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Online-Shop mit digitalen Inhalten zum Thema "Ernährung"

12.09.2017 | Preis: 68 € | Internetrecht
Beantwortet von Rechtsanwalt Alexander Park

Fragestellung

Ich habe vor einen Online-Shop zu eröffnen, in welchem ich digitale Inhalte verkaufen möchte, in Form von PDF-Dokumenten.
Das Thema ist "Ernährung". Der Kunde soll in möglichst kurzer Zeit alles Wichtige zum Thema gesunde & vollwertige Ernährung lernen. Ich habe mir folgende zwei Varianten überlegt, wobei ich mir nicht sicher bin, ob die erste Variante überhaupt zulässig ist.:

1. Variante:
Ich verlinke zu jedem Themenbereich z.B. ein passendes Youtube-Video oder Artikel, stelle dabei jedoch eindeutig klar, dass der Inhalt nicht von mir produziert wurde/ich nicht der Urheber bin, sondern ledliglich der "Vermittler" bin.
Hierbei möchte ich das Problem lösen, dass viele falsche Informationen, vor allem in dieser Branche, im Netz kursieren und ich die seriösen und wissenschaftlich korrekten Werke für den Kunden leicht auffindbar machen möchte. Diese Liste mit den verschieden Links würde ich dann schließlich zum Verkauf anbieten wollen.
Jetzt meine Frage, ist das erlaubt und wie muss ich es genau kennzeichnen bzw. klarstellen, dass der Inhalt nicht von mir erstellt wurde?

2. Variante:
Ich erstelle selbstständig ein PDF-Dokument, in welchem ich alle wichtigen Informationen durch eigenes Wissen und Recherche zusammenstelle und dieses Dokument schließlich zum Verkauf anbiete. Hierbei stellt sich mir die Frage, ob und inwiefern ich hier die Quellen angeben muss, da es sich ja um Wissen und nicht um ein spezielles Werk handelt und ich nicht die Sätze, sondern lediglich die Informationen verwende und daraus dann schließlich einen eigenen Text verfasse.

Zudem habe ich eine weitere Frage: Trage ich die Schuld, wenn ich Bilder von der Website "Pixabay", welche lizenzfreie Bilder zur Verfügung stellt, verwende und die Bilder doch nicht lizenzfrei wären? Auch, wenn die Person, die das Bild hochgeladen hat, mir versichert, dass das Bild lizenzfrei wäre?


Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen!

Antwort des Experten

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen wie folgt:

1. Sollten Sie auf die Links Dritter verweisen, so laufen Sie Gefahr, dass Sie sich den Inhalt dieser Links zu eigen machen. Etwaige Urheberrechtsverletzungen, die durch diese Links begangen werden, könnten so auch auf Sie zurück fallen.

Aus meiner Sicht ist daher Variante 2, bei der Sie selber Urheber der Inhalte sind, der ersten Variante vorzuziehen. Sie sind mit der Variante 2 einfach auf der sicheren Seite was die Inhalte betrifft.

2. Grundsätzlich sind Sie, wenn Sie Bilder auf Ihrer Webseite verwenden und das Urheberrecht eines Dritten verletzten, für diese Urheberrechtsverletzung verantwortlich. Ihnen gegenüber hat der verletzte einen Unterlassungsanspruch und ggf. Anspruch auf Schadensersatz.

Sollte Ihnen ein Dritter zugesichert haben, dass keine Rechte eines Dritten vorliegen, so könnten Sie sich überlegen, ob Sie den Dritten im Innenverhältnis in Haftung nehmen können. Nach außen werden Sie als Verletzter des Urheberrechts dem Inhaber des Urheberrechts weiter haften.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park

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Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare
Kunde - 12.09.2017 23:03:

Lieber Herr Park,

vielen Dank für Ihre Einschätzung. Leider ist mir jedoch noch nicht ganz klar, ob und inwiefern ich bei Variante 2 nun Quellenangaben machen muss oder nicht?
Also es handelt sich nur um Wissen, was ich recherchiert habe und bilde daraus einen eigenständigen Text. Gilt dann trotzdem ein Urheberrecht oder handelt es sich um ein Plagiat oder bin ich auf der sicheren Seite solane ich keine Texte/Sätze übernehme und bei Wissen generell kein Urheberrecht gilt? Und wie sieht es aus bei der Verwendung von Studien?

Vielen Dank und liebe Grüße!

Alexander Park - 13.09.2017 09:41:

Guten Morgen,

gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

ich würde der guten Ordnung halber Quellenabgaben dort vornehmen, wo Passagen zitiert werden. So verhindern Sie urheberrechtliche Probleme.

Sollten Sie aus einer Vielzahl von Texten einen eigenen Text erstellen, so ist hier nicht überall eine Quelle anzugeben. Ich würde aber unten im Dokument angeben, auf welchen Quellen Ihr Dokument basiert.

Selbst wenn Sie nicht direkt zitieren oder den Inhalt zusammen fassen kann ein Plagiat vorliegen, daher sollten Sie hier stets Quellen angeben.

Studien sollte Sie immer zitieren und auf die Quelle verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park

Kunde - 23.09.2017 12:31:

Sehr geehrter Herr Park,

ich habe jetzt noch einmal eine letzte Frage zur Angabe der Quellen: Ich habe mein Dokument nun durch die Software Plag-Scan prüfen lassen. Das Ergebnis war, dass (höchstwahrscheinlich) kein Plagiat vorliegt.

Bedeutet dies, dass ich theoretisch keinerlei Quellen angeben muss?

Liebe Grüße und vielen Dank,
Beate Redemann

Alexander Park - 26.09.2017 21:09:

Guten Abend,

wenn Sie nicht die Urheberrechte Dritter verletzt haben, so wären an sich keine Quellen anzugehen. Sie können aber durchaus schreiben auf welche Texte Sie sich beziehen, müssen dies aber nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park