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Übernahme von Schulden des Ehemanns bei Abwesenheit

| Preis: 52 € | Familienrecht
Beantwortet von Rechtsanwalt Reinhard Otto in unter 1 Stunde

Guten Tag,
inwieweit hafte ich für die Schulden meines Ehemannes (mit dauerhaftem Bleiberecht in D), falls dieser in seine lateinamerikanische Heimat flüchtet?

Falls ich für 100% dafür haften müsste, sich also die Gläubiger an mich wenden würden, kann ich dass im Vorfeld irgendwie vermeiden? ZB Ehevertrag von jetziger Zugewinngemeinschaft auf Gütertrennung umwandeln.

Zur Info: wir haben eine gemeinsame Tochter und unser beider Wohnsitz ist in Deutschland.


Guten Tag,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:

Eine Haftung für Schulden Ihres Ehemannes kann durch die nachstehend beschriebenen Umstände entstehen:

Zunächst haften Sie für solche Schulden, wenn Sie sich zusammen mit Ihrem Ehemann gegenüber dem Gläubiger vertraglich verpflichtet haben, insbesondere also Kredit- oder Kaufverträge als 2. Vertragspartner oder als Bürge mit unterschrieben haben.

Ferner kann eine Haftung auch ohne solche vertraglichen Verpflichtungen dann entstehen, wenn es sich um

"Geschäfte zur angemessenen Deckung des Lebensbedarfs der Familie" handelt.

Für diese Geschäfte sieht § 1357 BGB eine gemeinsame Haftung vor.



Abgesehen von diesen Fällen bleiben ansonsten grundsätzlich Schulden jeweils bei dem, der sie gemacht hat. Der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft führt nicht zu einer beiderseitigen Haftung der Ehepartner für alleinige Schulden des anderen.

Für die Zukunft sollten Sie daher darauf achten, dass Sie keine vertraglichen Verpflichtungen für die Schulden Ihres Mannes eingehen und dass er keine Geschäfte nach § 1357 BGB mehr vornimmt.

Sobald Sie getrennt leben, ist diese Gefahr gebannt, da § 1357 BGB dem Sinn nach eine noch bestehende eheliche Lebensgemeinschaft voraussetzt. Nach der Trennung gibt es ja keinen Lebensbedarf "der Familie" mehr.

Ein Ehevertrag ist zur Erreichung dieses Zweckes nicht unbedingt notwendig, zumal er ja auch Kosten verursacht.

Und auf bereits bestehende Verpflichtungen hat auch ein nachträglich abgeschlossener Ehevertrag keinen Einfluss.


Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Otto
Rechtsanwalt

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