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Kapitalabfindung Besteuerung

18.04.2017 | Preis: 45 € | Einkommensteuererklärung
Beantwortet von Steuerberaterin und Rechtsanwältin Ira von Cölln

Fragestellung

"Versicherung Altersvorsorge, steuerfreier Gehaltsabzug, VN Arbeitgeber, versicherte Person AN, Beginn 2004, Auszahlung der gesamten Summe Kapitalabfindung nach 12 Jahren. Bei Auszahlung teilte mir die Bank (neue Leben Versicherung) mit, dass ich die Kapitalabfindung in der Einkommensteuererklärung angeben muss, und dass die Summe voll steuerpflichtig ist. Wenn diese Angabe korrekt ist, warum wird die Summe (ich ging davon aus, dass die volle Summe mein Sparbetrag ist) erst steuerfrei vom Gehalt in die Rentenversicherung eingezahlt und dann bei Ende der Versicherung dann doch versteuert, worin besteht der Gewinn für den AN??? Kann man die Fünftelbesteuerung anwenden und was bringt die?
"

Antwort des Experten

Sehr geehrter Ratsuchender,

dadurch das Antworten von mir teilweise veröffentlicht werden, muss ich Sie leider anonym anreden.

Ich fasse Ihre Frage kurz zusammen, damit ich dann das Ergebnis erklären kann.
Sie haben eine Kapitallebensversicherung oder fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung vor dem 1. Januar 2005 nämlich in 2004 abgeschlossen, dann ist die Ablaufleistung also die Auszahlung unter diesen Voraussetzungen komplett steuerfrei:
• Der Betrag der Ablaufleistung wird vollständig auf einmal ausbezahlt.
• Die Versicherungsgesellschaft hat die Police bis zum 31. Dezember 2004 ausgestellt.
• Der erste Beitrag wurde spätestens bis zum 31. März 2005 eingezahlt.
• Der Vertrag hat eine Laufzeit von mindestens zwölf Jahren.
• Sie müssen mindestens fünf Jahre Beiträge gezahlt haben. Das bedeutet, dass Sie eine Versicherung mit zwölf Jahren Laufzeit höchstens sieben Jahre beitragsfrei stellen können.

Wenn das alles zutrifft, muss die Summe steuerfrei ausgezahlt werden. Das steht auch so im Gesetz.

Auszahlung in Raten:
Wird Ihnen die Ablaufleistung als monatliche Rente, also als sogenannte Leibrente ausbezahlt, müssen Sie den Ertragsanteil versteuern. Er hängt vom Alter ab, mit dem Sie sich die Kapitallebensversicherung auszahlen lassen: Je früher Sie in den Ruhestand gehen, desto höher ist der steuerpflichtige Ertragsanteil. Bei einem 65-Jährigen beläuft er sich auf ca. 18 Prozent. Gehen Sie mit 55 in Rente, beträgt er ca. 26 Prozent.

Nach 2004:
Haben Sie Ihre Kapitallebensversicherung, Ihre Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht oder Ihre fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung nach dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen oder die Beiträge erst später eingezahlt, gilt für die steuerliche Behandlung das Alterseinkünftegesetz. Dann wäre die Kapitallebensversicherungen sofort als Ertrag voll steuerpflichtig. Wenn Sie noch arbeiten bei der Auszahlung können sie von der sog. Fünftelungsregelung Gebrauch machen. Die führt zu einer Minderung der Steuerlast.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Ich möchte noch darauf hinweisen, dass das Zurückhalten relevanter Informationen die rechtliche Beurteilung radikal verändern kann. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

Mit freundlichen Grüßen
RA StB Ira von Cölln, LL.M.




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Kommentare

Insgesamt 6 Kommentare
Kunde - 21.04.2017 07:44:

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Die Bank benannte in ihrer Mitteilung den §22 Nr.5 Satz 1 EStG, wonach die bescheinigten Leistungen in vollem Umfang der Besteuerung unterliegen. Bei der Probeeingabe einer Online Einkommensteuererklärung wurde die Summe ebenfalls versteuert. Ich konnte nicht ersehen, wo man meldet, dass die VErsicherung in 2004 abgeschlossen wurde und auch sonst alle von Ihnen genannten Kreterien erfüllt.

Ira von Cölln - 21.04.2017 09:02:

Sie sollten bei Ihrer Bank Änderung der Bescheinigung beantragen, wenn der Vertrag vor 2004 abgeschlossen wurde ist dieser steuerfrei und nicht nach § 22 Nr. 5 zu besteuern.
Mit der neuen Bescheinigung können Sie Ihre Steuererklärung machen. Den Vertrag tragen Sie unter steuerfreie Lebensversicherungen ein.

Mit freundlichen Grüßen
Ira von Cölln

Kunde - 28.04.2017 16:41:

Ich melde mich noch einmal. Ich habe nunmehr die endgültige Mitteilung, das meine Kapitalabfindung, der Vertrag wurde nach Paragraph 3 Nr. 63 EStG gefördert, voll versteuert werden muss. Man ging davon aus, dass man zum Zeitpunkt der Auszahlung bereits in Rente ist, und dann einen günstigeren Steuersatz hat. Darin sollte der "Gewinn" oder steuerliche Vorteil liegen. Es ist mir unbegreiflich, dass man nicht nachrechnet, ob das im Einzelfall auch so ist. Ich war zu dem Zeitpunkt der Auszahlung Vollzeit beschäftigt (Renteneintritt 5/2017) und muss nun, völlig unerwartet, fast die Hälfte meiner "Altersversicherung" an das Finanzamt bezahlen. Ich fühle mich von der Neuen Leben betrogen, ich hätte so einen Vertrag wissentlich nicht abgeschlossen, sondern das Geld ohne vermeintliche Steuerbegünstigung in voller Höhe gespart. Zudem hätte die Neue Leben ja die Auszahlung mit dem Hinweis auf den steuerlichen Vorteil ja auch erst in 2017 auszahlen können.







Ira von Cölln - 29.04.2017 09:23:

Ok, steuerlich hatte ich leider Recht mit meiner Beratung und ganz ehrlich muss ich sagen, dass die Neue Leben da fehlerhaft gehandelt hat, wobei ich nicht glaube, dass Sie rechtlich dagegen vorgehen können. In den AGBs der Versicherungen sind solche Klauseln enthalten, dass Sie selbst den Auszahlungszeitpunkt sich anschauen müssen und für die steuerlichen Folgen haften Versicherungen nicht. Leider.
Es sei denn, es ist ausdrücklich in irgendeinem Schriftstück bezeichnet, dass zum Auszahlungstermin die Versicherung steuerfrei ist. Das müsste Sie vielleicht nochmal durchgucken.

Mit freundlichen Grüßen
Ira v. Cölln
Rechtsanwältin Steuerberaterin

Kunde - 02.05.2017 08:44:

Es ist im Vertrag in einem Steuer Merkblatt in einem der letzten Absätze vermerkt, dass die Leistung der nachgelagerten Besteuerung unterliegt. Das habe ich mit Sicherheit nicht gelesen. Allerdings bezweifel ich, dass ich ich die richtige Frage zu diesem Punkt gestellt hätte. Ich finde nach wie vor, dass der Berater die Sache ganz einfach hätte erklären können, was dazu geführt hätte, dass ich die Versicherung so nicht abgeschlossen hätte. Aber leider habe ich den entscheidenden Fehler selber gemacht.

Ira von Cölln - 02.05.2017 11:45:

Der Sachverhalt ist sehr ärgerlich, falls Sie eine Rechtsschuztversicherung haben, würde ich es versuchen gegen die Versicherung anzugehen. Die ERfolgsausichten dürften jedoch gering sein. Ich bin aber leider nicht im Versicherungsrecht spezialisert.
Ohne Rechtsschutzversicherung würde es zuviel Geld kosten.

Mit freundlichen Grüßen
Ira v. Cölln