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Uhrheberrechtsverletzung, verurteilt - private Forderung im Nachgang

| Preis: 40 € | Urheberrecht
Beantwortet von Rechtsanwalt Bernhard Schulte in unter 1 Stunde

Sehr geehrter Herr Schulte,

am 22.08.2014 wurde eine Urheberrechtsverletzung (Filesharing) vom Anschluss meiner Mutter aus begangen, den ich zur damaligen Zeit zwar generell mitbenutzt habe, zu besagtem Tatzeitpunkt (~15 Uhr) allerdings nachweislich nicht zuhause, sondern in 40km Entfernung auf der Arbeit war. Darüber hinaus habe ich rund 10 Minuten vor dem Tatzeitpunkt (also rund 14:50 Uhr) an einem Geldautomaten in der Nähe meiner Arbeit auch noch Geld abgehoben. Ich kann den Internetanschluss zur Tatzeit also nicht mitbenutzt haben, was ich auch mit einem Kontoauszug (Ort und Zeit des Abhebens am Geldautomaten) und der Gehaltsabrechnung für diesen Tag belegen kann.
Meine Mutter hatte an diesem Tag Geburtstag und es waren zum Tatzeitpunkt sowohl Gäste vor Ort, die vermutlich auch Zugang (WLAN-Schlüssel) zu besagtem Internetanschluss hatten, als auch meine Mutter selbst.

Das Gericht hat meine Mutter als Anschlussinhaberin für schuldig befunden und sie wurde zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Ich persönlich wurde weder vorgeladen, befragt, noch in irgendeiner Art und Weise für schuldig befunden.

Im Nachgang der Urteilssprechung (einige Tage später) erreichte mich ein Brief ihres Anwalts mit der Forderung, 2000€ an meine Mutter zu überweisen – mit einer Frist von 14 Tagen. Zitat:

„ [Sachverhalt …]
Die Downloads sind nicht von meiner Mandantin erfolgt, sondern müssen durch Ihren Rechner verursacht worden sein.

Nach diesseitiger Aktenlage stehen Sie als Verursacher fest, so dass ich Sie auffordere den Vergleichsbetrag in Höhe von 2000,00€ an Ihre Mutter zu zahlen.
Um die Angelegenheit nicht über Gebühr in der Schwebe zu halten, wird einer Zahlung innerhalb einer Frist von zwei Wochen entgegengesehen.“

Der Brief des Anwalts kam nicht per Einschreiben sondern als regulärer Brief.


Nun meine Fragen:

1. Muss ich auf diesen Brief reagieren?

2. Wenn ich widersprechen muss, wie muss ich das tun? Mit Anlage der „Gegenbeweise“ (Kontoauszug des Geldautomaten und Gehaltsabrechnung) oder einfach formlos und „normal“?

3. Ist es nicht eine plumpe Falschaussage des Anwalts, zu behaupten, „ich stehe als Verursacher fest“, obwohl das niemals ein Richter ausgesprochen hat und ich in keinster Weise befragt wurde? Wenn ja: Kann ich rechtlich gegen diese Lüge vorgehen?

Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße,

Anonymous


Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Der Einfachheit halber können wir gerne in der Sache telefonieren. So können auch Rückfragen etc. schnell & unkompliziert beantwortet werden.

Wenn Sie mir Ihre Telefonnummer (vorzugsweise Festnetz) geben, rufe ich Sie gerne zeitnah an. Alternativ können Sie mir natürlich auch hierzu Terminwünsche mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte

Rechtsanwalt, Datenschutzauditor (TÜV) und externer Datenschutzbeauftragter (TÜV)

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Kommentare

Insgesamt 5 Kommentare
Bernhard Schulte
04.03.2020 22:08 Uhr
Ansonsten erhalten Sie hier über die Kommentarfunktion innerhalb der von Ihnen gesetzten Deadline eine Antwort von mir.

Mit freundlichen Grüßen
Schulte
Rechtsanwalt, Datenschutzauditor (TÜV) und externer Datenschutzbeauftragter (TÜV)
Kunde
04.03.2020 22:17 Uhr
Hallo,

Sorry, ich hatte eben die Kommentarfunktion übersehen und über "Angebot einholen" geschrieben.

Ja, können wir gerne machen.

Grundsätzlich könnte ich sogar jetzt oder Morgen ab 11 Uhr.

Meine Telefonnummer ist: 01719967360.

Mit freundlichen Grüssen

M. Kochannek
Bernhard Schulte
05.03.2020 08:59 Uhr
Gut, dann melde ich mich gleich gegen 11 Uhr bei Ihnen.
Bernhard Schulte
05.03.2020 11:01 Uhr
Ich rufe jetzt gleich anonym an.
Bernhard Schulte
05.03.2020 11:21 Uhr
Danke für das angenehme Telefonat von eben. Schön, dass ich helfen konnte. Über eine positive Bewertung von z.B. 5 Sternen würde ich mich freuen.

Falls Sie künftig wieder einen anwaltlichen Rat brauchen, können Sie mich gerne hier direkt bei yourXpert über mein Profil: https://www.yourxpert.de/xpert/rechtsanwalt/bernhard.schulte

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die yourXpert Telefonhotline: Tel.: 0900 1010 999 unter Angabe meiner Kennung: 63827 direkt erreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte
Rechtsanwalt, Datenschutzauditor (TÜV) und externer Datenschutzbeauftragter (TÜV)