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Hündin - keine Diagnose

| Preis: 28 € | Tierarzt
Beantwortet von Tierärztin Dr. med. vet. Pia Comtesse

Schönen guten Tag,

wir sind ziemlich ratlos, was mit unserer Hündin (6Jahre, mischling,18kg, ) los ist, da Sie sich nun seit einiger Zeit auffällig verhält:

Letztes Wochenende z.B. war sie beispielsweise unruhig, ständig am hecheln und immer nur am Essen…als würde es nur noch um essen gehen (beim spazieren z.B) saß nachts winselnd im flur ( musste nicht pipi) Sie juckte sich an Pfoten - Ohren - Beine,

Auffallend ist, dass Sie quasi uneingeschränkt frisst und alles nach Essen absucht.
Ihr Kot ist normal, sie hat kein Fieber….beim 1. Arztbesuch sprach dieser die Scheinschwangerschaft an, die Sie 1-2 x im Jahr hat…
sie zeigt aber davon keine bzw. kaum Symptome lediglich Ihr Gesäuge ist vergrössert.

…Am Futter kann es auch nicht liegen. Hier wurden wir dann mit Medikamenten für die Scheinschwangerschaft versorgt.

Unverstanden sind wir am nächsten tag zum 2. Arzt hier wurde direkt Blut abgenommen.
Alle Blutwerte waren hier in Ordnung ausser Alk. Phosphatase mit einem sehr hohen Wert von 700.
Wir haben noch ein Ultraschall gemacht - dieses zeigte eine kleine Zyste am Eierstock ( 1,5cm)
Die wir bei Kastration entfernen sollen. Hier erhielten wir ein Mittel für den Juckreiz ( der an diesem Tag aber nicht mehr vorhanden war ) Also haben wir das nicht gegeben.


Ein Tag später sind wir nochmal zur Klinik - da Ihr Zustand deutlich schlechter war - sie stand kaum noch auf - lag in der nacht in einem Raum in dem sie normalerweise nie ist.
Statt unruhig wirkt Sie ziemlich lethargisch, schwach und lustlos.
Nach einer Röntgenaufnahme wurde wieder nichts festgestellt was auffällig wäre. Komisch war, dass doch einiges im Magen war, obwohl sie wegen der Blutabnahme wenig zu essen bekommen hatte. Auch waren viele Luftstellen im Darm sichtbar, was komisch ist, da Sie keinerlei Anzeichen von Blähungen hat.


Heute 4. Tag liegt sie nur müde da - hechelt nicht - kratzt nicht - steht maximal auf wenn man sie mit essen lockt.

Ich wünsche mir hier nicht unbedingt eine Diagnose, nur Hilfe & Unterstützung, in welche Richtung man den Arzt lenken kann.
Sprich: Wenn wir nun noch einen Arzt aufsuchen, was der untersuchen könnte und was als mögliche Erkrankung zugrunde liegt.

Beste Grüße,
Jonas


Sehr geehrter Ratsuchender,

die Symptome Ihrer Hündin sind relativ unspezifisch, daher kommen einige Erkrankungen in Betracht, die ich Ihnen gerne nachfolgend aufzähle. Die starke Erhöhung der alkalischen Phosphatase sehe ich hier als wichtiges Kriterium. Bei folgenden Erkrankungen ist die AP beim Hund erhöht; die wichtigsten Erkrankungen, zu der auch die Symptome Ihrer Hündin passen, habe ich mit einem Ausrufezeichen versehen:

  • Bauchspeicheldrüsenentzündung (!)
  • Erkrankungen der Gallenblase und der Gallengänge
  • Lebererkrankungen
  • Diabetes mellitus (!)
  • Hyperadrenokortizismus / Morbus Cushing (!)
  • Medikamente wie Cortison oder Medikamente gegen Epilepsie erhöhen die AP ebenfalls
  • Tumorerkrankungen

Ich rate Ihnen zu der folgenden Vorgehensweise. Lassen Sie ein Ultraschall vom Bauchraum Ihrer Hündin machen. Hier ist es wichtig die Leber und die Bauchspeicheldrüse (Bauchspeicheldrüsenentzündung!) zu untersuchen. Wurde ein großes Blutbild gemacht? Wenn Nein, bitte nachholen und den Fruktosaminwert (Diabetes!) bestimmen. Bitte auch die Schilddrüsenwerte Ihrer Hündin bestimmen lassen! Sollte hier nichts gefunden werden, muss ein Nebennierenfunktionstest gemacht werden um einen sog. Morbus Cushing (Hyperadrenokortizismus) auszuschließen. Sollte hier auch kein Ergebnis herauskommen, würde ich noch einmal die AP bestimmen lassen, ob diese noch immer so stark erhöht ist. Sollte die AP länger als 1 Monat um mehr als das 3-fache erhöht sein, ohne dass die vorangegangenen Untersuchungen ein Ergebnis gebracht haben, würde ich eine eingehende Leberuntersuchung (eventuell Biopsie) vornehmen lassen.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Hündin alles Gute und hoffe sehr, dass bald eine Diagnose vorliegt. Gerne würde ich wissen wie es Ihrer Hündin ergangen ist und hoffe sehr Ihnen mit meinen Ausführungen weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüssen

Ihre Dr.vet.med. Pia Comtesse


 

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