E-Mail oder Benutzername: Passwort: Passwort vergessen?
ODER Login mit Google
  • Kostenlos registrieren
  • Hilfe & Service
Kostenlose Anfrage
Zurück zu allen Antworten

yourXpert:
(Steuerberater)
Termin?





zertifiziert
Dieser Experte hat seine Qualifikation nachgewiesen und ist von uns zertifiziert!

Geld-Zurück-Garantie
Geld-Zurück-Garantie: Dieser Experte bietet Ihnen für X-Mails eine Geld-zurück-Garantie: War die Beratung inhaltlich nicht korrekt, erhalten Sie Ihr Geld zurück!
"Freundlich, schnell und zuverlässig. Steuerliche Antworten für Arbeitnehmer, Rentner, Vermieter und Selbständige. Ich nehme mir Zeit, Ihre Lebenssituation und Ihr Anliegen genau anzuschauen, damit Sie die optimale steuerliche Lösung finden."
yourXpert wurde ausgezeichnet
1. Platz Internetauftritt und Datensicherheit
Online-Beratung
Testsieger
in der
ZDF-Sendung WISO
Im Test: 5 Anbieter
Sendung vom 28.10.2013
Online-Rechtsberatung
Branchengewinner
"Erlebter Kundenservice"
DIE WELT
Service-Champions 2017
Im Test: 8 Anbieter
Veröffentl. in DIE WELT, 19.10.17
Kundenmeinungen
Qualifizierte Experten
Bereits 13.645 Bewertungen bestätigen den hohen Beratungsstandard unserer Experten:
4,8 / 5,0
sehr gut
» Mehr dazu hier

Aktivierung geerbten und restaurierten Büromobiliars

| Preis: 85 € | Buchhaltung
Beantwortet von Steuerberater Bernd Thomas in unter 2 Stunden

Ich habe einige Biedermeier-Möbel (Armlehnestuhl, Kommode, Schrank, Portaluhr) geerbt.
Alle genannten Stücke werden zum Teil kostenaufwändig restauriert.
Mit diesen restaurierten Stücken statte ich mein Büro (Einzelfirma) aus.

Frage:

* Wie bekomme ich diese restaurierten Möbel ins Anlagevermögen?
* Wie schreibe ich sie korrekt ab?
* Wie bestimmt sich der ins Anlagevermögen einzustellende (Netto-)Wert des jeweiligen Möbelstücks - bspw. Schätzwert/Verkehrswert plus Restaurationskosten?


Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage gemäß der von Ihnen gemachten Sachverhaltsangaben.

Wenn die Büromöbel zu mehr als 50% eigenbetrieblich genutzt werden, sind sie in vollem Umfang notwendiges Betriebsvermögen und somit zu aktivieren.

Bei Antiquitäten kann zwar strittig sein, ob diese zum abnutzbaren oder nicht abnutzbaren Anlagevermögen gehören, da (je nach Umständen des Einzelfalls zu beurteilen) eine Wertkonstanz oder sogar eine Wertsteigerung zu erwarten ist, jedoch ist regelmäßig immer dann eine Abschreibung zu rechtfertigen, wenn sie (wie in Ihrem Fall) ständig als Arbeitsmittel in Gebrauch befindlich sind, insbesondere bei  Möbelstücken wie Schreibtisch und Schreibtischsessel, da diese einem technischen Verschleiß unterliegen.

Insofern ist die Abschreibungsdauer nach der Art Möbel und der Art der Verwendung sachgerecht zu schätzen.

Als Anhaltspunkte für die mindestens anzunehmende Nutzungsdauer kann die amtliche AfA-Tabelle herangezogen werden, die für Möbel eine betriebliche Nutzungsdauer von 13 Jahren vorsieht. Für andere in betrieblicher Nutzung befindlichen Antiquitäten wurde durch die Rechtsprechung beispielsweise eine typisierende Nutzungsdauer von bis zu 50 Jahren (Meistergeigen) oder 20 Jahren (Kunstwerke von nicht anerkannten Künstlern) entwickelt.

Insofern würde ich eine Nutzungsdauer von mindestens 13 Jahren annehmen, ich würde . bei in gutem Zustand befindlichen Biedermeier-Möbel (neu restauriert) von mittlerem Wert 20 Jahre vorschlagen.

Die Abschreibung erfolgt in gleichmäßige Beträgen, im ersten Jahr monatsanteilig, der angefangene Monat zählt zu Ihren Gunsten.

Der Wert ist nach dem Teilwert zum Zeitpunkt der Einlage, zuzüglich der Restaurationskosten falls die Restaurieung nach der Einlage stattfindet, anzusetzen. Die enthaltene Vorsteuer ist jedoch nicht zu berücksichtigen, wenn diese abgezogen werden kann. Sollte dieser Wert höher sein als der Teilwert (Schätzwert/ Verkehrswert nach Restaurierung), so kann gegebenenfalls bis auf diesen niedrigeren Wert abgeschrieben werden (Teilwertabschreibung).

Ich hoffe, diese Auskünfte haben Ihnen weitergeholfen. Gerne stehe ich Ihnen für Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Thomas

Steuerberater

War diese Antwort hilfreich?

Sie haben eine Frage? Holen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich Angebote unserer Experten ein!

Nach dem Einstellen Ihrer Frage erhalten Sie individuelle Preisangebote unserer Experten, aus welchen Sie einfach das für Sie passende Angebot auswählen können!

Unsere Experten stehen Ihnen jetzt zur Verfügung. Stellen Sie jetzt Ihre Frage!

Hier kostenlos und unverbindlich Angebote einholen!

Bewertung des Kunden

.. erste Teilauskunft perfekt und schnell - ich bin begeistert (und stelle eine Nachfrage) ..

Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare
Kunde
08.03.2018 08:37 Uhr
Sehr geehrter Herr Thomas,

vielen Dank - die Frage nach Aktivierbarkeit und Abschreibung(en) ist geklärt.

Offen ist, wie der Gesamtvorgang buchhalterisch zu behandeln ist - am Beispiel des Schreibtischsessels (Biedermeier-Armlehnenstuhl):

* Ausgangswert des gerbten, unrestaurierten Stuhls: wie ermittele ich diesen (Eigene Schätzung? Gutachten? Reicht die Verkehrswertschätzung des Restaurators?) ?
* Restaurationskosten: buche ich diese netto gegen Aufwandskonto (verauslagte Umsatzsteuer gegen Konto verauslagte Umsatzsteuer) ?
* oder schlage ich die Netto-Restaurationskosten auf den Anlagewert auf (und buche die Umsatzsteuer gegen Konto verauslagte Umsatzsteuer)?

Danke für die erbetene klare Orientierung,
alle Grüsse - begeistert,
T. M.
Bernd Thomas
08.03.2018 09:07 Uhr
Sehr geehrter Fragesteller,

die Verkehrswertschätzung des Restaurators sollte ein ausreichender Anhaltspunkt für eine sachgerechte Schätzung sein. Ein Gutachten wäre nur bei außerordentlich wertvollen Möbelstücken sinnvoll, um eine höhere Rechtssicherheit gegenüber dem Finanzamt zu haben. Wenn Sie abweichend von der Schätzung des Restaurators eine eigene Schätzung ansetzen, sollten Sie diese begründen können, beispielsweise durch vorliegende Kaufangebote oder durch Nachweis von Auktionsergebnissen vergleichbarer Möbelstücke.

Die nach der Einlage anfallenden Restaurationskosten buchen Sie gegen das Anlagekonto (z.B. Büro- und Geschäftsausstattung), wenn Sie die Vorsteuer abziehen können, dann netto, sonst brutto. Falls Sie die Restaurationskosten erst einmal auf einem Aufwandskonto erfasst haben, dann buchen Sie diese beim Jahresabschluss um.

Die abziehbare Vorsteuer buchen Sie gegen das Konto Vorsteuer (meist Vorsteuer 19%).

Mit freundlichen Grüßem

Bernd Thomas
Steuerberater