E-Mail oder Benutzername: Passwort: Passwort vergessen?
ODER Login mit Google
  • Kostenlos registrieren
  • Hilfe & Service
Kostenlose Anfrage
Corona Beratung: Die wichtigsten Fragen zu COVID-19
Die wichtigsten Fragen zum Coronavirus (COVID-19)
Wir sind auch in Zeiten von Corona für Sie da!
Jetzt informieren
Zurück zu allen Antworten

yourXpert:
(Steuerberater)
Termin?





zertifiziert
Dieser Experte hat seine Qualifikation nachgewiesen und ist von uns zertifiziert!

"Freundlich, schnell und zuverlässig. Steuerliche Antworten für Arbeitnehmer, Rentner, Vermieter und Selbständige. Ich nehme mir Zeit, Ihre Lebenssituation und Ihr Anliegen genau anzuschauen, damit Sie die optimale steuerliche Lösung finden."
yourXpert wurde ausgezeichnet
ZDF WISO Testsieger
1. Platz Internetauftritt und Datensicherheit
Online-Rechtsberatung
Branchengewinner
"Erlebter Kundenservice"
DIE WELT
Service-Champions 2017
Im Test: 8 Anbieter
Veröffentl. in DIE WELT, 19.10.17
Kundenmeinungen
Qualifizierte Experten
Bereits 68.094 Beratungen bestätigen den hohen Beratungsstandard unserer Experten:
4,8 / 5,0
sehr gut
» Mehr dazu hier

Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung

| Preis: 50 € | Einkommensteuererklärung
Beantwortet von Steuerberater Bernd Thomas

Lieber Herr Thomas,

ich arbeite seit 2019 an der Schweizer Grenze (jedoch in Deutschland) und habe entsprechend dort meinen Zweitwohnsitz, während mein Hauptwohnsitz und Lebensmittelpunkt in Hamburg ist. Ich pendele daher in normalen Arbeitswochen am Sonntag per Zug oder Montag morgen per Flugzeug nach Basel sowie am Donnerstag wieder zurück und arbeite Freitags aus dem Home-Office in Hamburg. Zur steuerlichen Absetzbarkeit der Familienheimfahrten hätte ich ein paar Hintergrundfragen:

- Ist es egal, ob ich die Hinfahrt nach Hamburg oder die Rückfahrt an die Schweizer Grenze in der Steuererklärung ansetze? Da ich teilweise bspw. mit dem Flugzeug nach Hamburg geflogen bin und mit der Bahn zurückgefahren bin, wäre es für mich wesentlich attraktiver die Zugfahrt für diese Woche anzusetzen, weil man dort ggü. dem Flug die Kilometerpauschale geltend machen kann.

- Relativ häufig war ich unter der Woche auch auf Dienstreise für meinen Arbeitgeber und bin auf dessen Kosten dann direkt nach Hamburg gefahren. Ich bin bspw. am Donnerstag für einen Termin von Basel nach Frankfurt gefahren und von dort dann weiter nach Hamburg auf Kosten meines Arbeitgebers und dann am folgenden Montag morgen auf eigene Kosten zurück nach Basel geflogen. Was lässt sich für solch eine Woche ansetzen? Die Kilometerpauschale von Basel bzw. Frankfurt? Der Preis des Flugtickets für die Rückreise? Oder gar nichts?

- Ist es korrekt, dass ich bei Wochen, die komplett eine Dienstreise waren, die auf Kosten des Arbeitgebers von Hamburg gestartet wurde und auch wieder in Hamburg geendet hat, keine Familienheimfahrt angesetzt werden kann?

Herzliche Grüße und vielen Dank für die Hintergrundinformationen,
Sebastian Schefzyk


Sehr geehrter Herr Schefzyk,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage aufgrund Ihrer Angaben im Rahmen einer Erstberatung auf yourXpert. Die Beantwortung erfolgt gemäß der von Ihnen gemachten Sachverhaltsangaben. Fehlende oder fehlerhafte Angaben können das rechtliche Ergebnis beeinflussen.

Bei doppelter Haushaltsführung können Sie maximal eine Familienheimfahrt wöchentlich geltend machen, wobei nur tatsächlich durchgeführte Fahrten angesetzt werden können.

Bei Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist in der Regel der Ansatz als Entfernungspauschale günstiger. Es gilt jedoch ein Höchstbetrag von 4.500 € im Jahr.

Nicht angesetzt werden kann die Entfernungspauschale, wenn ein kostenfrei überlassener Dienstwagen genutzt wird. Flugkosten können nur soweit tatsächlich entstanden angesetzt werden. Die Frage der Aufteilung, eine Strecke hin mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ein zurück mit dem Flugzeug bzw. umgekehrt, ist nicht eindeutig geklärt.

Sachgerecht (sinngemäßer Anwendung der Rechtsprechung zu Dienstreisen auf dem Weg zur Arbeit, siehe unten) erscheint es, die Flugkosten dann voll anzusetzen und die Entfernungspauschale für die Bahnfahrt zur Hälfte.

Rein praktisch würde ich aber beides voll ansetzen, ggf. ist das Finanzamt "großzügig" oder "blind".

Wenn Sie nur eine Fahrt auf eigene Kosten unternommen haben und die Rückfahrt durch den Arbeitgeber getragen worden ist, dann sind die übernommenen Kosten abzuziehen (Arbeitgebererstattung). Wenn Ihnen komplett eine Fahrt als Dienstreise durch den Arbeitgeber erstattet wird, dann setzen Sie die halbe Entfernungspauschale an (Mader, B+P 2013, 120).

Wenn Sie Hin- und Rückfahrt als Dienstreise unternommen haben, dann setzen Sie keine Kosten an.

Gerne stehe ich Ihnen für eine Rückfrage zur Verfügung und im Übrigen würde ich mich, für den Fall, dass Sie mit meiner Beratung zufrieden waren, über eine positive Bewertung hier auf yourXpert sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Thomas
Steuerberater

War diese Antwort hilfreich?

Sie haben eine Frage? Holen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich Angebote unserer Experten ein!

Nach dem Einstellen Ihrer Frage erhalten Sie individuelle Preisangebote unserer Experten, aus welchen Sie einfach das für Sie passende Angebot auswählen können!

Unsere Experten stehen Ihnen jetzt zur Verfügung. Stellen Sie jetzt Ihre Frage!

Hier kostenlos und unverbindlich Angebote einholen!

Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare
Kunde
20.04.2020 19:27 Uhr
Lieber Herr Thomas,

vielen Dank für die Antwort zu der ich noch Rückfragen hätte:

- Meines Wissens nach gilt bei Familienheimfahrten nicht der Höchstbetrag von 4500 Euro im Jahr, könnten Sie dies bitte noch einmal bestätigen, da Sie diesen erwähnt haben?

- Soweit ich informiert bin, kann bei einer Familienheimfahrt pro Woche nur die einfache Strecke angesetzt werden und nicht Hin- und Zurück, Sie würden mir empfehlen (sofern ich für die Hinfahrt das Flugzeug und die Rückfahrt die Bahn benutzt habe), in diesem Fall empfehlen sie trotzdem die Entfernungspauschale für die Bahnfahrt und die Flugkosten anzusetzen?

Herzliche Grüße und vielen Dank,
Sebastian Schefzyk

Bernd Thomas
20.04.2020 19:55 Uhr
Sehr geehrter Herr Schefzyk,

mit den 4.500 € haben Sie recht, da war ich etwas voreilig.

Für den pauschal ermittelten Familienheimfahrten nehmen Sie die kürzeste Straßenverbindung einfach Strecke, für die Prüfung, ob der Einzelnachweis (Bahntickets) mehr ergibt, nehmen Sie alle Bahntickets, also sowohl für die Hinfahrten als auch füt die Rückfahrten.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Thomas
Steuerberater