HomeschoolingLernen zu Hause während der Corona-Krise

Bei vielen Eltern und Schüler liegen seit Wochen die Nerven blank. Die Lehrer schicken täglich oder wöchentlich Aufgabe nach Aufgabe. Oftmals sind es Tafelbilder ohne Erklärungen und Inhalte, die für die Schüler neu sind. Meistens sind die Aufgaben für das Selbstlernen zu Hause auch nicht entsprechend didaktisch aufbereitet.

Die Eltern fühlen sich als Ersatzlehrer missbraucht – wofür sie weder die Zeit noch das Wissen und Können haben. Auch für die Schüler selbst ist die Situation sehr belastend – abgeschottet von ihren Freunden und Gleichaltrigen – und ohne Lehrer, die Stoff erklären und Hilfestellungen geben könnten.

Als Pädagogin empfehle ich den Lernstoff auf das Wesentliche zu reduzieren. Man sollte sich nur auf die Fächer und Inhalte konzentrieren, die auch in den folgenden Jahrgangsstufen als Grundlagen gebraucht werden. Dies sind die Hauptfächer, die inhaltlich nach und nach aufeinander aufbauen (Sprachen und Naturwissenschaften). 

Auch zeitlich sollte man die Kinder nicht den ganzen (Vormit)Tag zum Lernen „zwingen“.  Auch wenn die Schule normalerweise 6 Stunden dauert, so kann man diese Zeit nicht auf das Lernen zu Hause direkt übertragen. Während des Schultags ist nämlich kein Schüler permanent hoch konzentriert, sondern ist mit den Gedanken auch mal abwesend. Daher zeitlich kürzer, aber konzentriert arbeiten.

Auch ist wichtig, regelmäßig Pausen beim Lernen zu Hause einzulegen, in Abhängigkeit der Konzentrationsfähigkeit des einzelnen Schülers. Dies sollte in der Regel aber schon nach ca. 30 Minuten Lernzeit erfolgen.

Haben Sie weitere Fragen zu diesem Thema, (z.B. wie kann man den Stoff auf das Wichtige reduzieren, oder wie teilt man die Lernzeit am besten ein, Lernen lernen, sonst. Lernprobleme..), dann stehe ich Ihnen als Expertin gerne zur Verfügung.,

Claudia Mittermaier, Pädagogin M.A., München