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Mobilfunkvertrag Vodafone

| Preis: 44 € | Private Finanzplanung
Beantwortet von Schuldnerberater, Coach & Mediator Ralf Bornemann

Guten Abend,

ich habe eine sehr komplexe Frage und versuche, sie knapp und verständlich zu formulieren:

- Ich habe per Post ein personalisiertes Angebot für einen Mobilfunkvertrag von Vodafone bekommen, da ich dort bereits Festnetzkunde bin. Bisher Mobilfunkkunde bei der Telekom. Im Angebot wurde mir eine vergünstigte monatliche Grundgebühr versprochen, und 6 Monate keine Grundgebühr, wenn ich meinen alten Mobilfunkvertrag kündige. Buchbar sollte das Angebiot in jedem Vodafone Shop sein

- Im Shop habe ich das Angebot angenommen und den Vertrag abgeschlossen. Auf dem Vertrag stand jedoch die reguläre Grundgebühr. Als ich den Verkäufer darauf hinwies meinte er, dass er diesen Rabatt nicht eingeben kann, die vergünstigte Grundgebühr würde aber bei Vodafone verbucht, wenn der Vertrag dort ist. Zusätzlich stand eine Versicherung auf dem Vertrag, zu welcher ich dem Verkäufer mitteilte, dass ich diese nicht möchte. Er strich die Seite mit den Versicherungsinfos durch, und sagte, damit sei es erledigt.

- Ich sollte meine Kündigungsbestätigung des Altanbieters innerhalb von 14 Tagen vorbei bringen, um die 6 Monate Grundgebührbefreiung zu erhalten. Innerhalb dieser Frist brachte ich die Kündigungsbestätigung zum Shop, der Berater versicherte mir, es sei rechtzeitig und faxte sie an Vodafone. Hierfür habe allerdings keinen Beleg. Nur Ortungsdaten aus meinem Handy, anhand derer man sieht, dass ich in dem Geschäft war.

- Daraufhin erhielt ich Rechnungen mit dem vollen Betrag (kein Rabatt, keine Grundgebührbefreiung) und informierte mich bei der Kundenbetreuung, warum ich nicht die Befreiung erhalte. Sie teilten mir mit, dass die Kündigung bei ihnen nicht eingegangen sei. Zusätzlich standen die Gebühren für die Versicherung auf der Rechnung, obwohl diese Seite im Vertrag durchgestrichen war.

- Ich brachte die Kündigung erneut zum Shop, sie wurde erneut gefaxt. Jedoch bekam ich weiterhin Rechungen mit dem vollen Betrag. Aussage der Hotline: Die Kündigungsbestätigung des Altanbieters ging zu spät ein.

- Nach 5 Telefonaten und 3 Besuchen im Shop konnte mir niemand weiter helfen und ich kündigte meinen neu abgeschlossenen Vertrag außerordentlich mit der Begründung, dass die Vereinabrungen nicht eingehalten wurden. Ich setzte eine Frist zur Nachbesserung. Zusätzlich lies ich meine Bank die eingezogenen Beträge wieder zurückholen.

- Antwort von Vodafone war dann, dass die Rechnungen richtig seien, da die Kündigungsbestätigung zu spät eingegangen sei. Darauf, dass ich eigentlich eine rabattierte Grundgebühr zahlen sollte, wurde in dem Antwortschreiben nicht eingegangen. Sie bieten mir vergünstigte Verträge als Entschädigung an, aber möchten mir nicht die 6-monatige Grundgebührbefreiung zusichern.

- Im Internet finde ich ca 7-10 Bewertungen des Ladens von Kunden, die sich auf die gleiche oder ähnliche Art dort betrogen fühlen.

Meine Fragen:

- Ich habe keine Bestätigung des Faxes mit meiner Kündigungsbestätigung, habe es aber persönlich bei Vodafone abgegeben. Reicht es, die Bestätigung in den Shop zu bringen, auch wenn ich dafür keine Bestätigung (außer Handyortungsdaten) habe?

- Habe ich eine Chance auf die versprochene Grundgebührermäßigung (obwohl im Vertrag der volle Betrag steht)

- Ist meine außerordentliche Kündigung unwirksam, da Vodafone keine Schuld anerkennt?

- Kann ich Strafanzeige wegen Betrugs stellen (Obwohl meine Beweise sehr mau sind)? Und welche Konsequenzen könnte das mit sich ziehen?

Ich hoffe, ich konnte den Sachverhalt verständlich erklären und freue mich über Antworten.


Sehr geehrte Ratsuchende,

es reicht aus wenn Sie glaubhaft machen können, dass Sie die Kündigung Ihres alten Vertrages im Vodafone Shop mit der Bitte um Weiterleitung eingereicht haben. Vodafone musst das Gegenteil beweisen.

Ihre außerordentliche Kündigung ist wirksam, da die Zusagen des Angebots nicht erfüllt wurde. Somit sind Liegen gemäß BGB keine übereinstimmenden Willenserklärungen vor.

Sie sollten aus meiner Sicht sogar Strafanzeige wegen Betrug stellen, um bei einem evtl. Zivilprozess auch gute. Argumente zu haben.
Ich empfehle Ihnen einen Anwalt vor Ort zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Bornemann

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Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare
Kunde
21.07.2017 02:33 Uhr
Vielen Dank für Ihre Antwort!

Macht es Sinn, Vodafone mitzuteilen, dass meine außerordentliche Kündigung nun wirksam geworden ist? wahrscheinlich werde ich ja immer weiter Rechungen bekommen.

Gibt es ein Recht, Gesetz auf das ich mich berufen kann wenn Sie sagen "es reicht aus wenn Sie glaubhaft machen können, dass Sie die Kündigung Ihres alten Vertrages im Vodafone Shop mit der Bitte um Weiterleitung eingereicht haben. "

Viele Grüße
Ralf Bornemann
21.07.2017 09:29 Uhr
Bitte Vodafone mitteilen, dass Sie die Forderungen widersprechen. Lassen Sie sich bitte von einem Anwalt vor Ort i.d.S. vertreten.

Gemäß §476 BGB liegt die Beweislast in den ersten 6 Monaten beim Händler. Dies bezieht sich zwar auf die Gewährleistung im allg., würde aber aus meiner Sicht auch in Ihrem Fall greifen.

In Betracht kommt ein Rücktritt vom Kaufvertrag gem. § 323 Abs. 1 BGB:" Erbringt bei einem gegenseitigen Vertrag der Schuldner eine fällige Leistung nicht oder nicht vertragsgemäß, so kann der Gläubiger, wenn er dem Schuldner erfolglos eine angemessene Frist zur Leistung oder Nacherfüllung bestimmt hat, vom Vertrag zurücktreten."

Diese Antwort ist nur eine Einschätzung nach den mir vorliegenden Sachstand, bitte suchen Sie sich unbedingt rechtliche Hilfe vor Ort. Es ist zu befürchten , dass Vodafone eine Zivilklage anstrebt.
Aus ähnlichen mir bekannten Fällen, verzichtet Vodafone später auf die Forderung oder bietet ein Teilverzicht an, wenn die Gegenseite rechtliche Mittel gegen die Forderung geltend macht.

Mit besten Grüßen aus Berlin

Ralf Bornemann