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Betriebskostenabrechnung

| Preis: 42 € | Mietrecht
Beantwortet von Rechtsanwalt Andreas Schwartmann

Guten Tag,
Ich habe eine Betriebskostenabrechnung mit der Aufforderung einer Nachzahlung von 1.057€ erhalten. Die Wohnung war 47m^2 klein, und ich habe
alleine dort gewohnt, zudem war ich in dem Abrechnungszeitraum (Jahr 2012) Berufstätig (tagsüber nicht zu Hause). Ich habe jetzt erst die ABrechnung
für 2012 erhalten, was mir zudem sehr spät erscheint. Ich bin am 31.08.2013 dort ausgezogen, und erwarte jetzt noch eine Abrechnung. :/ Ich habe
nach dem 1.Jahr monatlich fast 217€ Nebenkosten gezahlt, für eine 2-Zimmer Wohnung!! Daher scheint mir die Summe doch sehr hoch! Lohnt es rechtliche
Schritte einzuleiten?
MfG
E. S.


Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworten darf:

Die überreichte Betriebskostenabrechnung ist formell fehlerfrei. Sie enthält eine Auflistung der Gesamtkosten, den jeweiligen Umlageschlüssel, die auf Sie entfallenden Kosten und die anzurechnenen Vorauszahlungen.

Die Abrechnung müsste außerdem mit dem Mietvertrag übereinstimmen. Dazu müssten die abgerechneten Positionen mietvertraglich vereinbart worden sein. Das lässt sich dem Mietvertrag aber nicht entnehmen - gibt es dazu ggf. noch eine Anlage (z.B. allgemeine Vertragsbedingungen)?

Wenn die einzelnen Positionen im Mietvertrag als umlagefähig vereinbart wurden, dann wird es für die verbrauchsabhängigen Positionen darauf ankommen, ob eine Umlage nach Verbrauch verlangt werden kann - das ist aber nur möglich, wenn der Verbrauch auch konkret erfasst werden kann. Fehlen z.B. Wasseruhren, darf der Vermieter die Frischwasserkosten nach Wohnfläche abrechnen.

Eine Abrechnung nach Personen ist nur zwingend, wenn der Mietvertrag dies vorschreibt. In dem von Ihnen beigefügten Mietvertrag findet sich dazu aber nichts - auch hier wäre ggf. eine Anlage zum Vertrag zu prüfen.

Wenn der Mietvertrag dazu keine Regeln enthält, ist die Abrechnung nach Wohnfläche im Ergebnis nicht zu beanstanden.

Darüberhinaus können Sie aber natürlich den Nachweis der in Ansatz gebrachten Gesamtkosten verlangen. Sie haben Anspruch auf Belegeinsicht um prüfen zu können, ob die abgerechneten Kosten überhaupt entstanden sind.

Dieses Recht sollten Sie wahrnehmen, wenn Ihnen einzelne Kostenpositionen als zu hoch erscheinen.

Lassen sich die Kosten aber belegen und sind die einzelnen Positionen auch im Mietvertrag bzw. den Anlagen genannt, muss ich Ihre Frage verneinen: Dann lohnen sich rechtliche Schritte leider nicht.

Ich hoffe Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt, Köln

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Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare
Kunde
08.11.2013 18:39 Uhr
Sehr geehrter Herr Schwartmann, vielen Dank zunächst für die schnelle Antwort. Ich kann nur noch immer nicht ganz nachvollziehen, wie so ein angeblich höher Wasserverbrauch zustande kommen konnte!?!? Ich habe einen Vergleich mit Durchschnittswerten in der Region gemacht, und liege weit über dem Durchschnitt?!?! Ich gehe höchstens 2 mal im Jahr Baden, mache selten die Heizung an im Winter und war zudem 2012 Tagsüber nie daheim. Ich kann es mir nicht erklären. Wozu bezahle ich 208€ für einen Hausmeister, der für 2 komplette Straßen zuständig ist, den ich nie gesehen habe. Wenn jede Mietpartei so viel Bezahlt, dann muss der Hauswart eine Menge verdienen. Und das will ich nicht ganz glauben.
Die Prozentualen Anteile für Warmwasser/Heizung Grundkosten und Verbrauchskosten, von der Firma techem, sind bei Nachrechnungen ebenso unverständlich. (Siehe Einzelabrechnung)

MfG
E.S.
Andreas Schwartmann
08.11.2013 19:40 Uhr
Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Selbstverständlich können Sie verlangen, dass der Vermieter einen ungewöhnlich hohen Verbrauch erläutert. Sie können auch Einsicht in den Hausmeistervertrag verlangen um zu prüfen, ob die in Rechnung gestellten Arbeiten von ihm überhaupt erbracht wurden. Sie müssen für nichts zahlen, was nicht geleistet wurde.

Die prozentualen Anteile von Verbrauch- und Grundkosten sind in der Heizungsverordnung geregelt. 30/70 ist danach zulässig und leider nicht zu beanstanden.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt

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