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Unterhaltskosten an "dauernd getrennt" lebende Ehefrau

| Preis: 52 € | Steuererklärung
Beantwortet von Steuerberater Bernd Thomas

Meine Frau und ich leben seit fast 25 Jahren "dauernd getrennt". Ende 2018 wurde meine Frau wegen Demenz (Pflegegrad 3) in ein Pflegeheim eingewiesen. Meiner Tochter wurde vom Amtsgericht die Vormundschaft übertragen.

Bisher habe ich einen vereinbarten Betrag an Unterhaltskosten gezahlt, den ich über die Anlag U in meiner Einkommensteuererklärung berücksichtigt habe. Wegen fehlender Deckung der Heimkosten ist das zuständige Sozialamt eingeschaltet worden, das einen Unterhaltsanspruch festgelegt hat.
Danach hatte ich für die Monate September bis Dezember 2018 insgesamt 1.017,08 Euro nachzuzahlen. Für das Jahr 2019 wurde ein monatlicher Betrag von 175,88 Euro festgelegt.

Wie bzw. wo kann ich diese zusätzlichen Zahlungen in meiner Einkommensteuererklärung berücksichtigen?

MFG Siegfried Sabottke


Sehr geehrter Herr Sabottke,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage aufgrund Ihrer Angaben im Rahmen einer Erstberatung auf yourXpert. Die Beantwortung erfolgt gemäß der von Ihnen gemachten Sachverhaltsangaben. Fehlende oder fehlerhafte Angaben können das rechtliche Ergebnis beeinflussen.

Unterhaltsleistungen an eine Person, für die Sie gesetzlich unterhaltsverpflichtet sind, sind dem Grunde nach als außergewöhnliche Belastung (Unterhalt) abziehbar.

Wenn Sie jedoch den Sonderausgabenabzug für den Trennungsunterhalt durch die Anlage U erhalten, ist dies vorrangig.

Hierbei werden durch den Antrag des Gebers und die Zustimmung des Leistungsempfängers die gesamten Unterhaltszahlungen von Unterhaltsleistungen gem. § 12 Nr. 2 EStG in Sonderausgaben gem. § 10 Abs. 1a Nr. 1 EStG umqualifiziert (rechtsgestaltende Wirkung des Antrags und der Zustimmung) (vgl. BFH vom 09.12.20019, X R 49/07 sowie BFH vom 22.09.1999 XI R 121/96). Dadurch scheidet ein Abzug der den Höchstbetrag übersteigenden Sonderausgaben als außergewöhnliche Belastungen von vornherein aus (vgl. BFH vom 25.02.2005 III B 77/04 sowie BFH vom 07.11.2000 III R 23/98). Dies gilt auch dann, wenn der Antrag und die Zustimmung auf einen Betrag unterhalb des Höchstbetrages gem. § 10 Abs. 1a Nr. 1 EStG begrenzt wurden (vgl. BFH vom 07.11.2000 III R 23/98). (vgl. Bauschatz in Korn, § 10 EStG Rz. 230.2.10 (September 2015)).

Somit müssten Sie entweder den Betrag bei der Anlage U erhöhen (durch beide Ehegatten, maximal 13.805 € zzgl. übernommener Basis-Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge) oder widerrufen (ebenfalls durch beide Ehegatten), dies ist aber nur mit Wirkung für das Folgejahr möglich (2021). Zudem würde bei außergewöhnlichen Belastungen das eigene Einkommen der Ehefrau berücksichtigt, womit Sie ggf. eine geringere steuerliche Auswirkung erhalten.

Gerne stehe ich Ihnen für eine Rückfrage zur Verfügung und im Übrigen würde ich mich, für den Fall, dass Sie mit meiner Beratung zufrieden waren, über eine positive Bewertung hier auf yourXpert sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Thomas
Steuerberater

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Bewertung des Kunden

Sehr schnelle Beantwortung. Allerdings für diese Allerweltsantwort zu teuer.

Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare
Kunde
24.02.2020 23:12 Uhr
Wer soll denn die Anlage U unterschreiben, wenn in diesem Fall doch zwei Empfänger sind. Meine Frau bzw. ihr Vormund und das Sozialamt???
Bernd Thomas
26.02.2020 08:20 Uhr
Sehr geehrter Fragesteller,

die Anlage U ist von Ihrer Frau zu unterschreiben oder ggf. von einem Bevollmächtigten bzw. einem dazu berechtigten Vertreter (Betreuer, Vormund o.ä.). Das Sozialamt ist dazu nicht befugt.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Thomas
Steuerberater