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Bitcoin, Verlustrücktrag und Umsatzssteuer

| Preis: 33 € | Kapitalvermögen
Beantwortet von Steuerberater Bernd Thomas

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2017 habe ich Gewinne mit privaten Veräußerungsgeschäften gemacht (Bitcoin, Cryptowährungen).

Ich handelte lediglich mit meinem Privat-Kapital. Es liegt kein gewerbliches Interesse vor.

2018 begann mit einem starken Kursrückgang, so dass hier Verluste entstanden. Das Jahr ist noch lang und daher ist die Hoffnung, dass diese Verluste noch wett gemacht werden können.

Sollte dies nicht gelingen, so möchte ich die Gewinne 2017 und die Verluste 2018 für die Steuer 2017 durch einen „VerlustRücktrag“ in 2017 vermindern.

Mein Lohnsteuerprogramm lässt dies zu (ich gehe also davon aus, dass das generell OK ist), im beschreibenden Text heißt es aber:
„Der Verlust muss vom Finanzamt festgestellt worden sein.“

Fragen zum Verlustrücktrag:
1. Der Verlust muss vom Finanzamt festgestellt worden sein !
Was bedeutet das und wie ist vorzugehen ?
2. Gibt es Fristen, die zu berücksichtigen sind ?



Ein Großteil der Gewinne wurde durch Tausch Währung gegen Währung innerhalb eines Jahres gemacht (z.B. Bitcoin mit Ethereum) und wurden nicht in Euro getauscht.
Ich hatte noch keinerlei Erfahrung in diesem Markt und habe daher „handwerkliche“ Fehler gemacht, die ein Ausweisen eines jeden einzelnen Trades sehr schwierig machen.

Fragen zum steuerpflichtigen Ereignis:
3. Durch fehlende Dokumentation jedes einzelnen Trades würde ich gern das nur das Zurücktauschen Bitcoin in Euros versteuern. Diese Trades kann ich komplett und lückenlos nachweisen.
Kann man dies mit dem Finanzamt verhandeln ?

Umsatzsteuer beim Handel von Cryptowährungen:
Folgender Artikel hat mich aufhorchen lassesn.

https://www.spba.de/mit-bitcoins-und-co-in-der-umsatzsteuerfalle/

4. Können Sie bitte auf Risiken hinweisen ?
5. Muss eine Umsatzsteuer-Voranmeldung erfolgen ?

MfG S. L.


Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst einmal vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben im Rahmen einer Erstberatung auf yourXpert gerne beantworte. Die Beantwortung erfolgt gemäß der von Ihnen vorgenommen Sachverhaltsschilderung. Fehlende oder fehlerhafte Angaben zu den tatsächlichen Verhältnissen können das rechtliche Ergebnis durchaus beeinflussen. Insbesondere gehe ich davon aus, dass Art und Umfang des Handels so sind, dass keine Gewerblichkeit vorliegt.

Verluste müssen vom Finanzamt gesondert festgestellt werden, dies erfolgt, wenn Sie im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung diesen Antrag stellen  (hierzu kreuzen Sie das Feld "Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags" auf dem Hauptvordruck der Einkommensteuererklärung an). Diesen Antrag stellen Sie mit der Steuererklärung 2018, der Bescheid für 2017 wird dann von Amts wegen geändert. Die Fristen für die Verlustfeststellung sind grundsätzlich dieselben wie bei der Einkommensteuererklärung.

Ein Tausch (z.B. Bitcoin gegen Ethereum) ist ein entgeltlicher Vorgang, es liegt somit eine Veräußerung und eine Anschaffung vor. Der dabei entstehende Veräußerungsgewinn ist steuerpflichtig, wenn die weiteren Voraussetzingen gegeben sind. Eine tatsächliche Verständigung mit dem Finanzamt ist nur bei einer Betriebsprüfung möglich, in Ihrem Fall leider nicht. Wenn Sie die genauen Vorgänge nicht mehr ermitteln können, sind die Vorgänge sachgerecht zu schätzen. Hierzu können Sie Rücksprache mit dem Finanzamt halten, allerdings erteilt das Finanzamt keine verbindlichen Auskünfte dazu, da der Sachverhalt bereits realisiert wurde. Eine informelle Einschätzung im Rahmen des Veranlagungsverfahrens kann jedoch in der Regel telefonisch erfragt werden.

Verkäufe von Bitcoins sind umsatzsteuerfrei, dies hat das Bundesfinanzministerium inzwischen klargestellt, siehe BMF v. 27.02.2018 - III C 3 - S 7160-b/13/10001 BStBl 2018 I S. 316. Auf diesen Erlass können Sie sich auch berufen, da hier das Prinzip der Selbstbindung der Verwaltung gilt.

Solange das Finanzamt Sie nicht auffordert,eine Umsatzsteuervoranmeldung oder Umsatzsteuererklärung abzugeben, müssen Sie hier nichts erklären (unter Voraussetzung, dass nicht aus anderen Gründen eine Abgabepflicht besteht). Falls Sie eine Umsatzsteuererklärung abgeben, tragen Sie die Umsätze mit Bitcoins in die Zeile 44 der Anlage UR ein, mit Angabe steuerfrei nach § 4 Nr. 8 Buchstabe b UStG.

Gerne stehe ich Ihnen für eine Rückfrage zur Verfügung und im Übrigen würde ich mich, für den Fall, dass Sie mit meiner Beratung zufrieden waren, über eine positive Bewertung hier auf yourXpert sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Thomas

Steuerberater

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Kommentare

Insgesamt 5 Kommentare
Kunde
22.05.2018 10:15 Uhr
Anschlussfragen zu Ihrer Antwort:

Antwort: „Verluste müssen vom Finanzamt gesondert festgestellt werden…“

Frage: Die zu versteuernden Gewinne aus 2017 waren erheblich, leider auch die in 2017 derzeit realisierten Verluste.

Daher ist mir daran gelegen, die Erklärungen 2017 und 2018 möglichst zeitnah, wenn möglich gar parallel, bearbeiten zu lassen.

Welche Vorgehensweise können Sie mir hierzu empfehlen?

Ist es evtl. sogar möglich zunächst die Erklärung 2018 (Verluste) und erst danach 2017 (Gewinne) einzureichen?
Bernd Thomas
22.05.2018 10:40 Uhr
Sehr geehrter Fragesteller,

die Steuererklärungen müssen nicht chronologisch abgegeben werden, allerdings bestehen gesetzliche Abgabefristen (bei Einkommensteuer 2017 in der Regel der 31.05.2018, bei Abgabe über einen Angehörigen der steuerberatenden Berufe i.d.R, 31.12.2018), bei deren Verstreichen gegebenenfalls Verspätungszuschläge festgesetzt werden.

Sie können gegebenenfalls Fristverlängerung beantragen, diese wird jedoch zumeist nur gewährt, wenn gewichtige Gründe vorliegen.

Eine Abgabe für 2018 ist erst im Jahr 2019 möglich.

Falls sich nachträglich für 2017 noch ein Verlustrücktrag ergibt, ändert das Finanzamt einen bereits vorliegenden Bescheid noch einmal von Amts wegen. Insofern gehen Ihnen die Verluste nicht verloren.

Falls die Veranlagung 2017 sehr spät erfolgt, droht eine Verzinsung des Nachzahlungsbetrags, die Zinsen betragen 0,5% je angefangenem Monat, das sind 6% im Jahr. Der Zinslauf für 2017 beginnt am 01.04.2019.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Thomas
Steuerberater
Kunde
05.07.2018 11:52 Uhr
Guten Tag Herr Thomas,

ich bin auf der Suche nach einem Steuerberater mit dem ich gemeinsam die Steuererklärung für 2017/ 2018 durchführen kann.

Wie anfangs berichtet wurden 2017 steuerpflichtige Gewinne mit Cryptowährungen erzielt. Durch den sehr starken Kursrückgang in 2018 sind (steuerwirksame) Verluste entstanden. Dieser soll durch einen Verlustrücktrag nach 2017 steuermindernd wirken.

Da ich keine Festanstellung ausübe, werde ich für gewöhnlich erst zum April des Folge-Folge-Jahres zur Steuererklärung aufgefordert (für 2016 wurde ich erst im April 2018 aufgefordert)

Allerdings besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass das FA die Erklärung früher einfordert.

Ich suche nun einen Weg, die Steuererklärung 2017 gesichert erst in 2019 zu machen und dann zeitnah mit der Verlusterklärung 2018 einzureichen.

Ideal wäre, zunächst die Verluste 2018 einzureichen und nach deren Feststellung die Gewinne mit der Steuerklärung 2017.

Fragen:
Bieten Sie die Dienstleistung zur Erstellung einer Steuererklärung an ? Die Erklärung erfolgt an das FA Wiesbaden II.

Haben Sie schon Erfahrung gesammelt bzgl. Steuern und Bitcoin ? (allgemein Kryptowährungen, ICO’s und Token).

Falls nein, können Sie mir einen Berater empfehlen ?

MfG S. L.
Bernd Thomas
05.07.2018 13:12 Uhr
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne übernehme ich die Erstellung Ihrer Einkommensteuererklärung. Hierzu benötige ich die Unterlagen per E-Mail oder Post.

Als Abgabefrist für 2017 gilt allgemein in Hessen der 28.02.2019, wenn SIe dies durch einen Steuerberater erledigen lassen.

Falls Sie eine Erledigung durch mich wünschen, beauftragen Sie mich bitte.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Thomas
Steuerberater

Dipl.-Kaufmann (FH) Bernd Thomas, Steuerberater, Neustadtswall 85, 28199 Bremen, Tel. und Fax 0421 70905588, Mobil 0163 9632333, USt-IdNr. DE316948369, Mitglied der Hanseatischen Steuerberaterkammer Bremen, Registernummer 111705, Berufshaftpflichtversicherung bei R+V Allgemeine Versicherung AG, Mittlerer Pfad 24, 70499 Stuttgart, Versicherungssumme: 250.000 Euro für den einzelnen Schadensfall; Jahreshöchstleistung: 1.000.000 Euro (für alle Schäden eines Versicherungsjahres)
Kunde
08.08.2018 12:25 Uhr
Folgefrage:

Ich nehme Bezug auf die oben geschilderte Situation.

Zusatzinfo: es wurde ein 6-stelliger Gewinn in 2017 realisiert. Dabei wurden >1000 Trades durchgeführt.

Nun sehe ich die Gefahr, dass das FA die Gewinne 2017 als „gewerblich“ einstuft und somit der Verlustrücktrag aus 2018 nach 2017 nicht mehr möglich ist.

Können Sie bitte hierzu eine Einschätzung abgeben, gerne auch gegen eine folgeden Bezahlung.

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