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| Preis: 39 € | Familienrecht
Beantwortet von Rechtsanwalt Marcus Schröter

Wir sind schon 60, lange verheiratet. Mein Mann war schon immer ein Träumer. Träumte, wie er sagte, große Karriere zu machen, er hatte auch ein gutes Studium. Daraus ist nichts geworden. Er hat vor 2 Jahren seine Arbeit verloren, nach mehrere Mahnungen wegen Fehlern, Konzentrationsproblemen, und nicht eingehaltenen Terminen.

Mit unserem Internetkonsum ging es richtig bergab. Er guckte 3-4 Stunden täglich, was mir später klar war. Seit 2007 besprechen wir, auch mit einem Therapeuten, wie wir das in den Griff bekommen können. Er war schon in einer Klinik, ich 3 x wegen Depressionen, Arbeitsüberlastung, hauptsächlich aber wegen dieser Problematik.

Seit einem Jahr habe ich das Thema nicht mehr bekämpft, hoffte, dass mein Mann jetzt daheim, wo niemand ihn ärgert, es selber in den Griff bekommt. Ich hatte auch keine Kraft mehr, war auch viel weg von daheim und war entschlossen das Thema zu ignorieren.

Leider kann ich das nicht und wir haben auch kein gemeinsames leben mehr. Nachts und tagsüber
"arbeitet" mein Mann, d.h. er sucht sich Arbeit, liest. Das Ergebnis bis jetzt ist eine riesige Pornodatei.

Wir haben eine schöne große Eigentumswohnung, die ich als berufstätige Architektin ausgesucht und mitfinanziert habe. Ich halte es aber hier in dieser Situation nicht mehr aus. Ich fühle mich als Lügnerin und mitverantwortlich für seinen Untergang, der sich vor meinen Augen abspielt.

Frage:
Kann ich rechtlich fordern, dass er seinen PC aus der Wohnung entfernt und anderswo "arbeitet"?

Er kann hier in der Wohnung leben, aber sollte sich ein Büro, oder eine kleine Wohnung, mieten. Ich würde auch die halbe Miete übernehmen?
Oder kann ich fordern, dass er überhaupt geht?
Ich werde die Wohnung nicht verlassen, das weiß er.
Bei unserer letzten Besprechung, in der er mal wieder versprach damit aufzuhören, hat er mir versichert, wenn er wieder anfängt, dann geht er, ohne Wenn und Aber.
Jetzt als ich die großen Pornodateien auf seinem PC entdeckt habe, will er nichts mehr davon wissen und sagt, dass ich das doch nicht beweisen kann.
Was kann ich machen?

Viele Grüße
m.t


Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben nachfolgend beantworte:

1. Wenn es sich nicht um Ihren (gemeinsamen) Computer handelt, können Sie die Löschung der Daten nicht verlangen. Handelt es sich um Ihren Computer können Sie diesen Computer herausverlangen nach vorheriger Löschung oder die Löschung kostenpflichtig selbst vornehmen.

2. Handelt es sich nicht um Ihren Computer, besteht leider keine Handhabe die Löschung auch gerichtlich einzufordern.

3. Sie haben über die geforderte Löschung hinaus aber die Möglichkeit, dass Ihr Mann die gemeinsame Ehewohnung verlässt. Dies ergibt sich bei einem Getrennt leben, was über Ihre eigentliche Forderung hinaus geht. Die Regelung findet sich in § 1361b BGB.

4. Soweit man in der Speicherung und dem Ansehen von Pornofilmen eine Verletzung der Gesundheit sieht, was hier nicht von der Hand zu weisen ist, haben Sie einen Anspruch, dass Ihr Mann auf Antrag die Wohnung verlässt. Nicht verlangen können Sie allerdings, dass er sich ein Büro außerhalb der Ehewohnung einrichtet, wenn Ihr Mann dem nicht zustimmt und hier mitwirkt.

5. Im Ergebnis bedarf es die Mitwirkung Ihres Mannes für die Löschung der Daten oder Auslagerung seines Büros. Erfolgt dies nicht, können Sie bei einem Getrennt leben Ihren Mann gerichtlich zwingen die Wohnung zu verlassen.

Möglicherweise hilft dieses Druckpotential Ihre eigentliche Forderung nachhaltig durchzusetzen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit besten Grüße

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