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Nachträgliche Änderung Mietvertrag

18.11.2018 | Preis: 50 € | Mietrecht
Beantwortet von Rechtsanwalt Bernhard Schulte in unter 2 Stunden

Fragestellung

Mein Sohn hat einen Mietvertrag (s.S. 10 "Mietvertrag.pdf") unterschrieben und zur Gegenzeichnung an den Vermieter geschickt. Erst jetzt haben wir festgestellt, dass der Vermieter in den Vertrag bei Gegenzeichnung handschriftliche Ergänzungen vorgenommen hat (s. "Seite10.pdf").
Diese Ergänzungen waren weder vereinbart noch hat der Vermieter auf die Änderung aufmerksam gemacht. Nachdem mein Sohn die Wohnung zum 31.10.2018 gekündigt hat, will der Vermieter Kosten zur Reparatur der Gastherme gelten machen. Die Reparatur sei angeblich erforderlich wegen nicht erfolgter Wartung der Therme.
Muss mein Sohn diese Kosten (momentan stehen ca. 500,- EUR zur Debatte) tragen?

Antwort des Experten

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

mein Name ist Rechtsanwalt Schulte. Der Einfachheit halber können wir gerne telefonieren und die Angelegenheit besprechen. So können auch Rück- und Verständnisfragen einfacher und schneller geklärt werden.

Bitte teilen Sie mir hierzu Ihre Telefonnummer (vorzugsweise Festnetz) mit, dann rufe ich Sie gerne zeitnah an. Alternativ können Sie gerne auch einen Terminvorschlag für das Telefonat unterbreiten.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte

Rechtsanwalt und externer Datenschutzbeauftragter (TÜV)

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Bewertung des Kunden

Schnelle und fundierte Kommentierung

Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare
Bernhard Schulte - 19.11.2018 07:35:

Ansonsten erhalten Sie eine Antwort von mir hier über die Kommentarfunktion innerhalb der von Ihnen gesetzten Deadline.

MfG
Schulte

Bernhard Schulte - 19.11.2018 14:53:

Sehr geehrte (r) Fragesteller (in),

aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben möchte ich Ihre Frage, wie folgt, beantworten.

Grundsätzlich ist es im Wohnraummietrecht so, dass Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten vom Vermieter zu tragen sind, Sie diese also als Mieter nicht tragen müssen.

Da die nachträgliche "untergeschobene" Formulierung nicht absprachegemäß erfolgte, ist diese so nicht vereinbart. Einseitig durch den Vermieter geht das nicht. Allerdings müssten Sie darlegen und nachweisen können, dass eine solche Formulierung nicht vereinbart war und auf dem ursprünglichen von Ihnen unterzeichneter Vertragsausfertigung nicht vorhanden war. Das ist hier aber wohl gegeben. Hieraus kann der Vermieter dann meiner Ansicht nach nicht Ihnen vorwerfen, dass Sie die jährlichen Wartungen nicht organisiert hätten und dadurch ein Schaden für die Reparatur entstanden sei.

Allerdings sind Sie im Rahmen der Betriebskosten (vgl. § 4 Abs. 1 a) des Mietvertages iVm Anlage 1, S. 11 des Mietvertrages) zur Tragung der jährlichen Wartungskosten verpflichtet, da diese hier auf Sie als Mieter umgelegt wurden. Das geht grundsätzlich. Doch ist und bleibt es Aufgabe des Vermieter, die jährliche Wartung zu organisieren und durchführen zu lassen. Der Mieter muss die Wartung dann zu vereinbarten Terminen dulden. Wenn also hier der Vermieter die Wartung nicht organisiert hat und deshalb die Heizung kaputt gegangen ist, ist das alleine im Verantwortungsbereich des Vermieters. Die Kosten kann er also nicht von Ihnen verlangen.

Hoffentlich konnte ich Ihnen weiterhelfen. Über eine positive Bewertung von z.B. 5 Sternen würde ich mich freuen. Falls Sie künftig neue Fragen haben, können Sie mich gerne über die Direktanfrage kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte
Rechtsanwalt & Datenschutzbeauftragter (TÜV)

Kunde - 19.11.2018 15:30:

Sehr geehrter Herr Schulte,
vielen Dank für den schnellen und ausführlichen Kommentar; wir werden zunächst mit dieser Argumentation an den Vermieter heran treten. Sollten wir weitere Unterstützung benötigen, komme ich wieder auf Sie zu.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Hohaus-Ostkamp