

Bewertung des Kunden

Wie prüfen wir die Echtheit von Kundenbewertungen?

Kundenbewertungen, die als verifiziert gekennzeichnet sind, wurden von Kund*innen getätigt, die mit ihrem registrierten Kundenkonto eine kostenpflichtige Beratung erworben haben. Nach Zahlung und Beratungsabschluss erhalten unsere Kund*innen einen Bewertungslink und haben darüber die Möglichkeit, eine entsprechende Bewertung abzugeben.

Bei unseren Bewertungen handelt es sich ausschließlich um verifizierte Bewertungen.

Der auf den Profilen unserer Expert*innen angezeigte Bewertungsdurchschnitt setzt sich ausschließlich aus verifizierten Bewertungen zusammen. Jeder Bewertung wird für die Berechnung des Bewertungsdurchschnitts dabei die gleiche Gewichtung zugemessen.

Wir veröffentlichen alle Kundenbewertungen, unabhängig von der Anzahl der vergebenen Sterne. Eine Löschung findet nur statt, wenn wir dazu rechtlich verpflichtet sind (z.B. beleidigender Inhalt).

Besten Dank für die schnelle und kompetente Antwort und auch das schnelle Feedback zu einer ergänzenden Rückfrage von meiner Seite. Werde wieder auf Sie zukommen, wenn es notwendig wird. Klasse! verifiziert

Antwort des Experten: Herzlichen Dank für die tolle Bewertung!

Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare
Kund*in
Ich habe noch einen Anhang hinzugefügt, eine beispielhafte Abrechnung von Tolino aus dem letzten Jahr, wo ich noch der Kleinunternehmerregelung unterlag. Damit Sie sehen, wie sich die Tantieme berechnet.
02.01.2019 14:39 Uhr
Kund*in
Sehr geehrter Herr Christiansen, vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Die „Gebühr“ ergibt sich quasi indirekt dadurch, dass Tolino nicht 100% des Netto-Erlöses auszahlt, sondern nur 40 bzw. 70% (vgl. 3. Spalte von rechts in der Abrechnung).
Muss ich also nur das reine Honorar als Einnahme in der EÜR eintragen und brauche die Gebühr gar nicht zu beachten oder muss ich das Honorar zuzüglich Gebühr als Einnahme eintragen und die Gebühr als Ausgabe gegenrechnen? Kommt letztendlich auf das gleiche raus, aber ich möchte es natürlich richtig machen.
Nochmals vielen Dank und viele Grüße, M. S.
02.01.2019 16:10 Uhr
Knut Christiansen
Hallo! Sie tragen bitte nur Ihr Honorar ein.

Schönen Gruß!
02.01.2019 16:19 Uhr

yourXpert:
(Steuerberater)
Frage
Frage ab 59 €
688 Bewertungen

"Ihr Ansprechpartner bei: Vermietung, Immobilienbesteuerung, GmbH, Einkommensteuer, Erbschaft- und Schenkungsteuer, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer oder Finanzbuchhaltung: Ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich einfach!"
1601 Antworten
ZDF WISO Testsieger

    So funktioniert's

  1. Kostenlose anwaltliche Ersteinschätzung
  2. Unverbindliches Festpreisangebot
  3. Angebot annehmen und Rechtsberatung erhalten
Anliegen schildern
Jetzt zum Newsletter anmelden und die besten Rechts-Tipps erhalten
+ exklusive Gutscheinaktionen für alle Beratungsbereiche