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Mangel Parkett Sonderwunsch in neuer Eigentumswohnung München

16.12.2018 | Preis: 49 € | Immobilienrecht
Beantwortet von Rechtsanwalt Marcus Schröter

Fragestellung

Sehr geehrter Herr Schröter,
ich habe einen falschen Parkettboden von der Baugesellschaft Porr, in meiner Wohnung, der Kirsche amerikanisch ruhig, lackiert sein sollte (siehe Auftrag), stattdessen einen unruhigen Parkett mit vielen Farbunterschieden , erhalten. Vor 1,5 Jahren ( siehe Schreiben)wurden mir aus Kulanz (siehe Brief) 2000,00 Euro
angeboten, da der Parkett zwar sehr viele Farbunterschiede hatte, aber noch keine schwarzen Äste zeigte. Der Parkettgutachter Herr Baumann, hat mir damals geraten diese 2000,00 Euro
zu nehmen, da ich sonst gar nichts bekommen würde. Nun ist ein neuer Mangel aufgetreten,
das die Oberfläche weiße milchige Punkte bildet und eben diese schwarzen Äste überall. Ich habe einen anderen Gutachter Herr Rau beauftragt, der an dem Termin mit Baugesellschaft dabei war.
Der Gutachter der Baugesellschaft war mein alter Baugutachter Herr Baumann, der mir mitgeteilt hatte, dass ich kein Recht auf Nachbesserung habe und deshalb die 2000 Euro nehmen soll.
Bei der Begehung diese Woche lehnten Sie die Nachbesserung des Mangel schwarze Äste ab (da diese schon vorher da waren , man Sie aber noch nicht gesehen hat. Erst jetzt bei der Nachdunkelung,, sind Sie sichtbar) . Die defekte Oberfläche wird von einem Chemiker ebenfalls von Porr untersucht, ob es der Lack ist oder das Pflegemittel.
Ich fühle mich von dem Baugutachter Herr Baumann und der Baugesellschaft Porr arglistig getäuscht, da Sie genau wussten, dass mein Parkett teilweise noch ganz schwarze Äste bildet.
Dies hat mit ein anderer Parkettbodenleger, der ebenfalls meinen Parkettboden begutachtet hat,
außerdem, dass dies ein sehr günstiger Parkett ist und keinesfalls der Preisklasse und Qualität und nicht dem gehobenen Niveau des Hauses entspricht,
die ich bezahlt habe. Dies meinte der Baugutachter Rau ebenfalls.
Ursprünglich wurde mir von der Firma, die den Parkettboden verlegt hat mündlich zugesagt, den Boden rauszureißen etc, aber der Auftrag ging an die Porr und nicht an die Firma Hinterseer (sieh Schreiben). Laut dem Baugutachter Herr Rau hätte ich ein Recht auf Nachbesserung gehabt.
Die Baugesellschaft Porr lehnte dies ab. Ich habe mit der Zuzahlung rund 90,00 Euro pro Quadratmeter plus 47,00 Euro Zuzahlung ist 137,00 Euro. Welche Möglichkeiten habe ich wegen der schwarzen Flecken, bzw . der defekten Oberfläche. Bei der ersten Begehung war mein Parkettgutachter ( der Gutachter Herr Baumann der oft von Porr vertritt, was ich nicht wusste), der Bodenleger , Porr
und Hinterseer (Parkettlieferant), ich und meine Bekannte anwesend.
Mit freundlichen Grüßen
Cornelia Quintus-Harrasser

Antwort des Experten

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben nachfolgend beantworte:

  1. Einen Anspruch auf Austausch des Parkettes sehe ich aufgrund der Vereinbarung nicht, da Sie auf etwaige Ansprüche durch die Kompensationszahlung verzichtet haben und dies schriftlich festgehalten wurde. Diese Regelung anzufechten, dürfte aufgrund des Zeitablaufes nicht mehr möglich sein.
  1. Ob gegen den Gutachter der Baugesellschaft ein Anspruch wegen fehlerhafter Beratung besteht ist aus meiner Sicht eine Frage der Beweisbarkeit. Danach hätte der Gutachter Sie bewußt und nachweislich falsch beraten müssen. Aus meiner Sicht ist die Aussage des Gutachters, dass Sie keinen Nachbesserungsanspruch hatten, falsch. Da der Gutachter für die Baugesellschaft tätig wurde, hat er offensichtlich deren Interessen vertreten und ist nicht wie für Sie angenommen, als neutraler Sachverständiger tätig geworden. Wird ein falsches Parkett geliefert und verbaut, haben Sie selbstverständlich einen Anspruch, dass das richtige Parkett verlegt wird.

Die Problematik besteht hierbei, dass der Gutachter diese Aussage getätigt hat und Sie dies beweisen können. Da aus den Unterlagen keine schriftliche Einlassung des Gutachters ersichtlich ist, müßte ein Zeuge diese Aussage des Gutachters bestätigen, der Sie dazu bewogen hat, auf einen Nachbesserungsanspruch gegen Zahlung der Abgeltung zu verzichten. Nur wenn es gelingt dem Gutachter diese Aussage nachzuweisen, wäre aus meiner Sicht ein Anspruch aus fehlerhafter Beratung denkbar.

  1. Zu beachten ist, dass mit der Vereinbarung mit der Baugesellschaft die Gewährleistungsrechte nicht ausgeschlossen wurden. Diese Ansprüche stehen Ihnen nach wie vor, wenn diese nicht verjährt sind, wobei es hierbei auf die Abnahme ankommt.
  1. Bei dem Nachdunkeln oder den schwarzen Flecken in dem Parkett handelt es sich dann um einen Mangel, wenn die Baugesellschaft Ihnen zugesichert hat, dass diese schwarzen Flecken nicht auftreten oder aber diese in der Regel nicht auftreten. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, ist ein Nachdunkeln durchaus möglich ohne dass dies einen Mangel darstellt. Wenn die auftretenden schwarzen Flecken eine Mangel darstellen, der unter die Gewährleistung fällt, wäre dies ebenfalls zu beseitigen. Ob diese schwarzen Flecken einen Gewährleistungsanspruch begründet hängt zunächst davon ab ob eine Zusicherung der Baugesellschaft vorliegt oder wenn diese nicht vorliegt,, diese schwarzen Flecken nach der Verkehrsanschauung einen Mangel darstellen.
  2. Im Ergebnis sehe ich einen Anspruch auf Austausch des Parketts durch die damalige Regelung und Vereinbarung nicht. Gewährleistungsansprüche bestehen dem Grundsatz aber weiterhin, wobei aber noch zu prüfen wäre, ob die schwarzen Flecken einen Gewährleistungsfall darstellen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen Überblick verschaffen.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter

Rechtsanwalt

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