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Arbeitszeugnis

| Preis: 63 € | Arbeitsrecht
Beantwortet von Rechtsanwältin Uta Ordemann

Guten Tag Frau Ordemann, es geht um mein Arbeitszeugnis.
Der Kündigungsgrund war folgender: ich war psychisch erkrankt und hatte keinen Krankenschein eingereicht. Der Arbeitgeber hatte sich noch um Kontakt und Aufklärung bemüht. Mein Krankheitsbild hat aber jeden Kontakt gemieden, so bekam ich wegen unentschuldigten Fehlens die Kündigung. Sogar eine ordentliche, statt einer außerordentlichen.

Ich weiß jetzt nicht, wie man am besten einen Kündigungsgrund formulieren könnte.
Im Arbeitszeugnis steht nun keiner.
Es lautet: Das Arbeitsverhältnis mit Frau ... endet mit dem heutigen Tag. Wir bedauern diese Entwicklung, da wir mit ihr eine gute Mitarbeiterin verlieren. Wir danken ihr für ihre Arbeit und wünschen ihr für ihre berufliche wie persönliche Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Wie sehen Sie das? Gibt es eine wohlwollende Begründung für ein Zeugnis an dieser Stelle? Ich glaube dass es etwas schwierig ist, aber ein neuer Arbeitgeber liest doch gerne den Grund, weshalb ein Arbeitsverhältnis geendet hat oder wie sehen Sie das?
Viele Grüße und danke vorab


Sehr geehrter Mandant,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der Folgendes anzumerken ist:

1.

Die Formulierung in der Schlussformel, dass das Arbeitsverhältnis mit dem heutigen Tag endet, ohne dass ein Grund für die Beendigung angegeben wird, ist an sich nicht negativ in der Aussage in einem Zeugnis.

 Wenn der Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis gekündigt hat, heißt es üblicherweise, dass er auf eigenen Wunsch zum....aus dem Unternehmen ausscheidet. Da Sie das Arbeitsverhältnis aber nicht von sich aus gekündigt haben, scheidet die Angabe dieses Grundes aus, da ein Zeugnis auch immer der Wahrheit entsprechen muss.

Alternativ wird - wenn die Initiative zur Beendigung vom Arbeitgeber ausging - meist auch die Formulierung mit aufgenommen, dass das Arbeitsverhältnis aus betriebsbedingten Gründen endet. Das wäre hier zwar nur indirekt zutreffend, könnte als Formulierung aber grundsätzlich in das Zeugnis aufgenommen werden. Dies wäre auch vertretbar und nicht wahrheitswidrig, da sich diese Formulierung damit begründen lässt, dass der Arbeitgeber aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls nur schwer betrieblich disponieren und den Arbeitsanfall in Ihrem Bereich nicht durch andere Mitarbeiter auffangen konnte. Ein Zeugnis muss grundsätzlich immer der Wahrheit entsprechen. Ich gehe davon aus, dass der Arbeitgeber aufgrund der fehlenden Krankmeldungen dann nicht wusste, wann Sie vsl wieder kommen werden. Da der Arbeitsanfall aber aufgefangen werden musste, hatte er grundsätzlich die Möglichkeit, aus betriebsbedingten Gründen zu kündigen. Diese Aussage wäre damit nicht falsch. Es könnte damit eine dahingehende Formulierung in die Schlussformel ausfgenommen werden, dass das Arbeitsverhältnis mit dem heutigen Tag aus betriebsbedingten Gründen endet.

2.

Falls der Arbeitgeber diese Formulierung aber nicht mit aufnehmen möchte, kann man den jetzigen Satz - der keine Angabe des Grundes für Ihr Ausscheiden enthält - auch so stehen lassen. Diese Formulierung findet sich durchaus auch des Öfteren in Zeugnissen wieder. Wichtig ist dann aber die Bedauerns- und Dankesformel. Der Passus "wir bedauern diese Entwicklung" ist in diesem Kontext nicht ganz glücklich und kann negativ ausgelegt werden, da das Abstellen auf die Entwicklung den Hinweis so interpretiert werden kann, dass sich die Arbeitsleistung im Verlaufe des Arbeitsverhältnisses verschlechtert hat oder es andere nicht nicht so positive Entwicklungen gegegeben hat und sich der Arbeitgeber aus diesem Grund von Ihnen trennen musste. Daher sollte dieser Passus möglichst wie folgt formuliert bzw. geändert werden:

"Wir bedauern ihr Ausscheiden, da wir mit ihr eine gute Mitarbeiterin verlieren."

Oder alternativ:

"Wir bedauern dies, da......"

Falls in dem ersten Satz der Schlussformel kein Grund enthalten ist, kommt es dann maßgeblich darauf an, dass der Arbeitgeber Ihr Ausscheiden bedauert. Dies sollte dann möglichst auch zum Ausdruck kommen. Die Formulierung, dass er diese Entwicklung bedauert, sollte möglichst vermieden werden, da dies negativ interpretiert werden kann.

3.

In der Dankesformel sollte sich möglichst die Note aus der Leistungsbeurteilung wiederspiegeln. Falls dort die Note 2 zum Ausdruck gekommen ist, sollte diese möglichst auch in der Schlussformel enthalten sein, wenngleich nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts kein Anspruch hierauf besteht. Der Arbeitgeber hat ein sehr weites Ermessen bei der Abfassung der Schlussformel und der Arbeitnehmer damit grundsätzlich keinen Anspruch auf bestimmte Formulierungen.

Für die Note 2 müsste es heißen:

"Wir danken ihr für ihre stets gute Arbeit und wünschen ihr...."

4.

Die Zukunftswünsche im letzten Halbsatz sind sehr positiv und wohwollend formuliert. Positiv ist insbesondere der Passus, dass Ihnen weiterhin viel Erfolg gewünscht wird. Dies impliziert, dass Sie in dem Unternehmen Erfolg hatten und man Ihnen diesen weiterhin wünscht.

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, melden Sie sich jederzeit gern.

Mit freundlichen Grüßen

Uta Ordemann

Rechtsanwältin

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