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Erbschaftssteuererklärung und Taschengeld

| Preis: 29 € | Erbrecht
Beantwortet von Rechtsanwalt Bernhard Schulte

Sehr geehrter Herr Schulte,

folgender Sachverhalt:
Mein Vater ist bereits verstorben, nun auch meine Mutter und ich werde folgendes Erben:
- Anteil an einer vermieteten Immobilie, Wert von Anteil: 610.000€
- Guthaben an Bargeld: 75.000

Der Freibetrag beträgt soviel ich weiß 400.000€.

Ich habe jedoch in 8 der letzten 10 Jahre Taschengeld bekommen (also bis vor 2 Jahren). Dies waren monatlich 1.050€ per Dauerauftrag von ihrem Girokonto an mein Girokonto.
Müsste ich dieses Geld auch angeben und versteuern? Wird das Finanzamt überhaupt dahingehend nachforschen?

Vielen Dank.


Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

der Einfachheit halber können wir gerne telefonieren. So können auch Rück- und Verständnisfragen etc. schnell & unkompliziert beantwortet und geklärt werden.

Wenn Sie mir Ihre Telefonnummer (vorzugsweise Festnetz) geben, rufe ich Sie gerne zeitnah an. Alternativ können Sie mir natürlich auch hierzu Terminwünsche mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte
Rechtsanwalt, Datenschutzauditor (TÜV) und externer Datenschutzbeauftragter (TÜV)

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Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare
Bernhard Schulte
04.02.2020 20:57 Uhr
Sehr geehrte (r) Fragesteller (in),

aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben möchte ich Ihre Frage, wie folgt, beantworten.

Ja, hier gilt ein Freibetrag von 400 TEUR alle 10 Jahre im Verhältnis einer Erbschaft / auch Schenkung zwischen Eltern zu Kind.

Dieser Freibetrag ist hier alleine schon durch Ihren Immobilienanteil von 610 TEUR um 210 TEUR überschritten.

Da Sie in den letzten 8 Jahren noch Schenkungen von jährlich ca. 12.600 EUR erhalten haben, sind diese meines Erachtens ebenfalls mit anzugeben, so dass sich der zu versteuernde Betrag für Sie leider erhöhen wird.

Ob das FA hier bzgl. des Taschengeldes bei Nichtangabe Nachforschungen betreiben wird, kann ich nicht sagen. Möglich ist das. Sollten Sie das hier nicht angeben wollen, wäre das eine Steuerhinterziehung. Daher kann ich Ihnen nur raten, sämtliche Schenkungen mit anzugeben.

Hoffentlich konnte ich Ihnen weiterhelfen. Über eine positive Bewertung von z.B. 5 Sternen würde ich mich freuen., auch wenn meine Einschätzung vielleicht nicht ganz das ist, was Sie sich erhofft haben.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte
Rechtsanwalt, Datenschutzauditor (TÜV) und externer Datenschutzbeauftragter (TÜV)
Kunde
04.02.2020 21:08 Uhr
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich hätte noch dazu erwähnen sollen, dass das "Taschengeld" zur Finanzierung meines Unterhalts während des Studiums gedacht war und dafür auch genutzt wurde, sprich Miete, Lebensmittel, etc.
Hier steht in § 13 ErbStG Abs. 12:
"Steuerfrei bleiben ... Zuwendungen unter Lebenden zum Zwecke des angemessenen Unterhalts oder zur Ausbildung des Bedachten".
Fällt dies nicht darunter?
Kunde
04.02.2020 21:09 Uhr
Da es mein Fehler war es nicht zu erwähnen reicht natürlich auch eine kurze Antwort.
Bernhard Schulte
04.02.2020 21:31 Uhr
In diesem Falle sind die monatlichen Zuwendungen in der Tat steuerbefreit nach der angegebenen Norm.

MfG
Schulte