E-Mail oder Benutzername: Passwort: Passwort vergessen?
ODER Login mit Google
  • Kostenlos registrieren
  • Hilfe & Service
Kostenlose Anfrage
Zurück zu allen Antworten

yourXpert:
(Dipl.-Bw. (FH) / Steuerberater)
Termin?





zertifiziert
Dieser Experte hat seine Qualifikation nachgewiesen und ist von uns zertifiziert!

Geld-Zurück-Garantie
Geld-Zurück-Garantie: Dieser Experte bietet Ihnen für X-Mails eine Geld-zurück-Garantie: War die Beratung inhaltlich nicht korrekt, erhalten Sie Ihr Geld zurück!
"Freundlich, schnell und zuverlässig. Steuerliche Antworten zur Kryptowährung. Ich nehme mir Zeit, Ihre Lebenssituation und Ihr Anliegen genau anzuschauen und stelle entsprechend meine Fragen. So nutzen Sie Ihre Gestaltungsspielräume."
yourXpert wurde ausgezeichnet
1. Platz Internetauftritt und Datensicherheit
Online-Beratung
Testsieger
in der
ZDF-Sendung WISO
Im Test: 5 Anbieter
Sendung vom 28.10.2013
Online-Rechtsberatung
Branchengewinner
"Erlebter Kundenservice"
DIE WELT
Service-Champions 2017
Im Test: 8 Anbieter
Veröffentl. in DIE WELT, 19.10.17
Kundenmeinungen
Qualifizierte Experten
Bereits 13.893 Bewertungen bestätigen den hohen Beratungsstandard unserer Experten:
4,8 / 5,0
sehr gut
» Mehr dazu hier

EÜR: Buchung Vorauszahlung über Jahresgrenze mit Aufteilung privat/geschäftlich

| Preis: 98 € | Gewinn- und Verlustrechnung
Beantwortet von Dipl.-Bw. (FH) / Steuerberater Ralph Arens

Wie sind die folgende Sachverhalte bei Verwendung von SKR03 (ohne Automatikfunktionen, keine DATEV-Software) korrekt zu verbuchen? In welchem Jahr sind welche Teile der Ausgaben in die UStVA / EÜR / USt-Erklärung einzutragen und ggf. in welche Felder?

Grundlagen:
- Freiberufliche Tätigkeit, keine Buchführungspflicht
- EÜR (EStG § 4 Abs. 3)
- USt Ist-Versteuerung, monatliche UStVA

Sachverhalt 1 (Übernachtungskosten):
- Für das Folgejahr (hier 2019) ist ein Hotelaufenthalt gebucht; ich teile mir ein Doppelzimmer mit einer zweiten Person. Die Reise ist für mich geschäftlich veranlasst (Kundenbesuch), die zweite Person kommt privat mit. Im Anschluss verbringen wir noch einen weiteren Tag rein privat im Hotel. Es muss also eine Aufteilung geschäftlich vs. privat sowohl nach Personen als auch nach Tagen stattfinden.
- Im "alten" Jahr (hier 2018) wird der Aufenthalt vorausbezahlt. Gleichzeitig mit der Vorauszahlung geht eine Rechnung ein ("Anzahlungsrechnung") in der die USt ausgewiesen ist aber ohne Aufteilung auf Personen oder Tage.
- Im Folgejahr geht während des Aufenthalts eine Rechnung ein ("Schlussrechnung"), in der sowohl die USt ausgewiesen ist als auch eine Aufteilung auf einzelne Tage erfolgt und der Aufpreis für die 2. Person ersichtlich ist. Mit Eingang dieser Rechnung ist eine korrekte Aufteilung geschäftlich/privat möglich.
- Beispielwerte zum Rechnen (fiktiv, auf 2 Tage verkürzt):
- 1. Nacht (Geschäftsreise), 1. Person (Freiberufler): 50€
- 1. Nacht (Geschäftsreise), Aufpreis 2. Person (privat): 10€
- 2. Nacht (privat), 1. Person (Freiberufler): 40€
- 2. Nacht (privat), Aufpreis 2. Person (privat): 10€
- USt 7%: 7.70€

Sachverhalt 2 (GWG):
- Im alten Jahr (hier 2018) wird für einen meiner Arbeitnehmer ein Tablet für 400€ angeschafft (GWG). Die Zahlung passiert per Vorauskasse. Lieferschein (mit Name und Adresse des Arbeitnehmers) und ein Kassenbon mit ausgewiesener USt aber ohne meinen Namen liegen bereits in 2018 vor. Eine Rechnung auf meinen Namen geht erst Januar 2019 ein, mit Rechnungsdatum in 2018.


Sehr geehrter Ratsuchender,

zum Sachverhalt 1 empfehle ich folgende Buchungen:

2018

4676 RK Unternehmer 60,00 Euro
1571 Vorsteuer 7% 4,20 Euro           an  1200 Bank 117,70 Euro
1800 Privatentnahme 53,20 Euro

Da Sie in 2018 noch nicht genau bestimmen können, wie hoch der Privatanteil für die erste ÜN ist, würde ich diesen Weg wählen. Zudem nicht sicher ist, ob tatsächlich die 2. Person mitkommt. Es gilt das Zu- und Abflussprinzip, eine Rechnung liegt vor. Also Ausgabe und Umsatzsteuer in 2018 wie angegeben.

2019

Der Sachverhalt ist nun konkretisiert.

1880 Unentgeltliche Wertabgaben 10,70 Euro an
                                                                     8915 Entnahme UN außerh. d. U. 10 Euro
                                                                     1771 Umsatzsteuer 7% 0,70 Euro

Zusätzlich ist davon auszugehen, dass am Anreisetag und am ersten Tag nach der ÜN die Verpflegungspauschale nutzbar ist:

4674 Verpflegungsmehraufwand 24 Euro an 1890 Privateinlage 24 Euro (2 Tage a 8 h)

Sachverhalt 2

Das GWG wurde in 2018 angeschafft und bezahlt. Im Moment der ersten Erfassung liegt zwar kein ordnungsgemäßer Beleg vor, um die Vorsteuer zu ziehen.

4855 Sofortabschreibung GWG 400,00 an 1000 Kasse

Später Korrektur in der Buchungsperiode 2018, da nun die korrekte Rechnung vorliegt.

1576 Vorsteuer 19% 63,87 Euro an 4855 Sofortabschreibung GWG

Herzliche Grüße

Ralph Arens

War diese Antwort hilfreich?

Sie haben eine Frage? Holen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich Angebote unserer Experten ein!

Nach dem Einstellen Ihrer Frage erhalten Sie individuelle Preisangebote unserer Experten, aus welchen Sie einfach das für Sie passende Angebot auswählen können!

Unsere Experten stehen Ihnen jetzt zur Verfügung. Stellen Sie jetzt Ihre Frage!

Hier kostenlos und unverbindlich Angebote einholen!

Kommentare

Insgesamt 5 Kommentare
Ralph Arens
21.07.2019 01:20 Uhr
Ich kann den Auftrag gerne erledigen. Aber im Laufe des Sonntag. Nicht bis 6 Uhr morgens.
Ansonsten bitte zurückziehen oder Frist verlängern.
Danke.
Kunde
21.07.2019 01:33 Uhr
Habe die Deadline jetzt mal bis auf 14:00 verlängert. Beim Anlegen gab es nur die Optionen 6h und 24h.
Kunde
21.07.2019 18:53 Uhr
Vielen Dank für die Antwort! Das hat mir schon etwas geholfen. Ein paar Dinge sind mir aber noch nicht ganz klar:

1. Sachverhalt 2: Soll die Vorsteuer tatsächlich noch im Buch für 2018 eingetragen werden? Hier ist ja dann eine Korrektur des Anfang Januar erfolgten Jahresabschluss incl. Korrektur der nach 2019 übertragenen Kontostände (insbesondere 1792 Verrechnungskonto USt / 1790 Umsatzsteuer Vorjahr) nötig. Wäre dann auch eine korrigierte UStVA für 2018 abzugeben? Die zum Vorsteuerabzug berechtigende, gültige Rechnung lag ja 2018 noch gar nicht vor.

Falls es sich um einen Tippfehler handelt und 2019 gemeint war: Zu Jahresbeginn ist der Kontostand von 4855 wieder auf 0; durch die Aufteilung würde er dann negativ werden. Falls in 2019 keine GWG > 250€ angeschafft werden wäre in der EÜR für 2019 ein negativer Betrag bei Kz. 132 Aufwendungen für geringwertige Wirtschaftsgüter einzutragen. Das Online-Formular lehnt aber negative Beträge ab.

2. (Kann ich gerne als separate Frage stellen, falls es den Rahmen sprengt) Wie müssten die Buchungen bei Sachverhalt 1 (Hotel) aussehen, wenn die erste Rechnung bereits deutlich vor der Zahlung eingeht (> 10 Tage oder anderer Monat)? Ist es bei EÜR zulässig (d.h. mit GoBD vereinbar), die Rechnung zunächst nur zu speichern und erst bei tatsächlich erfolgter Zahlung zu verbuchen?
Kunde
23.07.2019 13:19 Uhr
Es wäre schön, wenn Sie zumindest Nr. 1 noch beantworten könnten. Bisher ist die Antwort auf meine Anfrage nicht ausreichend, um die Buchungen in der Praxis tatsächlich durchführen zu können.
Ralph Arens
23.07.2019 14:24 Uhr
"Die zum Vorsteuerabzug berechtigende, gültige Rechnung lag ja 2018 noch gar nicht vor."

Die schreiben, dass die Rechnung zwar im.Januar 2019 gesendet wurde, aber mit Rechnungsdatum 12/18.
Also haben Sie den VSt Abzug in 2018. Nach Gesetz im engeren Sinne also wie von mir geschrieben korrekt.
Um die diskrepanzen aufgrund des schnellen Abschlusses zu vermeiden gibt es auch eine pragmatische Lösung.
Sie korrigieren in der Buchungsperiodr Januar 2019 die Rechnung und buchen einen sonstigen betrieblichen Ertrag:

1576 an 2700

Bis 28.7. bin ich im Urlaub. Danach gerne alle weiteren Fragen.

Herzliche Grüße
Ralph Arens