Passwort vergessen?
ODER Login mit Google
  • Meine Beratungen
  • Kostenlos registrieren
  • Hilfe & Service
Kostenlose Ersteinschätzung

Beiträge freiwillige Krankenversicherung bei Zuverdienst als Rentner

| Preis: 28 € | Sozialversicherungsrecht
Beantwortet von Rechtsanwalt Raphael Fork

Sehr geehrterHerr Fork,

ich werde ab 1.4.2017 bei der Barmer GEK nach bisheriger gesetzlicher Mitgliedschaft freiwillig versichert sein müssen.
Ich beziehe dann eine monatliche Rente aus einem berufständigen Versorgungswerk und aus der VBL von insgesamt 1360.-€. Zusätzlich habe ich Mieteinnahmen in Höhe von durchschnittlich 1500.-€ monatlich. Aus allen diesen Einkünften muss ich KV-Beiträge von gut 18% leisten.

Zusätzlich werde ich demnächst im Rahmen freiberuflicher Tätigkeit (versorgungsmedizinische Gutachten) einen Zusatzverdienst haben, der monatlich vermutlich über den Renteneinkünften liegen wird. Das könnte ich aber beeinflussen durch Bestimmung der Menge an Gutachten.
Als ich dies bei der Versicherung erwähnte, wurde ich gefragt, ob der Verdienst aus der selbstständigen Tätigkeit höher als meine Renteneinkünfte sei und wieviel Zeit in der Woche ich dafür aufwenden würde.

Deswegen meine Frage: welche Auswirkungen haben diese Bedingungen (Entgelthöhe, Zeit des Arbeitsaufwandes) auf die Beitragsbemessung. Wenn ich richtig verstanden habe, zählen bei freiwillig Versicherten doch ohnehin alle Einkunftsarten!?


Mit freundlichen Grüßen
Daniela Wirth

Sie haben eine Frage im Bereich Sozialversicherungsrecht? Nutzen Sie unsere Anwaltshotline:
0900-1010 999 * anrufen
Kennung eingeben: 18537
» Sie werden sofort mit einem*einer Anwält*in verbunden!

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre rechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworte:



Frage 1:
"welche Auswirkungen haben diese Bedingungen (Entgelthöhe, Zeit des Arbeitsaufwandes) auf die Beitragsbemessung. Wenn ich richtig verstanden habe, zählen bei freiwillig Versicherten doch ohnehin alle Einkunftsarten!?"


Für die Beitragsbemessung haben diese Bedingungen in zweierlei Hinsicht Bedeutung, nämlich zum einen bezüglich der Beitragsklasseneinstufung verbunden mit den daraus anzusetzenden sog. fiktiven Einnahmen als Mindestbeitragsbemessungsgrenze und zum anderen bezüglich der Frage ob die Einnahmen überhaupt der Beitragsbemessung unterliegen.

Beide Faktoren wirken sich nach Ihrer Schilderung aber für Sie nicht wesentlich aus, sodass es aus Sicht der Kasse nur um Ihre Beitragsklassenstufung ( derzeit wohl freiwillig versicherter Rentner) geht.

In Betracht kommen für Sie sowohl die Einstufung als hauptberuflicher als auch als nebenberuflich Selbständige.

Bei einer Einstufung als hauptberuflich Selbständige werden bei Ihnen Mindesteinahmen von ca. 2200 € zugrunde gelegt, als nebenberuflich Selbständige ca. 1000 €.

Da Ihre aktuellen beitragspflichtigen Einnahmen beide Mindesteinnahmen deutlich übersteigen, ergibt sich hier für Sie kein Unterschied.

Welche Kriterien für die Einstufung maßgeblich sind, können Sie unter

http://www.hkk.de/fileadmin/doc/Firmenservice/Rundschreiben_der_Spitzen/2015/RS_2015-332_Anlage_1.pdf

nachlesen.



Dabei gilt als Faustformel, dass Ihre Arbeitszeit inklusive Vor- und Nachbereitung weniger als 20 Stunden wöchentlich beträgt und ob Ihre selbstständige Tätigkeit den Mittelpunkt Ihres Erwerbslebens darstellt oder nicht.


Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

War diese Antwort hilfreich?

Sie haben eine Frage im Bereich Sozialversicherungsrecht?

Raten Sie nicht weiter!

Unsere Rechtsanwält*innen geben Ihnen gerne eine kostenlose
Ersteinschätzung zu Ihrem Anliegen.

Jetzt kostenlose Ersteinschätzung einholen

Bewertung des Kunden

Wie prüfen wir die Echtheit von Kundenbewertungen?

Kundenbewertungen, die als verifiziert gekennzeichnet sind, wurden von Kund*innen getätigt, die mit ihrem registrierten Kundenkonto eine kostenpflichtige Beratung erworben haben. Nach Zahlung und Beratungsabschluss erhalten unsere Kund*innen einen Bewertungslink und haben darüber die Möglichkeit, eine entsprechende Bewertung abzugeben.

Bei unseren Bewertungen handelt es sich ausschließlich um verifizierte Bewertungen.

Der auf den Profilen unserer Expert*innen angezeigte Bewertungsdurchschnitt setzt sich ausschließlich aus verifizierten Bewertungen zusammen. Jeder Bewertung wird für die Berechnung des Bewertungsdurchschnitts dabei die gleiche Gewichtung zugemessen.

Wir veröffentlichen alle Kundenbewertungen, unabhängig von der Anzahl der vergebenen Sterne. Eine Löschung findet nur statt, wenn wir dazu rechtlich verpflichtet sind (z.B. beleidigender Inhalt).

Meine Fragen wurden gut und promt beantwortet. verifiziert

Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare
Kund*in
Danke für Ihre prompte Antwort! Eine Zusatzfrage: ich geh doch recht in der Annahme, dass ich -falls meine selbstständigen Einkünfte die Summe aus Rente und Mieteinnahmen übersteigen würden- trotzdem für alle Einkünfte bis zur Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherungsbeiträge zahlen müsste!??
13.03.2017 16:15 Uhr
Kund*in
Danke für Ihre prompte Antwort! Eine Zusatzfrage: ich geh doch recht in der Annahme, dass ich -falls meine selbstständigen Einkünfte die Summe aus Rente und Mieteinnahmen übersteigen würden- trotzdem für alle Einkünfte bis zur Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherungsbeiträge zahlen müsste!??
13.03.2017 16:17 Uhr
Raphael Fork
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:



Nachfrage 1:
"ich geh doch recht in der Annahme, dass ich -falls meine selbstständigen Einkünfte die Summe aus Rente und Mieteinnahmen übersteigen würden- trotzdem für alle Einkünfte bis zur Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherungsbeiträge zahlen müsste!?"


Das sehen SIe vollkommen richtig.

Die von mir geschilderte Beitragsklasseneinstufung hat nur eine Bedeutung für die Mindestbemessungsgrundlage, d.h. aus welchen monatlichen Einnahmen Ihr krankenversicherungsbeitrag grundsätzlich berechnet wird ( auch wenn Sie in einzelnen Monaten oder dauerhaft diese Einnahmen tatsächlich gar nicht erreichen würden). Dies bildet sozusagen die Untergrenze.

Als Obergrenze gilt die Beitragsbemessungsgrenze. Sobald Ihre Gesamteinnahmen die Beitragsbemessungsgrenze überschreiten, ist der übersteigende Anteil nicht mehr den Sozialversicherungsbeiträgen unterworfen.

Bei einer Berechnung aus mehreren Einkunftsquellen, sollten Sie daher immer zusätzlich überprüfen, ob Ihre Kasse sich auch insgesamt an die Beitragsbemessungsgrenze gehalten hat, da bei der Einzelrechnung Fehler passieren können, wenn man die Einzelsummen unkritisch aufaddiert.





Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-
14.03.2017 08:42 Uhr

yourXpert:
(Rechtsanwalt)
Termin?
Chat 2 € / Min
Termin vereinbaren
17 Bewertungen

"Sie und Ihr rechtliches Problem stehen bei mir beratend, außergerichtlich und gerichtlich allein im Mittelpunkt. Ich berate Sie umfassend, verständlich und vor allem lösungsorientiert."
39 Antworten
ZDF WISO Testsieger

    So funktioniert's

  1. Kostenlose anwaltliche Ersteinschätzung
  2. Unverbindliches Festpreisangebot
  3. Angebot annehmen und Rechtsberatung erhalten
Anliegen schildern
Jetzt zum Newsletter anmelden und die besten Rechts-Tipps erhalten
+ exklusive Gutscheinaktionen für alle Beratungsbereiche