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Einkommenssteuererklärung für 2019

| Preis: 49 € | Einkommensteuererklärung
Beantwortet von Steuerberater Knut Christiansen in unter 2 Stunden

Im letzten Jahr habe ich versucht die Steuerklasse von 1 (Einzelveranlagung) auf 3/5 (Gemeinschaftlich veranlagt) zu wechseln. Meine Frau hatte 2019 keine Einkünfte, da sie in Spanien unentgeltlich promoviert und auch dort gemeldet war. Sie ist Spanierin und musste noch bis 03/2020 in Spanien aufgrund ihrer Doktorarbeit gemeldet sein. Im Gespräch beim Finanzamt wurde mir mitgeteilt, dass wir bis zu ihrer Anmeldung in Deutschland keine gemeinsame Steuererklärung machen können.

Ich beschäftige mich jetzt wieder aktuell mit dem Thema Steuererklärung und beim recherchieren erscheint es mir nun mehr, dass wir wohl doch eine deutsche Steuernummer für sie hätten beantragen dürfen, um dann eine gemeinshaftliche Steuererklärung zu machen. (Obwohl sie nicht in Deutschland gemeldet ist, da europäisches Ausland.)

Gibt es die Möglichkeit jetzt noch bei Abgabe der Steuererklärung einen Wechsel der Steuerklasse zu erwirken? (Das Finanzamt hatte diese Frage schon im Vorwege verneint. Ich habe allerdings das Vertrauen in unser Finanzamt nach der letzten Fehlauskunft verloren und hoffe dass es eventuell noch irgendeine Ausnahmeregelung gibt...)

Falls ja, wäre ich über eine Beschreibung (im besten Fall mit Verweis auf Paragraphen) dankbar,


Guten Tag und vielen Dank für die Beauftragung bei yourXpert!

Ihre Frage möchte ich Ihnen gerne im Rahmen einer Erstberatung beantworten.

Grundsätzlich ist die Möglichkeit einer Zusammenveranlagung in § 26 EStG geregelt. Dort heißt es u.a.:

Ehegatten können zwischen der Einzelveranlagung (§ 26a) und der Zusammenveranlagung (§ 26b) wählen, wenn beide unbeschränkt einkommensteuerpflichtig im Sinne des § 1 Absatz 1 oder 2 oder des § 1a sind.

In § 1a EStG heißt es wiederum:

Für Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines Staates, auf den das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum anwendbar ist, die nach § 1 Absatz 1 unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind oder die nach § 1 Absatz 3 als unbeschränkt einkommensteuerpflichtig zu behandeln sind, gilt bei Anwendung von § 10 Absatz 1a und § 26 Absatz 1 Satz 1 Folgendes:

[...]
2. der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte ohne Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland wird auf Antrag für die Anwendung des § 26 Absatz 1 Satz 1 als unbeschränkt einkommensteuerpflichtig behandelt. 2Nummer 1 Satz 2 Buchstabe a gilt entsprechend.

Das heißt für Sie:
Sie können mit Ihrer in Spanien lebenden Frau auf Antrag gemeinsam zur Einkommensteuer veranlagt werden, wenn Sie nicht dauernd getrennt lebend sind. In dem Fall erhalten Sie also den doppelten Grundfreibetrag zugewiesen und es kann die Splittingtabelle angewendet werden.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

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Bewertung des Kunden

Sehr kompetent, erreichbar und ergebnisorientiert.

Bei nächster Gelegenheit lasse ich mich gerne wieder beraten.

Kommentare

Insgesamt 11 Kommentare
Kunde
17.04.2020 13:32 Uhr
Ich danke für die Antwort. Meine abschließende Frage wurde leider nicht beantwortet:

"Gibt es die Möglichkeit jetzt noch bei Abgabe der Steuererklärung einen Wechsel der Steuerklasse zu erwirken? (Das Finanzamt hatte diese Frage schon im Vorwege verneint. Ich habe allerdings das Vertrauen in unser Finanzamt nach der letzten Fehlauskunft verloren und hoffe dass es eventuell noch irgendeine Ausnahmeregelung gibt...)"

Mir wurde beim Finanzamt ausdrücklich mitgeteilt, dass es für eine gemeinsame Veranlagung, sprich Steuerklassenwechsel zu spät sei, da hierfür eine deutsche SteuerID für meine Frau noch vor 11.2019 hätte beantragt werden müssen.

Ich möchte Sie bitten auf meine Abschlußfrage einzugehen, ob ich entgegen der Auskunft doch noch zum jetzigen Zeitpunkt eine gemeinsame Veranlagung, sprich Steuerklassenwechsel erwirken kann und wenn ja, wie ich verfahren muss.

Mit freundlichen Gruß,
Michel Wollenschneider
Knut Christiansen
17.04.2020 13:53 Uhr
Hallo Herr Wollenschneider,

die gemeinsame Veranlagung und ein Steuerklassenwechsel sind unterschiedlich zu betrachten.

Für einen rückwirkenden Lohnsteuerklassenwechsel ist es jetzt tatsächlich schon zu spät, da das Jahr 2019 abgelaufen ist. Die Lohnsteuerklasse ist für den Lohnsteuerabzug durch den Arbeitgeber von Bedeutung und hat keinen Einfluss auf die am Ende festzusetzende Einkommensteuer. Die Lohnsteuer ist nur wie eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer des Jahres zu sehen.

Allerdings könnten Sie sich die zuviel gezahlte Lohnsteuer über die Abgabe einer gemeinsamen Einkommensteuererklärung des Jahres 2019 "zurück holen". Denn der Lohnsteuerabzug erfolgte bei Ihnen wie bei einem Nichtverheirateten, so dass dieser zu hoch war. Damit haben Sie zu hohe Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer geleistet. Die Einkommensteuer wird dann durch Steuerbescheid festgesetzt. Von dieser Festsetzung wird dann die gezahlte Lohnsteuer abgezogen. Da die Enkommensteuer in Ihrem Fall bei Zusammenveranlagung aber niedriger ausfällt, würde sich eine Erstattung ergeben.

Ich hoffe das beantwortet Ihre Frage, sonst melden Sie sich gerne noch einmal.

Viele Grüße!

Knut Christiansen
Kunde
17.04.2020 14:27 Uhr
Vielen Dank für die Aufklärung. Ich kann ihrer Darstellung folgen. Das Problem ist, dass meine Frau zur Zeit unserer Eheschließung noch in Spanien ihre Assistenzarztausbildung abschließen musste. Im Jahr 2019 hatte sie dann keine Einkünfte, da sie unentgeltlich promovierte. Wir leben in diesem Sinne schon dauerhaft getrennt, weil unser Beruf uns dazu zwingt. (In Spanien ist es nicht erlaubt die Ausbildungsstätte zu wechseln und ich bin verbeamteter Lehrer in Deutschland.) Wie sehen uns eigentlich somit nur im Urlaub.

Das Finanzamt besteht auf die Abgabe der Steuererklärung via Elsterdatentransfer. Sie begründen das damit, dass ich noch Nebeneinkünfte (1.500 € als Übersetzer für die Stadt Hamburg) hatte.
Ich versuche eine gemeinsame Steuererklärung für 2019 zu machen. Das geht allerdins nicht, da meine Frau keine deutsche Steuernummer hat.

Ich weiß nicht wie ich verfahren soll. Wenn Sie mir in diesem Punkt weiterhelfen können, bin ich gerne bereit Sie zu engagieren und Sie schlagen mir Ihre Honorarzahlung vor. Sollte ich den Anleitungen des Finanzamtes folgen, würde ich wieder eine Steuererklärung für Steuerklasse 1 machen ohne eine gemeinschaftliche Besteuerung zu erfahren und somit einen Steuernachnachteil von über 3.000 € erfahren...

Kunde
17.04.2020 14:31 Uhr
(Wir hatten 2015 geheiratet)
Knut Christiansen
17.04.2020 14:47 Uhr
Hallo Herr Wollenschneider,

die unterschiedelichen Wohnsitze sind insofern nicht bedeutsam, wenn Ihre Ehe an sich intakt ist, wovon ja bei Ihnen auszugehen ist.

Es wundert mich, dass Sie keine Erlärung per ELStER versenden können, nur weil keine Steuer-ID für Ihre Frau eingetragen ist. Können Sie die Anlage WA-ESt 2019 noch ausfüllen (Zeile 14)?

Falls das nicht funktioniert, können wir gerne nächste Woche mal telefonieren.

Schöne Grüße!

Kunde
17.04.2020 15:45 Uhr
Gerne. Für einen Rückruf nächste Woche wäre ich dankbar. Meine Telefonnummer lautet: 0179-9372020

Vielen Dank
Michel Wollenschneider
Knut Christiansen
18.04.2020 08:14 Uhr
Guten Morgen,

ich melde mich gerne bei Ihnen.

Bis dahin ein schönes Wochenende!

Viele Grüße!

Knut Christiansen
Kunde
20.04.2020 12:54 Uhr
Gerne. Für einen Rückruf nächste Woche wäre ich dankbar. Meine Telefonnummer lautet: 0179-9372020

Vielen Dank
Michel Wollenschneider
Kunde
20.04.2020 12:55 Uhr
Wann hätten Sie diese Woche Zeit für ein Gespräch Zeit?

Herzlichen Gruß,
Michel Wollenschneider
Knut Christiansen
20.04.2020 13:12 Uhr
Hallo Herr Wollenschneider,

passt es Ihnen morgen um 14.30 Uhr?

Schöne Grüße!

Knut Christiansen
Kunde
20.04.2020 14:07 Uhr
Ja, perfekt. Vielen Dank und bis morgen.

Herzlichen Gruß,
Michel Wollenschneider