E-Mail oder Benutzername: Passwort: Passwort vergessen?
ODER Login mit Google
  • Kostenlos registrieren
  • Hilfe & Service
Kostenlose Anfrage
Zurück zu allen Antworten

yourXpert:
(Steuerberater)
erreichbar





zertifiziert
Dieser Experte hat seine Qualifikation nachgewiesen und ist von uns zertifiziert!

Geld-Zurück-Garantie
Geld-Zurück-Garantie: Dieser Experte bietet Ihnen für X-Mails eine Geld-zurück-Garantie: War die Beratung inhaltlich nicht korrekt, erhalten Sie Ihr Geld zurück!
"Freundlich, schnell und zuverlässig. Steuerliche Antworten für Arbeitnehmer, Rentner, Vermieter und Selbständige. Ich nehme mir Zeit, Ihre Lebenssituation und Ihr Anliegen genau anzuschauen, damit Sie die optimale steuerliche Lösung finden."
yourXpert wurde ausgezeichnet
1. Platz Internetauftritt und Datensicherheit
Online-Beratung
Testsieger
in der
ZDF-Sendung WISO
Im Test: 5 Anbieter
Sendung vom 28.10.2013
Online-Rechtsberatung
Branchengewinner
"Erlebter Kundenservice"
DIE WELT
Service-Champions 2017
Im Test: 8 Anbieter
Veröffentl. in DIE WELT, 19.10.17
Kundenmeinungen
Qualifizierte Experten
Bereits 15.925 Kundenbewertungen bestätigen den hohen Beratungsstandard unserer Experten!

» Mehr dazu hier

Rückzug aus Kanada nach Deutschland. Einer arbeitet in D, einer in Kanada

| Preis: 64 € | Einkommensteuererklärung
Beantwortet von Steuerberater Bernd Thomas

Wir werden als Familie (Ehepaar mit 3 Kindern) wieder nach Deutschland ziehen. Ich werde dabei ab 1.10. in Deutschland sein und meine Frau mit Kindern ab voraussichtlich Juli 2019. Ich werde in D normal sozialversicherungspflichtig angestellt (70.000 Euro Brutto). Für meine Frau haben wir zwei Optionen: Sie kann hier angemeldet werden und würde auch sozialversicherungspflichtig angestellt (etwa 15.720 Euro Brutto). Da sie im Internet arbeitet, wäre das kein Problem. Bisher hat sie in Kanada für den gleichen deutschen Arbeitgeber als selbständige gearbeitet und monatlich Rechnungen (etwa 27.000 CAN Dollar/ Jahr) nach Deutschland geschrieben. Im Verhältnis würde sie in Deutschland weniger verdienen, so dass ich die Steuerklasse 3 und sie 5 bekommen würde. Würde sie in Kanada selbständig bleiben, wie würde sich das auswirken? Müsste ich Steuerklasse 1 nehmen und würden dann überhaupt die Kinder berücksichtigt? Eine Zusammenveranlagung wäre in dieser Zeit wahrscheinlich auch nicht möglich, oder? Ich versuche einfach rauszufinden wie wir das optimal gestalten, so dass wir am meisten in der Tasche haben, besonders da wir anfänglich die Lebenshaltungskosten in beiden Ländern finanzieren müssen.


Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage aufgrund Ihrer Angaben im Rahmen einer Erstberatung auf yourXpert. Die Beantwortung erfolgt gemäß der von Ihnen gemachten Sachverhaltsangaben. Fehlende oder fehlerhafte Angaben können das rechtliche Ergebnis beeinflussen.

Eine gemeinsame Veranlagung (und damit einhergehend die Inanspruchnahme des Ehegattensplittings) ist möglich, wenn beide Ehegatten in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig sind, dies erfordert in der Regel Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt in Deutschland. Wenn Sie gemeinsam einen Wohnsitz in Deutschland begründen, wird dies in der Regel zur unbeschränkten Steuerpflicht Ihrer Ehefrau führen, auch wenn Ihre Frau anfangs nur zu gelegentlichen kürzeren Aufenthalten nach Deutschland kommt. In diesem Fall ist auch die Steuerklassenkombination III/V möglich.

Wenn Ihre Ehefrau weiterhin selbständige Einkünfte in Kanada hat, so kommt es für die Besteuerung auf die Bestimmung des Ansässigkeitsstaates an. Solange Ihre Frau noch in Kanada lebt, wird dies voraussichtlich Kanada sein, die Einkünfte wären in Kanada zu versteuern. Eine gemeinsame Veranlagung wäre jedoch in Deutschland weiterhin möglich, die kanadischen Einkünfte müssten lediglich im Rahmen des Progressionsvorbehalts erklärt werden, dadurch würden sie in Deutschland nicht besteuert, aber der Steuersatz auf das restliche Einkommen erhöht sich. Dasselbe gilt für nichtselbständige Arbeit, wenn sie Kanada als Ansässigkeitsstaat hat und die Arbeit dort ausübt.

Wenn die nichtselbständige Arbeit in Deutschland ausgeübt wird, fällt die Besteuerung nach Deutschland, dies ist vermutlich die einfachste Variante, da dann keine Probleme mit der Doppelbesteuerung entstehen.

Die minderjährigen Kinder können steuerlich auf jeden Fall berücksichtigt werden, der Wohnsitz bzw. die Haushaltszugehörigkeit der Kinder ist nur beim Kindergeld, nicht bei den -freibeträgen, entscheidend. Sollten die Kinder bereits volljährig sein, fragen Sie bitte noch einmal nach.

Gerne stehe ich Ihnen für eine Rückfrage zur Verfügung und im Übrigen würde ich mich, für den Fall, dass Sie mit meiner Beratung zufrieden waren, über eine positive Bewertung hier auf yourXpert sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Thomas

Steuerberater

War diese Antwort hilfreich?

Sie haben eine Frage? Holen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich Angebote unserer Experten ein!

Nach dem Einstellen Ihrer Frage erhalten Sie individuelle Preisangebote unserer Experten, aus welchen Sie einfach das für Sie passende Angebot auswählen können!

Unsere Experten stehen Ihnen jetzt zur Verfügung. Stellen Sie jetzt Ihre Frage!

Hier kostenlos und unverbindlich Angebote einholen!

Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare
Kunde
29.09.2018 16:33 Uhr
Vielen Dank für Ihre Ausführungen. Nur noch mal um das für mich klar zu bekommen: Die einfachste Variante wäre es, wenn wir beide in Deutschland arbeiten und Steuern entrichten. Was unsere Kinder angeht, werden sie im Sommer in Deutschland gemeldet (Alter: 8, 17 (im April dann 18) und 20. Wäre es vorteilhafter, wenn wir die Steuerklassen III/V nehmen oder wenn meine Frau auf Rechnungsbasis aus Kanada heraus weiterarbeiten würde? In diesem Fall wäre mir nämlich nicht klar welche Steuerklasse ich haben würde. Ich würde vermuten Klasse I und somit würde erheblich weniger netto übrig bleiben, richtig? Vielen Dank noch einmal.
Bernd Thomas
24.10.2018 16:00 Uhr
Sehr geehrter Fragesteller,

entschuldigen Sie die verspätete Antwort, ich hatte die Nachfrage übersehen.

Wenn Sie die Steuerklassenkombination III/V wählen, haben Sie zunächst ein höheres Nettoeinkommen, da die Steuerklasse III begünstigt besteuert wird. Jedoch wird dieser Effekt bei Veranlagung nach Abgabe der Steuererklärung wieder korrigiert, in der Gesamtbetrachtung (Steuerabzug vom Lohn, Vorauszahlungen, Nachzahlung bzw. Erstattung nach Veranlagung) verbleibt kein Effekt durch die Steuerklassenwahl.

Gegebenenfalls setzt das Finanzamt bei Steuerklasse III vierteljährliche Vorauszahlungen fest.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Thomas
Steuerberater