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Sorgerecht

| Preis: 39 € | Familienrecht
Beantwortet von Rechtsanwalt Reinhard Otto in unter 1 Stunde

Hallo Herr Otto,
ich habe eine Frage bezüglich Sorgerecht.

Zur Situation:
Ich habe vor 8 Jahren meinen Sohn Cedric allein geboren. Mit dem Vater hatte ich und habe ich keine Beziehung.
Wir haben weder zusammen gelebt noch waren wie länge als 5 Monate ein Paar.
Mein Sohn habe ich in den ersten 3 Jahren alleine, und danach mit meinem Lebenspartner erzogen.
Finanziell hatte ich mich mit den leiblichen Vater geeinigt und Unterhaltszahlungen erhalten.
Der leibliche Vater durfte bis jetzt regelmäßig alle 2 Wochen seinen Sohn für 4-6 Std sonntags besuchen, oder ihn mitholen.
Es ist allerdings mehrmals vorgekommen, dass er sich während dieser Zeit nicht ausschließlich um seinen Sohn gekümmert hat.Ebenso ist es schon 3 mal vorgekommen, dass er ihn mit dem Auto zurückgebracht hatte obwohl eine Alkoholfahne erkennbar war.
Ich hatte ihm darauf hin das nächste Treffen mit seinem Sohn untersagt. Es soll ihm bewusst werden, dass er kein Alkohol trinken soll, wenn er die Zeit mit seinem Sohn verbringen kann.
Nun droht er mir über einen Anwalt das Sorgerecht zu beantragen.
Welche Chancen hat er ?
Bis jetzt habe ich das alleinige Sorgerecht.
Mein Sohn lebt bei uns in einem geregeltem Familienleben. Meinen Lebenspartner hat er schon seit 5 Jahren als Vaterersatz angenommen.
Cedric möchte auch zur Zeit nicht zu seinem leiblichen Vater.
Wie sieht hier die Rechtslage aus?
Vielen Dank für Ihre Antwort

Birgit L.


Guten Tag,

ich beantworte Ihre Anfrage wie folgt:

Nach der Neuregelung der elterlichen Sorge nicht verheirateter Eltern gilt seit Sommer 2013 die folgende Rechtslage:

Gemäß § 1626a BGB gilt jetzt:

(1) Sind die Eltern bei der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet, so steht ihnen die elterliche Sorge gemeinsam zu,

...
3. soweit ihnen das Familiengericht die elterliche Sorge gemeinsam überträgt.
(2) Das Familiengericht überträgt gemäß Absatz 1 Nummer 3 auf Antrag eines Elternteils die elterliche Sorge oder einen Teil der elterlichen Sorge beiden Eltern gemeinsam, wenn die Übertragung dem Kindeswohl nicht widerspricht. Trägt der andere Elternteil keine Gründe vor, die der Übertragung der gemeinsamen elterlichen Sorge entgegenstehen können, und sind solche Gründe auch sonst nicht ersichtlich, wird vermutet, dass die gemeinsame elterliche Sorge dem Kindeswohl nicht widerspricht.

Soweit die jetzt geltende Gesetzesvorschrift.

Für Sie bedeutet das, dass eine Umkehr der Darlegungs- und Beweislast stattgefunden hat dahingehend, dass Sie als Mutter nachweisen müssten, dass die gemeinsame Sorge dem Kindeswohl widersprechen würde. Ob Ihnen das gelingt, weiß ich nicht, dazu müssten umfangreiche Gespräche stattfinden.

Derzeit muss ich Ihnen daher sagen, dass die Chancen des Kindesvaters, das gemeinsame Sorgerecht zu erhalten, recht hoch sind.

Ich möchte Sie noch darauf hinweisen, dass ein pauschales Verbot des Umgangsrechtes, quasi als Bestrafung oder Denkzettel, nicht zulässig ist.

Sie könnten allenfalls situationsgebunden die Mitnahme des Kindes verweigern, wenn der KV alkoholisiert bei Ihnen erscheint.


Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Otto
Rechtsanwalt

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Bewertung des Kunden

Schnell und verständlich geantwortet. Danke

Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare
Kunde
11.11.2014 10:40 Uhr
Danke für die schnelle Antwort.

Eine Frage hätte ich aber noch:

Was kann ich machen wenn mein Sohn aber nicht die Besuchstermin mit seinem Vater wahrnehmen will und sich weigert zu ihm zu gehen.
Ich, oder der Vater, kann ihn doch nicht zwingen.
Er ist 8 Jahre alt. Kann er nicht selbst entscheiden??
Reinhard Otto
11.11.2014 10:45 Uhr
Nein, ein 8-jähriges Kind kann noch nicht alleine entscheiden. Sie sind sogar verpflichtet, positiv darauf hinzuwirken, dass das Kind Umgang mit seinem leiblichen Vater hat.

Nur dann, wenn objektive Gründe vorliegen, wonach durch die Wahrnehmung des Umgangsrechtes das Kindeswohl deutlich gefährdet ist, können Sie den Umgang gerichtlich einschränken lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Otto
Rechtsanwalt

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