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Berechnung ALG 1

| Preis: 80 € | Familienrecht
Beantwortet von Rechtsanwalt Andreas Fischer

Persönliche Daten:
Alter: 60 Jahre
Beschäftigt seit 4 Jahren, davon die ersten 3,5 Jahre in Teilzeit mit 20 Wochenstunden, in den letzten 6 Monaten in Vollzeit mit 40 Wochenstunden.
Arbeitgeber ist eine kleine Firma mit < 10 Mitarbeitern.
Die Kündigung ist absehbar, da es der Firma wirtschaftlich nicht so gut geht, dann also ca. 7 Monate in Vollzeit + 3,5 Jahre in Teilzeit.

Frage:
Wie errechnet sich die Höhe des ALG 1, nach dem Vollzeit- oder dem Teilzeitlohn?
Wie ist die max. Bezugsdauer, 24 Monate?
Ergäbe sich eine andere Berechnung, wenn ich die Kündigung durch eine erneute Reduzierung auf Teilzeit noch etwas hinauszögern könnte?

Wenn ich §150 SGB 3 lese, steht dort, daß die Teilzeit bei der Berechnung nicht berücksichtigt wird, wenn die Vollzeitbeschäftigung mindestens 6 Monate in den letzten 3,5 Jahren betrug.
Diese Bedingung wäre also erfüllt.
Normalerweise wird man eher aus einer Vollzeitbeschäftigung die Arbeitszeit verringern, in meinem Fall wäre es dann umgekehrt, die Reihenfolge ist im SGB jedoch nicht definiert.

Ist meine Einschätzung an dieser Stelle richtig oder sind hier noch weitere Paragraphen zu berücksichtigen?


Sehr geehrte/r Ratssuchende/r,

meine Antworten auf Ihre Frage mit weiterführenden Hinweisen habe ich in der Anlage hier hochgeladen.

Mit freundlichen Grüßen

A. Fischer, Rechtsanwalt

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Bewertung des Kunden

Auf Rückfrage eine sehr intensive Bearbeitung der Fragestellung. Sehr zu empfehlen.

Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare
Kunde
01.06.2019 13:16 Uhr
Sehr geehrter Herr Fischer,
vielen Dank für ihre Antwort, allerdings ist für mich noch nicht ganz deutlich geworden, warum meine ursprüngliche Einschätzung falsch sein soll.

In §150 SGB III steht:
(1) Bemessungszeitraum ein Jahr.
(2) Bei der Ermittlung des Bemessungszeitraums bleiben außer Betracht
Satz 5:
Zeiten, in denen die durchschnittliche regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit auf Grund einer
Teilzeitvereinbarung nicht nur vorübergehend auf weniger als 80 Prozent der durchschnittlichen
regelmäßigen Arbeitszeit einer vergleichbaren Vollzeitbeschäftigung, mindestens um fünf Stunden wöchentlich, vermindert war, wenn die oder der Arbeitslose Beschäftigungen mit einer höheren
Arbeitszeit innerhalb der letzten dreieinhalb Jahre vor der Entstehung des Anspruchs während eines
sechs Monate umfassenden zusammenhängenden Zeitraums ausgeübt hat.

Gefunden habe ich meine Einschätzung hier:
https://www.erwerbslos.de/images/stories/dokumente/recht_praktisch/newsletter/recht_praktisch_nr_7.pdf

Nur das in diesem Artikel erst Vollzeit und dann Reduzierung auf Teilzeit betrachtet wird.

Mit freundlichen Grüßen
K. P.
Andreas Fischer
02.06.2019 11:47 Uhr
Danke für den Hinweis. Ich habe die Erörterung bei der betreffenden Frage unter Berücksichtigung von § 150 Abs. 2 Ziffer 5 SGB III entsprechend ergänzt. Die Ausnahmevorschrift scheint bei einer "falschen Reihenfolge" nicht anwendbar zu sein. Sie könnten dann, wenn es weitere beachtliche Gründe gäbe, versuchen, eine Härtefallregelung zu verlangen, wobei die reine Maximierung von ALG I wohl nicht ausreichen wird.
Mit freundlichen Grüßen
A. Fischer, Rechtsanwalt
Kunde
02.06.2019 12:25 Uhr
Vielen Dank, für Ihre weitere Beschäftigung mit meiner Frage, insbesondere die Fachlichen Weisungen waren an dieser Stelle sehr hilfreich. Sind derartige Dokumente eigentlich öffentlich verfügbar oder hat man nur als Anwalt Zugriff darauf?
Sie haben richtig eingeschätzt, dass es mir um die Maximierung des ALG 1 geht. Da zwischen mir und dem Arbeitgeber eine Beziehung besonderer Art besteht, in der vertragliche Regelungen nach Absprache möglich sind, wäre z.B. eine (rückdatierte) Teilzeitvereinbarung kein Problem. Ihre Einschätzung der "verkehrten Reihenfolge" war hier jedoch sehr hilfreich.
Zum Schluß möchte ich noch zum Ausdruck bringen, dass es mir nicht um die Ausnutzung der Solidargemeinschaft geht. Sollte die Arbeitsagentur eine Stelle für mich haben, würde ich diese auch gerne annehmen, jedoch schätze ich die Chancen darauf mit 60 Jahren als recht gering ein.
So jedenfalls meine letzten Bewerbungserfahrungen im Alter von 53 Jahren.
Mit freundlichen Grüßen
K. P.
Andreas Fischer
02.06.2019 14:35 Uhr
Gerne geschehen und vielen Dank für die ausgezeichnete Bewertung meiner Antworten.

Die "Fachlichen Weisungen" sind eigentlich für die Sachbearbeiter an den Arbeitsämtern bestimmt, aber auch aus öffentlich zugänglichen Quellen relativ leicht einsehbar.

Hier ist eine Fundstelle:

https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/FW-SGB-III-150_ba015157.pdf

Statistisch gesehen haben Sie übrigens meiner Einschätzung nach in der Zeit des Fachkräftemangels jetzt für einen Neustart so gute Chancen wie noch nie.

Tipp: Bewerben Sie sich bereits jetzt mit Sperrvermerken für den bisherigen Arbeitgeber "aus ungekündigter Stellung" - das verbessert die Chancen, genommen zu werden.

Mit freundlichen Grüßen
A. Fischer, Rechtsanwalt