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Meine Alptraumhochzeit

| Preis: 37 € | Vertragsrecht
Beantwortet von Rechtsanwalt Marcus Schröter

Guten Tag Herr Schröter,

Am 19.08.2017 habe ich geheiratet. Wir haben ein Jahr lang alles bis ins kleinste Detail geplant, sodass wir unsere Traumhochzeit feiern konnten. Auch die Location war wirklich toll und die Besitzerin, Nina, hat uns ein sehr gutes Gefühl gegeben.
Nach einigen treffen und kurz vor der Hochzeit ist uns aufgefallen, das Nina merklich gestresst war mit dem Management ihrer Location. Sie antwortete spät und sagte auch immer wieder dass es doch eine große Herausforderung ist so eine Location zu managen (sie betreibt die Location seit etwa einem Jahr).
So kam es leider, das unsere Hochzeit zu einem Alptraum wurde. Die Möbelierung für den Außenbereich haben wir vormittags noch selbst aufgestellt, obwohl Nina dies machen wollte. Zum Kaffe und Kuchen gab es dann nicht genügend Sitzmöglichkeiten im Außenbereich. Weiterhin fehlten der Cheffin für unsere 100-mann Hochzeitsgesellschaft etwa 40 Stühle. Unsere Trauzeugen fragten Mehrfach, ob die Stühle noch kämen und immer hat Nina "ja" gesagt, bis die Trauzeugen dann eine viertel Stunde, nachdem das Essen anfangen sollte, von draußen Bänke geholt haben. Weiterhin waren für 100 Personen vier Kisten Bier da - wir haben von Anfang an gesagt, dass unsere Gesellschaft gerne feiert und gerne Bier trinkt. Ein paar Gäste sind dann los gefahren und haben weitere 12 Kisten geholt, die natürlich warm waren, da auch der von Nina zugesagte Kühlwagen nicht vor Ort war.
Auch der Schwager meiner Frau musste noch einmal in sein Restaurant fahren, da viele der Stoffservierten "noch in der Waschmaschine" waren und somit auch fehlten (40km hin, 40km zurück).
Von drei Weinen hat einer Gefehlt, von drei Softdrinks für die Longdrinks hat auch einer gefehlt. Da Nina servicepersonal abgesagt hatte, entschied sie dann wohl, alleine Getränkeservice zu machen und jeden Gast an jedem Tisch Wein auszuschenken, was natürlich nicht geklappt hat. Meine Frau und ich haben dann Weinflaschen auf den Tisch gestellt, damit die Gäste was zu trinken haben.
Nachdem die Bar eröffnet wurde, habe ich mir die Situation 20 min angesehen. 20 min nach dem Öffnen der Bar hatte immer noch keiner der Gäste einen Longdrink, wie auch, bei so einer überforderten Cheffin.

Unsere Gäste haben sich dann hinter die Bar gestellt und ausgeschenkt. Weiterhin haben unsere Gäste das Geschirr abgeräumt und den Getränkeservice übernommen, um schlimmeres zu vermeiden.

Insgesamt lässt sich sagen, das die Cheffin Nina völlig überfordert war (sie ist ein paar mal am Abend in Tränen ausgebrochen), viel zu wenig Personal hatte und leider zu keinem Zeitpunkt zugegeben hat, dass sie Hilfe braucht.

Wir haben Ihr am Montag, den 21.08 eine email geschrieben in der alle Punkt (mehr als ich hier geschildert habe) aufgeführt habe und Ihr vorgeschlagen habe, Ihre Kosten für Personal und Getränkeeinkauf zu zahlen, nicht wie vereinbart eine Pro Kopf Pauschale von 35-40€.
Seit dem haben wir nichts von Ihr gehört, außer dass es Ihr wohl schlecht geht und sie kurz nach Ihrer Hochzeit einen Nervenzusammenbruch erlitten hat.
Das einzige, was wir bekommen haben, ist eine Rechnung über beschädigte Einrichtung, allerdings von ihrer Mutter (Briefkopf einer anderen Firma).

Nun fragen wir uns, was wir machen sollen. Wir haben im Vorhinein lediglich einen kurzen Vertrag per mail bekommen, den wir nicht unterschrieben haben und der zu Beschädigung folgendes sagt: "Für vom Mieter eingebrachte Sachen übernimmt die Vermieterin keine Haftung." Was für mich im Umkehrschluss für mich bedeutet, dass wir nicht für Schäden haften, die in der Location passieren (ich halte es auch für durchaus normal, wenn Glasbruch entsteht, wo gefeiert wird).

Nun, knapp drei Wochen nach der Hochzeit geht es mir wieder gut, meine Frau allerdings wacht nachts weinend auf, hat eine Gastritis und hat das alles noch nicht überwunden...

Zusammengefasst habe ich drei Anliegen:
1. Wie soll ich mit der Rechnung umgehen?
2. Wie soll ich mit der Cheffin der Location umgehen, die sich einfach nicht meldet?
3. Wie ist die rechtliche Situation, was kann ich tun (keine Rechtsschutzversicherung)?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe,
David Hillmer


Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung, die ich nachfolgend anhand Ihrer Angaben beantworte:

1. Die Rechnung der anderen Firma sollten Sie zurückweisen. Es besteht hier kein Vertragsverhältnis zwischen Ihnen und der Rechnungsstellerin. Auch muss ein etwaiger Schaden nachgewiesen werden und die Schadenshöhe nachvollziehbar darlegegt werden. Solange dies nicht erfolgt ist, sehe ich keine Veranlassung für eine Zahlung.

2. Fordern Sie von der Veranstalterin eine Abrechnung und teilen dieser mit, dass Sie sich die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen vorbehalten Zwar können Sie keinen Schaden für die entgangene Feierfreude einfordern. Allerdings können Sie Schadensersatz auf Fahrtkosten und Zeitaufwand für die Besorgung der Getränke geltend machen.

3. Neben der Zurückweisung des geltend gemachten Schadens, besateht die Möglichkeit die Abrechnung der Veranstalterin für nicht erbrachte Leistungen zu kürzen. Der Schadensersatzanspruch wird sicherlich nicht eine große Summe ausmachen, sollte aber gleichwohl als Aufrechenposition geltend gemacht werden.

Die weitere Reaktion hängt dann davon ab, ob und welche Leistungen die Veranstalterin abrechnet. Diese ist dann zu prüfen und entsprechend zu kürzen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

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